Im Strudel der Niedrigzinsen
Heikles Unterfangen: Die Frankfurter Volksbank plant Negativzinsen für ihre Neukunden. Dadurch könnte sie zwar opportunistische Anleger abwehren, aber viele langjährige Kunden verlieren.
Heikles Unterfangen: Die Frankfurter Volksbank plant Negativzinsen für ihre Neukunden. Dadurch könnte sie zwar opportunistische Anleger abwehren, aber viele langjährige Kunden verlieren.
Unsere Altersvorsorge benötigt eine Reform, die Lösung liegt am Kapitalmarkt. Andere Länder machen es uns vor: Die Schweden sind ein Volk von Aktionären geworden – und profitieren sehr davon. Ein Gastbeitrag.
Das viele billige Geld der Europäischen Zentralbank hat nicht nur positive Effekte. Die Altersvorsorge leidet, auch Immobilienmärkte könnten destabilisiert werden. Diese Erkenntnis setzt sich zunehmend in der Notenbank durch.
Die Staatsbank will erstmals Kredite mit Negativzinsen vergeben. Profitieren sollen Privatleute, Mittelstand und Kommunen. Bis die Negativzinsen beim Endkunden ankommen, könnte es allerdings noch dauern.
Die Niedrigzinsen zwingen institutionelle Investoren, sich mit alternativen Investments zu beschäftigen. Nicht alle tun es gern. Private-Equity-Spezialisten profitieren davon.
Die ersten Banken reagieren auf die Entscheidung der EZB, die Zinsen weiter ins Negative zu senken. Andere Institute zögern offenbar noch – obwohl der Druck auf die Kredithäuser steigt.
In der deutschen Kreditwirtschaft dürfte das Tabu negativer Zinsen für Sparer fallen, sollte das Zinsumfeld noch tiefer in den Minusbereich sinken.
Die niedrigen Zinsen machen auch vor den Kirchen nicht halt. Sie versuchen, dem entgegenzusteuern – doch auf Kirchensteuern schielen oder gar Schulden machen geht nicht.
Die Zinsen sind niedrig wie nie. Für die Banken sind die Negativzinsen ein schlechtes Geschäft – und die konservativen Kunden lassen sich nur schwer von alternativen Anlegevarianten überzeugen.
Die Zinsen sind niedrig wie nie, trotzdem bezeichnen sich viele Deutsche als „Schuldenvermeider“. Nur für Immobilien nehmen sie fleißig Kredite auf, was der Finanzaufsicht Sorgen macht.
Das teilstaatliche Kreditinstitut gewinnt neue Kunden, stellt aber sein Gewinnziel in Frage. Ab Herbst soll eine neue Strategie vorgestellt werden – schon wieder.
Sparkassen und Banken kritisieren die Notenbank für ihre Signale, die Geldpolitik weiter zu lockern. Gleichzeitig hoffen sie auf Rabatte beim Strafzins auf ihre EZB-Einlagen.
Die CDU-Vorsitzende stützt im F.A.Z.-Interview Christine Lagarde und Ursula von der Leyen. In der Geldpolitik hat sie ziemlich klare Vorstellungen für die Zukunft.
Früher waren sie Steuersparmodelle, heute sind geschlossene Immobilienfonds Renditeobjekte mit Tücken und hohen Risiken. Die schlimmsten Auswüchse aber scheinen bereinigt.
Die Pensionskasse der Caritas hat die lang anhaltende Niedrigzinsphase und die steigenden Lebenserwartungen in Tarifkalkulationen zu wenig berücksichtigt. Das hat nun massive Folgen für viele Versicherte.
Seit 1995 haben Edelsteine jährlich einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 8 Prozent verzeichnet. Nun wirbt der erste Farbedelsteinfonds um Anleger.
Das niedrige Zinsniveau in Europa schade den deutschen Sparern, heißt es. Aber es sind nicht nur die Deutschen, die zu leiden haben. Fondsmanager haben noch eine andere Befürchtung.
Angela Merkel hofft, dass niedrige Zinsen keine Dauererscheinung sind. Grund genug, die Banken zu fragen: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Zinsen für immer so niedrig bleiben?
Sparer werden weiterhin kaum Zinsen bekommen. Für Baukredite hingegen könnten die Zinsen noch etwas sinken. Was die EZB-Ratsentscheidung für die Verbraucher bedeutet.
Bis zum Jahresende wird es keine Zinswende im Euroraum mehr geben. Die Anleger freuten sich zunächst. Dann gaben die Kurse nach. Wissenschaftler überrascht der Zeitpunkt und das Ausmaß des neuen Kreditprogramms.
Weg von den Niedrigzinsen, hin zu Aktien. In Deutschland ist die Zahl der Aktionäre deutlich gestiegen. Fonds sind dabei beliebter als Direktinvestments.
In Amerika ist die zunehmende Konzentration in vielen Branchen ein unter Ökonomen viel diskutiertes Thema. Eine neue Arbeit postuliert, dass der niedrige Zins die Konzentration befördert.
Der politische Umgang mit dem Niedrigzins ist kompliziert. Das zeigt der Umgang mit Lebensversicherungen in den vergangenen Jahren auf.
Selbst superreiche deutsche Unternehmerdynastien sind in Zeiten der Niedrigzinsen arm dran: Sie sortieren sich neu und suchen nach attraktiven Kapitalanlagen. Die aber sind rar.
Die Mehrheit im EZB-Rat will nur im Kriechtempo aus der ultralockeren Geldpolitik aussteigen. Dabei nehmen die Risiken durch die Billiggeldschwemme stetig zu. Ein Kommentar.
Seitdem die Zinsen exorbitant niedrig sind, herrscht bei Inhabern von Kapitallebensversicherungen Verunsicherung. Doch bevor man übereilt handelt, sollte man sich das Problem klar machen.
Wer spart, verliert Geld – es war keine gute Nachricht für die Deutschen. Ein Portfolio-Manager sagt jetzt: Die Deutschen nehmen sich nicht genug von dem Reichtum, den die Globalisierung ihnen bringt.
Sehr profitabel und effizient präsentiert sich der Verbund der Volksbanken. Sorgen bereiten aber Niedrigzinsen und Regulierung.
In Zeiten von Niedrigzinsen ist oft von der Enteignung der Sparer die Rede. Unter den Verbrauchern gibt es aber auch Gewinner der aktuellen Geldpolitik.
Die Niedrigzinsen kann auch das Finanzamt nicht ignorieren. Dessen Verzugszinsen seien verfassungswidrig hoch, befand jetzt der Bundesfinanzhof. Der Gesetzgeber müsse handeln.
Freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung rechnen sich aktuell nicht nur für Frührentner. Auch Selbständige, Hausfrauen und -männer oder Beamte profitieren.
Italien ist hochverschuldet. Nur die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank hält das Land noch am Leben.
Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank wird in Deutschland von den Sparern weithin verdammt. Man kann dies aber auch anders sehen.
Banken und Sparkassen haben sich jüngst einiges einfallen lassen, um die Gebühren zu erhöhen. Das zahlt sich offenbar aus. Und diese Einnahmen könnten künftig noch steigen.
Der Bundesfinanzhof reagiert nicht auf die Niedrigzinsen und hält am hohen Zinssatz für Steuerschulden fest. Kritiker sehen darin eine Ungleichbehandlung.