Straßen sanieren oder Kalte Progression abbauen?
Die Steuereinnahmen klettern auf ein Rekordhoch. Die SPD will die Mehreinnahmen für die Reparatur von Straßen und Schienen nutzen, die Union erwägt den Abbau der Kalten Progression.
Die Steuereinnahmen klettern auf ein Rekordhoch. Die SPD will die Mehreinnahmen für die Reparatur von Straßen und Schienen nutzen, die Union erwägt den Abbau der Kalten Progression.
Der Staat nimmt so viel Steuern ein wie nie. Trotzdem heißt es in der großen Koalition schnell: Dafür ist kein Geld da. Der Blick auf die Zahlen zeigt: Die Regierung kann sehr wohl Geld ausgeben - tut es aber nur für bestimmte Dinge.
Die italienische Regierung hat einen Einkommenssteuerbonus von bis zu 80 Euro im Monat für Italiener beschlossen. Doch wie solide ist die Gegenfinanzierung?
Eine Investition in Gold kann nicht nur durch den Kauf von Goldbarren erfolgen. Der Kauf von Zertifikaten wie Gold-ETC bietet einige Vorteile für Anleger.
Schweizer Banken drängen ihre Kunden zu Steuer-Ehrlichkeit, Steuer-CDs machen Steuersündern Angst: Jetzt holen viele ihr Bargeld nach Deutschland, sagen Zöllner.
Eine falsche Umweltpolitik in Europa, zu hohe Steuern in Österreich, und die Regierung lässt nicht mit sich sprechen: Der Chef des Stahlkonzerns Voestalpine sieht seine Werke nur noch ungern in Österreich.
Der Prozess gegen den ehemaligen Fußballmanager Uli Hoeneß hinterlässt Spuren: Immer mehr Steuerhinterzieher zeigen sich an. In den ersten drei Monaten waren es schon 13.000.
Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi kann seine Strafe wegen Steuerbetrugs in Form von Sozialdienst ableisten - in einer sozialen Einrichtung für ältere Menschen. Hausarrest bleibt ihm erspart.
Zum 1. Januar 2011 hatte die Bundesregierung eine Steuer auf Brennelemente eingeführt. Das Finanzgericht Hamburg hält diese Steuer für verfassungswidrig. Nun muss der Bundesfinanzhof entscheiden.
Wer viel verdient, muss in Deutschland weniger Steuern und Sozialabgaben zahlen als anderswo. Dafür wird die Mittelschicht geschröpft.
Deutsche Steuersünder sind unruhig geworden. Sie holen ihr Geld heimlich aus der Schweiz zurück. An der Grenze wartet der Zoll mit Spürhunden.
Wer in Deutschland nicht verheiratet ist, muss viel Steuern bezahlen. Von den Industrieländern verlangt nur eines von den Alleinstehenden noch mehr Geld.
Wenn städtische Betriebe Imbissbuden aufmachen oder Fitnesscenter betreiben, geht das oft schief - findet zumindest der Bund der Steuerzahler: Viele Gemeinden seien schlechte Unternehmer. Die Kommunen reagieren empört.
Die Behörden ermitteln gegen Dutzende Banken und Fonds. Allein in Hessen sollen Finanzhäuser den Staat um über 900 Millionen Euro betrogen haben. Doch auch in anderen Bundesländern laufen Verfahren.
Der Vorwurf klingt ungeheuerlich: Hat Shell einen schweren Betriebsunfall riskiert, weil Europas größter Ölkonzern Steuern sparen wollte?
Der Bund des Steuerzahler legt nach: Hat das Land-Rheinland-Pfalz dem 1. FC Kaiserslautern einen völlig überhöhten Preis für das Fritz-Walter-Stadion bezahlt? Die Organisation fordert Antworten von Klub und Stadiongesellschaft.
Dreißig Kunstwerke verlassen die Langen Foundation im Rheinland. Gemälde von Picasso, Kandinsky und Braque sollen verkauft werden. Der Grund: Ein Steuersparmodell?
Viele Ärzte betreiben ihre Praxis im eigenen Haus. Doch Vorsicht, wenn sie mit der Praxis umziehen: Dann drohen steuerliche Fallstricke.
