Als Akademiker später in Rente?
Sollte das Ende des Erwerbslebens von der Zahl der Beitragsjahre abhängig gemacht werden? SPD-Chefin Bas zeigt Sympathie dafür – die Arbeitgeber lehnen dies ab.
Die Rente stärker an die Zahl der Beitragsjahre koppeln? Das lindert kein Demographieproblem, keine Altersarmut. Die unselige „Rente ab 63“ würde zum Prinzip. Ob die Union das schon versteht?
Die Rente mit 63 soll es Versicherten ermöglichen, nach 45 Beitragsjahren eine abschlagsfreie Rente zu beziehen. Sie ist freiwillig und trat zum 1. Juli 2014 in Kraft. Bis dahin mussten Versicherte für jeden Monat, den sie vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in Rente gehen, Kürzungen in Kauf nehmen. Dabei gilt die Rente mit 63 nur für Menschen, die vor 1953 geboren sind. Für Versicherte, die nach dem 1. Januar 1953 geboren wurden, soll das Renteneintrittsalter schrittweise auf 65 Jahre angehoben werden.
Zu den Leistungen, die auf die 45 Jahre Beitragszeit angerechnet werden können, gehören unter anderem Wehr- oder Zivildienst, Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes sowie Kurzarbeiter-, Insolvenz- und Arbeitslosengeld I. Nicht berücksichtigt werden Zeiten des Bezugs von Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV).
Sollte das Ende des Erwerbslebens von der Zahl der Beitragsjahre abhängig gemacht werden? SPD-Chefin Bas zeigt Sympathie dafür – die Arbeitgeber lehnen dies ab.
Die Berater von Wirtschaftsministerin Reiche legen eine Wachstumsagenda vor. Warum die bisherigen Reformschritte aus ihrer Sicht nicht ausreichen.
Die Hirnforschung zeigt: In vielerlei Hinsicht steigt die Leistungsfähigkeit mit den Lebensjahren. Diese Erkenntnis täte auch der Rentendebatte gut.
Wer früher als vom Gesetzgeber vorgesehen in den Ruhestand gehen möchte, sollte die Weichen rechtzeitig stellen und mögliche Abschläge mit Ersparnissen kompensieren.
Die Ökonomin Monika Schnitzer kritisiert die Rentenpläne der SPD. Und statt Habecks bürokratischer Milliardärssteuer fordert sie eine Ausweitung der Erbschaftsteuer auf Unternehmenserben.
SPD und Union wollen längeres Arbeiten belohnen. Doch Maschinenbau-Präsident Kawlath warnt: Ohne den Abbau von Anreizen zur Frühverrentung sei das inkonsequent und werde viel zu teuer.
Es gäbe genügend Arbeitskräfte, um den wirtschaftlichen Abstieg zu bremsen, sagen Berater von Wirtschaftsminister Habeck. Wenn die Rente mit 63, das Ehegattensplitting und die kostenlose Mitversicherung in der Krankenversicherung fallen würden.
Juso-Chef Philipp Türmer und Franziska Brandmann, die Vorsitzende der Jungen Liberalen, streiten über Schuldenbremse, Rente und Steuern. Beide sprechen für die junge Generation – und haben unüberbrückbare Differenzen.
Der Notenbanker weiß, dass seine Überlegungen unpopulär sind. Und doch hält das SPD-Mitglied Reformen bei der Rente für „unumgänglich“. Einen Gewinn von der Bundesbank kann der Bundeshaushalt über Jahre nicht erwarten.
SAP, Volkswagen, Bayer: Wenn Unternehmen Stellen kürzen wollen, bieten sie ihren Mitarbeitern oft Abfindungen an. Doch vor dem goldenen Handschlag sollte man einige Punkte bedenken – und genau rechnen.
Später in Rente, das Ehegattensplitting reformieren und Bildungsinvestitionen von der Schuldenbremse ausnehmen – Nicola Fuchs-Schündeln, die künftige Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, hat klare Rezepte, was sich in Deutschland ändern muss.
Die Vorsitzende des Sachverständigenrats, Monika Schnitzer, hat eine Reform der Alterssicherung angemahnt. Deutschland könne es sich nicht leisten, „einfach die Renten weiter so steigen zu lassen wie bisher“.
Für die SPD ist die Rente mit 63 heilig. Die FDP hinterfragt sie – und nimmt dem Kanzler einen Wahlkampfslogan weg.
Früher aus dem Berufsleben aussteigen zu können – davon träumen viele Menschen. Kann sich das die alternde Gesellschaft noch länger leisten?
