Massenproteste gegen Abtreibungsverbot in Polen
Das neue Gesetz sieht Schwangerschaftsabbrüche nur in Fällen von Vergewaltigung, Inzest und Gesundheitsbedenken bei der Mutter vor.
Das neue Gesetz sieht Schwangerschaftsabbrüche nur in Fällen von Vergewaltigung, Inzest und Gesundheitsbedenken bei der Mutter vor.
Drei Monate nach dem Verfassungsgerichtsurteil ist das verschärfte Abtreibungsrecht in Polen nun rechtskräftig. Doch die PiS muss den Zorn der Frauen fürchten. Für Freitag sind wieder Proteste angekündigt.
Einige Bischöfe haben ein schwieriges Verhältnis zum neuen katholischen Präsidenten – auch wegen seiner Haltung zur Abtreibung. Andere sind empört über den scharfen Ton gegenüber Biden.
Das Oberlandesgericht Frankfurt verwirft die Revision von Kristina Hänel gegen ihre Verurteilung. Damit ist die Medizinerin, die in ihrer Praxis Abtreibungen vornimmt, rechtskräftig verurteilt. Sie will nun Verfassungsbeschwerde einlegen.
Die Gießener Ärztin Kristina Hänel ist mit ihrer Revision gegen ein Urteil wegen Werbung auf ihrer Homepage für Abtreibungen gescheitert. Der Beschluss der Vorinstanz ist rechtskräftig. Hänel kündigt Verfassungsbeschwerde an.
Als eines von wenigen südamerikanischen Ländern erlaubt Argentinien künftig Abtreibungen. In Buenos Aires feiern tausende Frauen die historische Entscheidung des Senats.
Die Entscheidung war bis zuletzt heftig umstritten: Nach zwölfstündiger Debatte stimmte der argentinische Senat für ein liberaleres Abtreibungsrecht. Zuletzt hatte Papst Franziskus noch versucht, das zu verhindern.
Angefangen hatte alles mit Protesten gegen eine Verschärfung des Abtreibungsrechts. Die Folge davon zeigt sich in dem angekündigten Streik der Hochschulen, mit dem der Rücktritt von Minister Czarnek gefordert werden soll.
Joe Biden ist erst der zweite Katholik im Weißen Haus. Das kommt nicht von ungefähr: Lange hat man Katholiken nicht zugetraut, Politik und Religion zu trennen. Gilt das auch für den neu gewählten Präsidenten?
In Warschau sind mehr als 100.000 Menschen zusammengekommen, um gegen das strenge Abtreibungsgesetz zu protestieren. Viele Frauenrechtsorganisation äußerten ihren Unmut über den konservativ-katholischen Kurs der Regierungspartei PiS.
In Polen reißen die Demonstrationen gegen das Abtreibungsrecht nicht ab. Die Frauen an der Spitze der Bewegung stellen klare Forderungen – etwa den Rücktritt der Regierung.
In der polnischen Hauptstadt sind am Mittwoch abermals Tausende Menschen gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts auf die Straßen gegangen. Die Demonstrierenden in Warschau forderten den Rücktritt der Regierung.
Das verschärfte Abtreibungsgesetz spaltet Polen. Doch statt zu versöhnen, spricht PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski von einem „Krieg“, den es zu gewinnen gilt.
Seit Tagen gehen Menschen gegen das verschärfte Abtreibungsrecht auf die Straße. Der stellvertretende Parlamentsvorsitzende von der regierenden PiS vergleicht das Symbol der Proteste mit denen „der Hitlerjugend und der SS“. Das sorgt für Aufruhr im Sejm.
In Polen demonstrieren Tausende seit Tagen gegen das verschärfte Abtreibungsgesetz. Der Protest reicht sogar bis in die Gottesdienste. Welche Lager stehen einander hier gegenüber?
Nach der umstrittenen Verschärfung des Abtreibungsrechts reißen die Proteste in Polen nicht ab. In Warschau ging die Polizei hart gegen Demonstranten vor, die eine katholische Kirche besetzt hatten.
In Warschau gingen Zehntausende Menschen gegen die Verschärfung der Gesetzeslage auf die Straße.
In Polen gilt künftig ein verschärftes Abtreibungsrecht. Die Opposition wirft der Regierungspartei PiS vor, dass sie die Entscheidung auf das von ihr kontrollierte Verfassungsgericht abgewälzt habe.
