Katholische Laien loben Ampel
Erst hat die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) die Aufhebung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche begrüßt. Dann zeigte sich, dass nicht das ganze Komitee hinter der Aussage steht.
Erst hat die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) die Aufhebung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche begrüßt. Dann zeigte sich, dass nicht das ganze Komitee hinter der Aussage steht.
Ein zehn Jahre altes Mädchen ist nach einer Vergewaltigung schwanger und muss in einen anderen Bundesstaat reisen für die Abtreibung. Der Fall der Amerikanerin schlägt hohe Wellen.
Suzanne Guy würde die Frauen niemals anschreien, nur weil sie abtreiben wollen. Ihre Waffe ist ihre Freundlichkeit. Besuch bei zwei evangelikalen Abtreibungsgegnerinnen in Georgia.
Als Präsident Joe Biden den Fall kürzlich erwähnte, verwiesen Abtreibungsgegner ihn noch ins Reich der Fabel. Nun bestätigte ein Polizist: Ein vergewaltigtes Kind musste zum Schwangerschaftsabbruch von Ohio nach Indiana fahren.
Die alte Regelung hatte nicht nur keine Grundlage in der US-Verfassung, sondern war auch nach den Maßstäben des Grundgesetzes verfassungswidrig.
Seit Jahrhunderten wird die Tragödie um Abtreibungen auf politischen Bühnen aufgeführt. Hinter der jüngsten Entscheidung des amerikanischen Supreme Court verbirgt sich ein Familienmodell, das schon zu Zeiten seiner Entstehung verlogen war.
Die Verfügung weist das Gesundheitsministerium an, den Zugang zu zugelassenen medikamentösen Abtreibungen zu schützen und sicherzustellen, dass Frauen Zugang zu medizinischer Notfallversorgung und Verhütung haben.
Nach dem Bundestag hat auch die Länderkammer dafür gestimmt, dass Mediziner künftig über Möglichkeiten zum Abbruch einer Schwangerschaft informieren dürfen. Unangemessene Werbung für den Eingriff bleibt aber untersagt.
Die Supreme-Court-Entscheidung zu „Roe v. Wade“ hat weitere Auswirkungen: Auch in Mississippi ist nun ein Gesetz in Kraft getreten, das bis auf wenige Ausnahmen alle Abtreibungen verbietet.
Der Oberste Gerichtshof in Washington hat das Grundrecht auf Abtreibung abgeschafft und lässt Abwägung nicht zu. Das Bundesverfassungsgericht ist klüger. Ein Gastbeitrag.
Das Urteil des Supreme Courts zur Abtreibung zeigt, wie nachhaltig die Republikaner Amerika auf Jahrzehnte prägen könnten. Was nun passieren wird, ist bereits vorgezeichnet.
Die Abschaffung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche war nur der Anfang. Jetzt geht es um das Abtreibungsverbot als solches.
„Wer abtreibt, tötet“: Papst Franziskus hatte schon vorher in harschen Worten Schwangerschaftsabbrüche kommentiert. Jetzt geht er auf das Urteil des Supreme Court in den USA ein.
Schwangerschaftsabbrüche sollten zur Ärzteausbildung gehören, findet Bundesfamilienministerin Lisa Paus. Persönlich glaube sie auch nicht, dass Abtreibungen ins Strafgesetzbuch gehörten.
In den USA bleibt nun die medikamentöse Abtreibung für viele der einzige Weg, ohne Reise eine Schwangerschaft abzubrechen. Viele Bundesstaaten haben es jedoch schon für illegal erklärt, wenn Ärzte die Pillen verschicken.
Joe Biden bezeichnet das Oberste Gericht als „extremistisch“. Vor gut einer Woche hat es das grundsätzliche Recht auf Abtreibung gekippt. Nun herrscht in vielen Bundesstaaten Unklarheit über die Gesetzeslage.
Wenn nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus des Bundesstaats zustimmt, müssten danach die Bürger in einem Referendum darüber entscheiden. US-Präsident Biden nennt den Supreme Court wegen dessen Abtreibungsurteil „extremistisch“.
Der Konzern reagiert damit auf das Abtreibungsurteil des Obersten Gerichtshofs. Behörden sollen die Daten nicht für Ermittlungen zu Schwangerschaftsabbrüchen nutzen können.