Im Ringen um den Haushalt 2025 ruft FDP-Chef Christian Lindner die Ampelkoalition zur Ausgabenzurückhaltung auf. Grüne und SPD kritisieren dagegen die Pläne der Liberalen, die Rente mit 63 reformieren zu wollen.
Verschiedene FDP-Politiker formulieren am Wochenende noch einmal ihre Forderungen im Streit um das Rentenpaket II.
Die Rentenreformen seit der Jahrtausendwende sollten die deutsche Alterssicherung stabil machen – jetzt werden sie abgewickelt. Und kaum jemand schreit auf – leider.
Bürgergeldreform oder keine Rente mit 63 mehr: Die Liberalen skizzieren, wie sie sich eine „Wirtschaftswende“ vorstellen – wenn nur nicht die SPD und Grüne wären.
Eine Reform des Bürgergeldes, die Abschaffung der Rente mit 63 oder der Wegfall des Solidaritätszuschlags – das Präsidium der Liberalen hat den 12-Punkte-Beschluss „zur Beschleunigung der Wirtschaftswende“ verabschiedet. Die Vorschläge sorgen für Diskussionen.
Die Ampelkoalition streitet. Die FDP streut ein Papier mit Forderungen nach härteren Sanktionen für Jobverweigerer und einem Aus für die Rente mit 63 Jahren. Die SPD spricht von Vorschlägen aus der Mottenkiste.
FDP-Vize Johannes Vogel sieht die vorliegenden Reformpläne der Ampelregierung in Widerspruch zum Koalitionsvertrag. Um die Bedingung einer fairen Finanzierung doch noch zu erfüllen, fordert er einen Einstieg in eine „echte Aktienrente“ und den Ausstieg aus der Rente mit 63.
Nur Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollen frühzeitig in Rente gehen dürfen, fordert die Wirtschaftsweise Veronika Grimm. Die jetzige Regelung verschärfe den Fachkräftemangel.
Habeck gegen Lindner? So einfach ist es im Haushaltsstreit nicht. Mit Rente und Bürgergeld stehen auch SPD-Wünsche zur Disposition.
Körperliche Arbeit wird weniger, Wissensarbeit nimmt zu. Darauf sei das Rentensystem nicht eingerichtet, sagt Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann (Grüne). Auf Dauer könne das den Bundeshaushalt überlasten.
Das größte Potential des deutschen Arbeitsmarktes liegt über 60. Zuschläge für diejenigen, die die „Rente mit 63“ nicht in Anspruch nehmen, könnten helfen, es besser zu nutzen. Ein Gastbeitrag.
Der Bundesfinanzminister nennt die Rente mit 63 „eine Stilllegungsprämie für qualifizierte Beschäftigte.“
Der Finanzminister und FDP-Chef drängt darauf, dass die Deutschen länger und mehr arbeiten. Und auch zur Einstellung der Jüngeren äußert er sich.
CDU-Fraktionsvize Jens Spahn will die Rente mit 63 abschaffen und durch eine Erwerbsminderungsrente ersetzen. Bei SPD und Linken stößt der Vorstoß auf scharfe Kritik.
Sie koste Wohlstand, belaste künftige Generationen und setze die falschen Anreize: Unionsfraktionsvize Jens Spahn kritisiert die Möglichkeit eines frühen Rentenbezugs ohne Abschläge ab 63 Jahren.
Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Die Rente mit 63 war eine makroökonomische Fehlentscheidung, weil sie dem Arbeitsmarkt zu viele gut ausgebildete Facharbeiter entzieht. Ein Gastbeitrag.
Mehr Menschen wollen früher in Rente: Die Kosten für die abschlagsfreie Rente mit 63 sind einem Medienbericht zufolge deutlich höher als erwartet.
Der Streit um die Alterssicherung der Deutschen geht weiter. Die Vorstellungen klaffen teils weit auseinander.
3,5 Millionen Menschen nehmen derzeit die Rente mit 63 in Anspruch – deutlich mehr, als von der Bundesregierung erwartet. Für die Rentenfinanzierung ist das problematisch.
In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehen deutlich mehr Menschen vorzeitig in Rente als im Westen. Die Arbeitgeber sind nicht begeistert.
Die von der schwarz-roten Koalition beschlossene „Rente mit 63“ kostet mehr Milliarden als veranschlagt. Und das ist noch nicht alles.
Die Rente mit 63 sollte Menschen unterstützen, die nicht mehr bis zur regulären Altersgrenze arbeiten können. Doch das System funktioniert nicht.