Beim Vermögensaufbau kommt es auf die richtige Mischung an. Immobilien, Kredite und Aktien bieten interessante Chancen im Kampf gegen Inflation und Steuern. Ein Verzicht aufs Eigenheim birgt allerdings höhere Risiken.
Die Finanzminister der Bundesländer verschärfen die Regeln für die Steuer-Selbstanzeige: Der Strafzuschlag wird verdoppelt, zudem soll er künftig auch bei niedrigeren Summen fällig werden.
Die Grünen wollen schon bald eine Gesetzesänderung in den Bundestag einbringen, um eine Null-Promille-Grenze für alle Autofahrer einzuführen. SPD und den Linke unterstützen die Initiative.
Die SPD hat sich mit ihrer Politik zu Lasten der Unternehmen durchgesetzt. Mit dem Verzicht auf Steuererhöhungen ist keinerlei Selbstbeschränkung des Staates verbunden.
Nicht nur mit verschwiegenen Auslandskonten lassen sich Steuern hinterziehen. Aber auch wer ins Ausland zieht, kann mit einer Steuerpflicht belegt werden, an die er gar nicht denkt.
Städte und Gemeinden sind pleite? Nicht alle. Deutschlands Kommunen haben im vergangenen Jahr insgesamt sogar Plus gemacht. Dabei haben sie nicht mal viel gespart.
Das fragt sich heute der Bund der Steuerzahler in seiner Aktion „Frühjahrsputz 2014“, BMW lädt zur Bilanzpressekonferenz und die amerikanische Notenbank Federal Reserve entscheidet über den Leitzins.
Seit der Änderung des Einkommenssteuergesetzes können Prozesskosten nur noch in Ausnahmefällen abgesetzt werden. Ein Rechtsstreit im Falle einer Scheidung zählt ausdrücklich nicht dazu.
Der Fall Hoeneß zeigt: Wer als Steuerhinterzieher glaubt, keinem Entdeckungsrisiko ausgesetzt zu sein, wird eines Besseren belehrt. Die Ermittlungsmöglichkeiten schaffen eine hohe Transparenz.
Nur keine Illusionen: Die Kirchensteuer ist auch bei Kapitalerträgen fällig. Und gegen die bisherige Vergesslichkeit vieler Steuerzahler schreitet nun der Fiskus ein.
Der Fall Hoeneß beeinflusst die Steuermoral des Staates. Führende Politiker fordern eine Verschärfung des Steuerstrafrechts, damit die Sozialkassen reichlich gefüllt bleiben. Die Last für steuerehrliche Verdiener nimmt dabei zu.
Nach dem Urteil gegen Uli Hoeneß wird die straflose Selbstanzeige erschwert, sagt Finanzminister Wolfgang Schäuble im Interview mit der F.A.S. - und fügt hinzu: Das Bankgeheimnis hat in einer Welt der Globalisierung und Digitalisierung seine Funktion verloren.
Der Fall Hoeneß und der FC Bayern: fast ein Jahr Lavieren und Taktieren, dann vier Tage kurzer Prozess. Uli Hoeneß ist vor dem Spiel gegen Leverkusen am Samstagabend schon fast Geschichte.
Uli Hoeneß akzeptiert seine Haftstrafe und tritt mit sofortiger Wirkung als Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern München zurück. Und gibt eine persönliche Erklärung ab.
Bundeswirtschaftsminister Gabriel geht nach dem Urteil gegen Uli Hoeneß die Schweizer Banken an. Die Bankvorstände will Gabriel gleich mit vor Gericht stellen.
Uli Hoeneß war so mächtig wie niemand sonst im deutschen Fußball. Dann zeigte er sich selbst an. Abgründe offenbarten sich. Am Ende steht die Verurteilung eines ganz gewöhnlichen Steuerhinterziehers.
Uli Hoeneß ist zu einer Gefängnis-Strafe verurteilt worden. Die meisten Steuersünder kommen mit Geld- oder Bewährungsstrafen davon. Nur rund 350 sitzen hinter Gittern. Und die Hälfte bekommt Freigang.
Uli Hoeneß muss in Haft. Mit einer Vorzugsbehandlung darf der Bayern-Patron dort nicht rechnen. Dennoch könnte er das Gefängnis nach wenigen Wochen wieder verlassen - zumindest tagsüber.