Antisemitismus ist die rote Linie
Je offener Antisemitismus in einer Gesellschaft geäußert wird, desto stärker sind Vernunft und Anstand in Bedrängnis. Die übrige Gesellschaft muss entschieden reagieren – sonst droht Schlimmstes.
Je offener Antisemitismus in einer Gesellschaft geäußert wird, desto stärker sind Vernunft und Anstand in Bedrängnis. Die übrige Gesellschaft muss entschieden reagieren – sonst droht Schlimmstes.
Demonstranten der „Gelbwesten“-Bewegung beschimpften in Paris den Philosophen Alain Finkielkraut unter anderem als „Drecksjuden“. Bei der Gruppe sei Antisemitismus sehr verbreitet, sagte der Intellektuelle im Nachhinein. Nicht alle verurteilten die Übergriffe.
Die Führung der Demokraten wirft der muslimischen Abgeordneten Ilhan Omar Antisemitismus vor. Diese bittet um Entschuldigung. Doch konservative Kritiker attestieren der ganzen Partei eine falsche Haltung.
Bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Holocaust-Überlebende Saul Friedländer an die „grundsätzliche moralische Verpflichtung“, das Existenzrecht Israels zu verteidigen.
Antisemitismus wurzelt tief in der europäischen Kultur. Wer in Deutschland für sein Erstarken verantwortlich ist, ist eindeutig: die AfD.
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus mahnt nicht nur die Kanzlerin zum Aufstehen gegen Antisemitismus. Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden beklagt eine „Pogromstimmung“ in sozialen Netzwerken.
Erst verteidigte der Rapper Kollegah seine wegen Antisemitismusvorwürfen in die Kritik geratenen Textzeilen im Namen der Kunstfreiheit, dann distanziert er sich. Nun zeigt er in einem neuen Interview: Aus dem „Echo“-Eklat hat er nichts gelernt.
Bei der Gedenkveranstaltung für die jüdischen Opfer des 9. November 1938 zeigt sich Angela Merkel alarmiert. Auch heute sei ein „besorgniserregender Antisemitismus“ festzustellen.
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, spricht im FAZ.NET-Interview über den neuen Bundesverband Rias – und Hass auf Juden in der deutschen Gesellschaft.
Jetzt reden wir über Jan Böhmermann, Serdar Somuncu und Oliver Polak. Motto: Wer wusste von dem Gag mit dem Desinfektionsspray? Warum reden wir nicht über das Thema, um das es in Polaks Buch „Gegen Judenhass“ geht?
Überrascht von dieser „irritierend unsachlichen Diskussion“ und vielen offenen Fragen: Jan Böhmermann und Serdar Somuncu nehmen Stellung zu den Antisemitismus-Vorwürfen.
In einem Buch über Antisemitismus in Deutschland beschreibt der Komiker Oliver Polak ein Erlebnis mit einem bekannten Moderator. Sein Verlag will es nicht drucken. Jetzt kommt heraus, was dahinter steckt – und vor allem wer.
Das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin hat erst eine Konferenzteilnehmerin ausgeladen – und dann die ganze Tagung abgesagt. Jetzt steht der Organisator unter Druck.
Bei seiner Pressekonferenz mit der Kanzlerin lobt Benjamin Netanjahu deren Einsatz für gute bilaterale Beziehungen. Er fordert aber auch eine klarere Haltung gegenüber Iran. Die Kanzlerin reagiert – mit Zustimmung und Widerspruch.
Ein Podium redet über „importierten Antisemitismus“, ohne unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Vielleicht hat das auch mit Kriminalstatistiken zu tun, die die Wirklichkeit verzerrt abbilden.
Der Antisemitismus werde „immer dreister, anmaßender und auch physisch brutal“, meint Felix Semmelroth. In seiner neuen Funktion will er entschlossen dagegen vorgehen.
Die britische Labour-Partei trat traditionell für Benachteiligte ein. Wie konnte daraus nur eine Partei werden, vor deren Regierungsübernahme britische Juden nun ernsthaft warnen?
Seit Monaten schwelt eine Antisemitismus-Affäre um die britische Labour-Partei. Nun stellt der Vorsitzende klar, wer Judenfeindlichkeit verbreite, tue das nicht in seinem Namen. Jüdische Organisationen sind nicht beeindruckt.
