Realismus oder Dammbruch?
Vor sechs Jahren starb in Irland eine Zahnärztin, weil ihr ein Schwangerschaftsabbruch verweigert wurde. Nun müssen die Iren entscheiden, ob sie Abtreibungen erlauben wollen.
Vor sechs Jahren starb in Irland eine Zahnärztin, weil ihr ein Schwangerschaftsabbruch verweigert wurde. Nun müssen die Iren entscheiden, ob sie Abtreibungen erlauben wollen.
Das Referendum zum umstrittenen Abtreibungsgesetz spaltet Irland. Das zeigt sich besonders im konservativsten Ort des Landes.
In Irland sind Schwangerschaftsabbrüche per Verfassung verboten - bei einem Referendum am Freitag können die Iren diese Regelung kippen. Laut Umfragen liegen die Befürworter neuer Abtreibungsregelungen leicht vorne.
Der Paragraf 219a des Strafgesetzbuches, der Werbung für Abtreibungen verbietet, ist in der Koalition umstritten. Die SPD will ihn abschaffen. Die Union ist dagegen.
Im Streit um Werbung für Abtreibungen haben die zuständigen Ministerien sich noch nicht einigen können. Bundesgesundheitsminister Spahn sprach von „konstruktiven Gesprächen“.
Kanzleramtschef Helge Braun will den Paragraf 219a nicht streichen. Er glaubt dennoch an eine Lösung, die Ärzten Rechtssicherheit garantiert und Betroffene informiert.
Im Parteienstreit um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbruch gibt es einen Kompromissvorschlag: eine Auflistung derjenigen Ärzte, die Abtreibungen vornehmen.
Vor kurzem hat Jens Spahn die Gegner des Paragrafen 219a noch heftig kritisiert. Änderungen beim umstrittenen Werbeverbot für Abtreibungen lehnte er ab. Jetzt zeigt sich der Gesundheitsminister gesprächsbereit.
Das bestehende Abtreibungsgesetz in Polen gilt bereits als eines der strengsten in Europa – doch die Rechte der Frauen auf Abtreibung sollen weiter beschnitten werden. Dagegen wollen sich die Polinnen wehren.
Die Diskussion über Abtreibung und den Paragraphen 219a spaltet selbst die Groko. Im Zentrum der Debatte: eine Gießener Ärztin. Teile des Internets feiern sie als Heldin, andere feinden sie an.
Die Abtreibungsärztin Kristina Hänel aus Gießen ist in Kritik geraten, da sie sich für die Abschaffung des Paragrafen 219a ausspricht. Nun wurde sie sogar zu einer Geldstrafe verurteilt. Unser Redakteur Kim Björn Becker hat mit ihr gesprochen.
„Es geht um ungeborenes menschliches Leben“: Der Bundesgesundheitsminister unterstellt Gegnern eines Werbeverbots für Abtreibungen, sich mehr für Tiere einzusetzen als für ungeborene Kinder.
Während die Parteien im Bundestag darüber streiten, ein Werbeverbot für Abtreibungen zu kippen, gehen die Länder eigene Wege.
In dem amerikanischen Bundesstaat haben die Abgeordneten am Donnerstag für eine Verschärfung der Regelung beim Schwangerschaftsabbruch gestimmt – just am Weltfrauentag.
Erst im November ist die Gießener Ärztin Hänel wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen verurteilt worden. Nun sind zwei Arztinnen aus Nordhessen angeklagt worden.
Im vergangenen Jahr haben sich mehr Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden als im Jahr zuvor. Mehr als tausend Frauen kamen dafür aus dem Ausland nach Deutschland.
Die Debatte zum Paragraphen über das Verbot der Werbung für Abtreibung wirft Fragen auf: Können Politiker Reklame und Information nicht unterscheiden? Und verhindert das Gesetz auch nur eine einzige Abtreibung?
„Es ist ein ganz sensibles Thema“: Im Bundestag streiten die Fraktionen über das Verbot von Werbung für Schwangerschaftsabbrüche. Die FDP versucht, mit ihrem Entwurf eine Brücke zu bauen.