In Deutschland sinkt die Zahl der Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Unsere Autorin hat sich auf die Suche nach den Gründen gemacht. Viele Frauenärzte fürchten sich vor Kampagnen von Abtreibungsgegnern.
Elf Stunden muss die konservative Kandidatin für den Supreme Court Rede und Antwort stehen. Umstrittenen Themen wie Abtreibung weicht Amy Coney Barrett aus.
Die Debatte um Abtreibung wird zum Thema des amerikanischen Wahlkampfes: Die Richterin Amy Coney Barrett, von Trump als Kandidatin für den Obersten Gerichtshof nominiert, könnte die konservative Wende bringen.
Die bevorstehende konservative Dominanz am Supreme Court wird von liberalen Beobachtern vor allem mit Blick auf das Waffen- und Abtreibungsrecht gefürchtet. Dabei dürfte sie auf anderen Feldern schwerer wiegen.
Die Lobby der Abtreibungsgegner will, dass Donald Trump noch vor der Wahl eine Nachfolgerin der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg für den Supreme Court nominiert. Der Kampf dreht sich längst nicht mehr nur um Schwangerschaftsabbrüche.
Amy Coney Barrett ist ein Liebling der Rechten. Mit Barbara Lagoa könnte Donald Trump womöglich unentschiedene Latinos für sich gewinnen. Die Demokraten sehen das Recht auf Abtreibung bei beiden in Gefahr.
Joe Biden muss die weißen Katholiken für sich gewinnen, die 2016 für Donald Trump gestimmt haben. Ein schwieriges Unterfangen, denn die Bischöfe loben die Haltung des Präsidenten in der Abtreibungsfrage. Und ein Kardinal schätzt ihn besonders.
Im Mittelpunkt stand zunächst nicht die Vergewaltigung, sondern eine anschließende Abtreibung, weil die 10-Jährige schwanger geworden war.
In Brasilien ist eine Abtreibung nur erlaubt, wenn die Betroffene vergewaltigt wurde oder ihr Leben durch die Schwangerschaft gefährdet wird. Im Fall einer Zehnjährigen trifft beides zu – er wurde trotzdem zum Politikum.
Die Maske des Rappers soll in Frieden ruhen, Soyeon Schröder-Kim hat ein neues Hobby, und Tom Hanks und Rita Wilson bekommen griechische Pässe – der Smalltalk.
Die Grünen wollen Universitätskliniken dazu bringen, häufiger Abtreibungen anzubieten: Sie sollen darum vor allem Ärzte einstellen, die zu einem solchen Eingriff bereit sind. Mediziner laufen dagegen Sturm.
Der Supreme Court stellt sich überraschend gegen ein Gesetz, mit dem im Bundesstaat Louisiana nur noch eine einzige Abtreibungsklinik bestehen geblieben wäre. Das Weiße Haus spricht von einem „unglücklichen Urteil“.
Manche Gouverneure hätten Alkoholläden und Abtreibungskliniken als wichtig eingestuft, nicht aber Kirchen, kritisiert Donald Trump. Er will sie schon am Wochenende wieder geöffnet sehen.
Not und Hunger breiter Bevölkerungsschichten feuern die Debatte um den Abtreibungsparagrafen an. Eine Frauenärztin plädiert dafür, unehelich Schwangere zu schützen. Zuversichtlich ist sie aber nicht.
Wegen des Coronavirus haben einige amerikanische Bundesstaaten Abtreibungen ausgesetzt. Das soll sich vorerst nicht ändern.
Das Abtreibungsgesetz in Polen gilt als eines der restriktivsten Europas. Nun hat das Parlament einen Gesetzentwurf gebilligt, der es abermals verschärfen könnte. Oppositionspolitiker befürchten zudem, dass Sexualkunde kriminalisiert wird.
Darf ein Bundesstaat Abtreibungen wegen der Corona-Krise verschieben? Einige scheiterten damit vor Gericht, aber Texas darf das. Kritiker werfen dem Gouverneur vor, die Notsituation auszunutzen. Der Fall geht vor den Supreme Court.
In Texas sind ab sofort Schwangerschaftsabbrüche während der Coronakrise untersagt. Auch in drei weiteren amerikanischen Bundesstaaten werden ähnliche Anträge geprüft.