Die Grünen-Politikerin Muhterem Aras ist von AfD-Politikern schon früher wegen ihrer Herkunft angegriffen worden. Doch mit den Äußerungen Emil Sänzes erreichen die Attacken ein neues Niveau – auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung schaltet sich ein.
Die Berliner Studie zum Antisemitismus im Netz leistet Großes. Bei der Unterscheidung von Judenhass und legitimer Israel-Kritik verrennt sie sich aber im Positivismus.
Der Streit um Antisemitismus im Internet verschärft sich. Im Falle von Holocaust-Leugnern hat Facebook-Chef Zuckerberg nun Stellung bezogen. Seine Begründung ist doch sehr eigenwillig.
Besonders in sozialen Medien verbreitet sich judenfeindliches Gedankengut, resümieren Forscher der TU Berlin. Der Präsident des jüdischen Zentralrats sieht damit belegt, was viele Juden schon lange empfänden.
Seit dem Machtantritt der AKP wächst die Judenfeindschaft in der Türkei. Dazu tragen auch die Attacken Erdogans gegen Israel bei. Beeinflusst das am Ende auch die in Deutschland lebenden Türken?
Wie groß ist die Aufmerksamkeit für Antisemitismus? In Berlin wurde ein aus Syrien stammender Jude von einer Gruppe verprügelt, weil er eine Kette mit dem Davidstern anhatte. An solche Taten darf man sich nicht gewöhnen.
Juden als „Drückeberger“? Emotionale Auseinandersetzung mit einem emotionalen Thema aus dem Ersten Weltkrieg.
Die Migrationsforschung behandelt Antisemitismus unter muslimischen Flüchtlingen mit spitzen Fingern. Dabei sprechen neue Studien eine deutliche Sprache.
Antisemitismus ist in Syrien Staatsdoktrin. Wie sehr haben junge Flüchtlinge die Feindschaft gegen Israel und Juden verinnerlicht?
Für die CDU-Generalsekretärin gibt es AfD-Abgeordnete, die „eine Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland“ seien. Laut Annegret Kamp-Karrenbauer ist Antisemitismus aber längst nicht nur bei Rechtspopulisten weit verbreitet.
Wegen des wachsenden Antisemitismus verlassen immer mehr junge Juden Frankreich in Richtung Israel. Sie nehmen dafür den harten Wehrdienst in der israelischen Armee in Kauf. 70 Jahre nach der Staatsgründung ist die Identifikation so stark wie nie.
Um religiöse Diskriminierung, vor allem an Schulen, zu verhindern, setzt die Stadt Frankfurt auf Präventionsarbeit. Gute Aufklärung helfe dabei mehr als Repressionen.
Deutschland diskutiert über Antisemitismus, viele zeigen dabei auf die Muslime. Der israelische Politologe David Ranan findet das unlauter. Auch Forscher würden die Situation verkennen.
Der Berliner Kippa-Vorfall hat gezeigt: Wenn Deutschland den Antisemitismus wirklich bekämpfen will, muss es der Sicherheit der Juden mehr Priorität einräumen. Auch bei der Entscheidung, wen es künftig ins Land lässt. Ein Gastbeitrag.
Der designierte Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung führt den unverhohlener gewordenen Hass auf Juden in Deutschland auch auf die AfD zurück. Björn Höcke und Co. sind für Felix Klein dabei aber nicht das einzige Problem.
Offener Antisemitismus, mitten in Deutschland. Gespräche mit Juden zeigen: Sie trauen sich immer weniger, ihren Glauben offen zu leben. Die Judenfeindlichkeit, die sie im Alltag erleben, ist häufig muslimisch.
Der Bundestag beschäftigt sich heute mit kryptischen Anträgen zum wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Die eigentliche Frage im Hohen Haus ist aber: Gab es Wahlfälschung? Was es damit auf sich hat, steht im FAZ.NET-Sprinter.
Jüdische Eltern nehmen ihre Kinder immer öfter von staatlichen Schulen. Haben die Behörden das Problem des muslimischen Antisemitismus vernachlässigt?