Die Ärztin Kristina Hänel wurde verurteilt, weil sie auf ihrer Homepage Informationen zu Abtreibungen angeboten hatte. Das verbietet der Paragraf 219a des Strafgesetzbuches. Das Urteil sorgte bundesweit für Aufsehen. Jetzt diskutiert der Bundestag den Paragrafen.
Die irische Regierung hat ein Referendum über ein Abtreibungsgesetz beschlossen. Bisher sind Schwangerschaftsabbrüche sogar verboten, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist.
Der Fall einer Gießener Ärztin sorgte für Schlagzeilen. Sie wurde wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen verurteilt. Jetzt hat die Ärztin eine Petition an den Bundestag eingereicht - aus der Politik kommt Unterstützung für ihr Vorhaben.
In der zweiten Folge des F.A.Z. Einspruch Podcasts behandeln wir die Debatte um das Verbot von Abtreibungswerbung
In der zweiten Folge des F.A.Z. Einspruch Podcasts behandeln wir die Debatte um das Verbot von Abtreibungswerbung
Weil sie nach Auffassung eines Gerichts im Internet für Abtreibungen geworben hat, soll die Ärztin Kristina Hänel eine Geldstrafe zahlen. Derweil füllt sich ihre Online-Petition mit immer mehr Unterschriften.
Darf eine Ärztin damit werben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche anbietet? Nein, sagt ein Gericht. In F.A.Z. Einspruch lobt der bayerische Justizminister Winfried Bausback diese Haltung. Und begründet sie.
In der ersten Folge des Einspruch Podcasts sprechen wir unter anderem darüber, warum der Drogeriekänig Anton Schlecker vor Gericht mit einer Bewährungsstrafe davonkam
In der ersten Folge des Einspruch Podcasts sprechen wir unter anderem darüber, warum der Drogeriekänig Anton Schlecker vor Gericht mit einer Bewährungsstrafe davonkam
Sprechchöre, Buhrufe, Trillerpfeifen: Die Verurteilung einer Ärztin, die auf der Internetseite ihrer Praxis für Abtreibungen geworben hatte, sorgt in Gießen für Entsetzen. Die Medizinerin kämpft nun für eine Gesetzesänderung.
Eine Ärztin steht in Gießen vor Gericht: Sie soll unerlaubte Werbung für Schwangerschaftsabbrüche gemacht haben. Der Fall heizt die jahrzehntelange Debatte zwischen Befürwortern von Selbstbestimmungsrechten der Frauen und Abtreibungsgegnern an.
Frauen, die abtreiben, sprechen meist mit niemanden darüber. Zu groß ist die Angst vor Stigmatisierung, denn der Abbruch einer Schwangerschaft ist ein Tabuthema. Experten sind sich aber einig: Das muss sich ändern.
Als prominenter Abtreibungsgegner hat sich der republikanische Abgeordnete Tim Murphy für die Verschärfung des Abtreibungsrechts eingesetzt. Anfang des Jahres soll er seine Geliebte allerdings selbst zu einer Abtreibung gedrängt haben.
Im katholischen Irland ist ein Schwangerschaftsabbruch bisher selbst nach einer Vergewaltigung verboten. Kommendes Jahr sollen die Bürger abstimmen dürfen, ob es dabei bleibt.
In Hessen sinkt die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche seit 20 Jahren. Minderjährige Mädchen sind immer besser aufgeklärt, aber viele Frauen in den Dreißigern werden ungewollt schwanger.
Mit strengeren Regeln zur Abtreibung war Polens Regierung noch gescheitert, aber bei der „Pille danach“ haben die Konservativen sich nun durchgesetzt.
Seit 1996 hat es nicht so wenige Abtreibungen gegeben wie im Jahr 2016. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt.
Mit ihrer Klage erreichte Norma McCorvey die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Amerika – später wurde sie zur Abtreibungsgegnerin. Nun ist sie im Alter von 69 Jahren gestorben.