Paris sieht einen Sieg Sarkozys
Der Rettungsfonds EFSF bekommt zwar keine Banklizenz, aber das Rettungsvolumen wird mittels Hebel stark ausgeweitet. Frankreichs Regierung ist zufrieden und sieht sich als Taktgeber in der EU.
Der Rettungsfonds EFSF bekommt zwar keine Banklizenz, aber das Rettungsvolumen wird mittels Hebel stark ausgeweitet. Frankreichs Regierung ist zufrieden und sieht sich als Taktgeber in der EU.
Die Regierungen erwarten von der EZB noch mehr Krisenhilfe. Die Staatsnähe hat der scheidende Präsident Trichet zu verantworten. Sie ist für seinen Nachfolger Draghi eine schwere Hypothek.
Die Staats- und Regierungschefs haben eine höhere Eigenkapitalquote für Banken beschlossen. Bis Mitte nächsten Jahres sollen die Institute ihr Kernkapital auf neun Prozent aufstocken.
Die EZB will die Sondermaßnahmen für das Finanzsystem fortsetzen. Der künftige Präsident Draghi bezeichnete zudem die Lage in Italien als dramatisch. Vor allem sein Heimatland müsse in der Krise handeln.
Eifrig kämpft Lega Nord-Chef Bossi gegen die Reform des Rentensystems und verteidigt den Traum vom frühen und auskömmlichen Ruhestand so vehement, dass daran die Regierung zerbrechen könnte.
Drei Italiener sitzen im EZB-Rat. Ministerpräsident Berlusconi fordert Direktor Bini Smaghi auf französischen Druck hin zum Rücktritt auf - und scheint mit seinem Latein am Ende.
Mit dem Kandidaten Ignazio Visco hatte niemand gerechnet - doch nun findet der Name viel Zustimmung in der Debatte um das Amt des italienischen Notenbankgouverneurs.
Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat überraschend Ignazio Visco zum neuen Chef der italienischen Zentralbank und Nachfolger von Mario Draghi bestimmt. Der 61 Jahre alte Banker war unter anderem von 1997 bis 2002 Chefökonom der OECD.
An diesem Mittwoch wird Jean-Claude Trichet offiziell verabschiedet, ab November ist der Italiener Mario Draghi Präsident der Europäischen Zentralbank. Er übernimmt eine Bank, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.
Ein geheimer Brief vom EZB-Präsidenten und seinem Nachfolger an die italienische Regierung führt in Italien zu neuen Vorwürfen an die Regierung Berlusconi und zugleich zu peinlicher Betroffenheit bei der Opposition.
tp. ROM, 29. September. Um die Bestellung des künftigen italienischen Notenbankgouverneurs ist offener Streit auf der politischen Bühne in Rom entbrannt. Bereits für den Abend des vergangenen Mittwochs war die Nominierung von Fabrizio ...
"Die Herabstufung der Kreditratings reflektiert die schlechteren Wachstumsaussichten und unsere Einschätzung, dass die politischen Differenzen die Fähigkeit der Regierung begrenzen, auf Herausforderungen zu reagieren." "Die Einschätzung ...
Auf dem Boulevard hat Mario Draghi schon eine beachtliche Karriere hinter sich. Noch im Februar unkte Deutschlands auflagenstärkste Zeitung: "Mamma mia, ein Italiener an der Spitze der Europäischen Zentralbank".
ruh. FRANKFURT, 5. September. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in der vergangenen Woche die Intervention auf dem Markt für Staatsanleihen verdoppelt. Sie gab an den fünf Handelstagen von Donnerstag bis vergangenen Mittwoch 13,3 Milliarden Euro für Titel finanzschwacher Euroländer aus.
Kurz vor seinem Wechsel zur EZB hat der Notenbankgouverneur Italien zu einem neuen Sparpaket gezwungen. Viele Politiker sind wütend: Der Koalitionspartner von Ministerpräsident Berlusconi, die populistische Regionalpartei Lega Nord, beschuldigt Draghi offen, er betreibe den Sturz der Regierung.
ROM, 12. August. Silvio Berlusconi hat sich wieder ins Zentrum der italienischen Politik gerückt. Vor Tagen schien es noch, als stehe der italienische Ministerpräsident teilnahmslos im Schatten der Ereignisse.
Italiens Notenbankgouverneur Mario Draghi hat zusammen mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, den Italienern die bittere Medizin eines zusätzlichen Sparpakets verordnet.
Jean-Claude Trichet scheidet im Herbst nach acht Jahren als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. Er hinterlässt seinem Nachfolger Mario Draghi ein Erbe mit Risiken und Nebenwirkungen.