Die jüngste Entscheidung des amerikanischen Supreme Courts zur Abtreibung sorgt für viel Empörung – auch auf F.A.Z. Einspruch. Unser Gastautor Christian Funck widerspricht. Er meint: Die Aufhebung von Roe v. Wade war überfällig.
In St. Louis überspannt eine Brücke den Mississippi, der die US-Bundesstaaten Missouri und Illinois trennt. In Missouri wurden Abtreibungen nach dem Urteil des Obersten US-Gerichts verboten, in Illinois sind sie erlaubt. Tausende Frauen werden die Brücke jetzt überqueren, um eine Abtreibung vorzunehmen.
In der vergangenen Woche hat der Bundestag die Abschaffung von § 219a StGB beschlossen. Kurz vorher fragte die stellvertretende CSU-Vorsitzende Dorothee Bär hier: „Erst das Werbeverbot, dann die Abtreibung?“. Eine Gegenrede.
In Folge 215 des Einspruch-Podcasts diskutieren Corinna Budras und Pia Lorenz gemeinsam mit dem Feuilleton-Korrespondenten Patrick Bahners über die spektakuläre Entscheidung des Supreme Court zum Abtreibungsrecht in den USA.
Mit seinen aktuellen Entscheidungen zum Waffenrecht und zur Abtreibung polarisiert der amerikanische Supreme Court. Unsere Gastautoren meinen, in beiden Urteilen zeige sich „toxische Maskulinität“.
In Fragen von Leben und Tod gibt es große Unterschiede nicht nur zwischen Amerika und Europa. Aber ein absolut zu setzendes Recht auf Abtreibung gibt es jedenfalls nicht.
Die Regierungschefs reisen vom G-7-Gipfel direkt weiter zum NATO-Gipfel, die EU-Umweltminister stimmen über das Verbrenner-Aus ab und in Frankreich könnte ein Recht auf Abtreibung zum Grundrecht werden. Der F.A.Z. Newsletter.
Frankreich hat bereits vor Jahrzehnten Abtreibungen legalisiert. Damit das auch so bleibt, soll das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch nun noch stärker gesichert werden.
Nach der Entscheidung des Supreme Courts zeigt sich: Der Entzug des Rechts auf Selbstbestimmung macht Schwangere in den USA zu Bürgern zweiter Klasse. Die Konservativen haben vorerst gesiegt. Ihre Haltung war aber nie so eindeutig.
Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zum liberalen Abtreibungsrecht ist die Empörung vor allem bei amerikanischen Sportlerinnen riesig. Doch nicht nur sie sehen nun die Rechte von Frauen in Gefahr.
Abtreibung und Waffenrecht: Der Supreme Court urteilt gegen gesellschaftliche Mehrheiten in den Vereinigten Staaten. Das birgt Risiken für die Republikaner.
Die Aufhebung des nationalen Rechts auf Abtreibung in den USA bewegt auch die Wirtschaftswelt. Es gibt Hilfsangebote, die aber Risiken haben.
Den Tränen nahe erscheint Fußballstar Megan Rapinoe plötzlich bei der Pressekonferenz der amerikanischen Nationalmannschaft. Sie wendet sich mit einer deutlichen Botschaft an die Öffentlichkeit.
Am Freitag hat der amerikanische Supreme Court das liberale Abtreibungsrecht gekippt. Betroffenen bleibt jetzt nur die Möglichkeit, in Bundesstaaten zu reisen, in denen Schwangerschaftsabbrüche noch legal sind.
Für die Republikaner könnte sich Trumps größter Erfolg rächen: Die Mehrheit der Amerikaner wollte am Abtreibungsrecht nicht rütteln. Der frühere Präsident kann dennoch gelassen abwarten.
Prominente reagieren erschüttert auf das US-Abtreibungsurteil. Michelle Obama fürchtet „verheerende Folgen“ , Taylor Swift zeigt sich geschockt – und Billie Eilish kann es kaum ertragen, darüber nachzudenken.
Nachdem der Oberste Gerichtshof von Amerika ein liberales Abtreibungsrecht gekippt hat, versammeln sich Tausende Demonstranten in Washington. Und einige Bundesstaaten verbieten Schwangerschaftsabbrüche sofort.
In Staaten wie Arkansas, Kentucky oder Louisiana sind Abtreibungen bereits nicht mehr erlaubt – auch nicht bei Vergewaltigungen oder Fällen von Inzest. In mehreren Großstädten der USA protestierten am Freitag Tausende Menschen gegen das Urteil.