Die EZB sollte nicht reagieren
In Deutschland rutscht die Inflation ins Negative, europaweit ist sie nur leicht positiv. Grund zum Handeln für die Europäische Zentralbank?
In Deutschland rutscht die Inflation ins Negative, europaweit ist sie nur leicht positiv. Grund zum Handeln für die Europäische Zentralbank?
Wie schon der Bundestag, ist nun auch Finanzminister Scholz der Ansicht, dass die EZB die Verhältnismäßigkeit der Anleihekäufe hinreichend geprüft hat.
Die Gemeinschaftswährung gewinnt ungebremst an Wert und erreicht einen neuen Höchststand. Grund ist die Schwäche des Dollars.
Die Verbraucherpreise werden von der Mehrwertsteuersenkung gedrückt, nur Nahrungsmittel sind außergewöhnlich teuer. Ökonomen berechnen daraus: Gut die Hälfte der Steuersenkung sei von den Unternehmen an die Verbraucher weitergegeben worden.
Klimaschutz ist ein sehr wichtiges Thema. Aber Zweifel bleiben, ob die Europäische Zentralbank dafür wirklich die richtige Institution ist.
Kritisiert, angefeindet, klein geredet: Der Euro hatte es nicht leicht in den vergangenen Jahren. Ausgerechnet in der Corona-Krise erlebt er nun einen Höhenflug am Devisenmarkt.
Die Europäische Zentralbank fordert Kreditinstitute auf, bis 1. Januar 2021 auf Ausschüttungen an ihre Eigentümer und Aktienrückkäufe zu verzichten. Die Banken halten die Maßnahme für undifferenziert und überzogen.
Der frühere EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark spricht im Interview über die Anleihekäufe der Notenbank, das strittige Urteil des Verfassungsgerichts und neue Konflikte im Euroraum.
Die Geldmenge im Euroraum dehnt sich derzeit so stark aus wie zuletzt im Sommer 2008. Analysten hatten allerdings mit noch höherem Wachstum gerechnet.
Staatsschulden wirken vor allem in Krisen lähmend. Die Europäer brauchen daher eine sehr viel produktivere Wirtschaft. Mit den Milliarden aus Brüssel allein lässt die sich aber nicht erzeugen.
Das Geschäftsklima-Barometer des Münchener Ifo-Instituts legt den dritten Monat in Folge zu. Doch neben Ökonomen warnt auch die EZB eindringlich vor zu viel Euphorie.
Mit dem Wiederaufbaufonds entsteht in Europa ein neuer Gigant am Anleihemarkt. Die Schuldtitel der Europäischen Union können zum künftigen Referenzwert werden.
Leserbriefe zur EZB und das BVG +++ Werkverträge +++ Glinkastraße +++ Mohrenstraße +++
Seit Jahren bereiten sich Kroatien und Bulgarien darauf vor, EU-Vollmitglieder zu werden. Dafür haben sie sogar ihre Währungen an den Euro gebunden. Doch noch immer erfüllen die beide Länder die Kriterien nicht vollständig.
Europäische Unternehmen müssen in der Corona-Krise Ausschüttungen stärker kürzen als amerikanische. Das liegt an den Technologieunternehmen in den Vereinigten Staaten.
Nachhaltiges Wirtschaftswachstum hängt auch von der Bereitschaft nationaler Regierungen zu Strukturreformen ab, betont EZB-Präsidentin Lagarde. Auch deshalb ist Mark Ruttes Haltung ein gutes Zeichen.
Demonstrierende Klimaschutzaktivisten haben die EZB blockiert: Der Protest richtete sich gegen die Geldpolitik und verlief friedlich.
Derzeit ist noch unsicher, wie sich die Konjunktur nach der Corona-Pandemie entwickeln wird. Auch die finanzpolitischen Weichenstellungen im Euroraum stehen noch aus. Die Geldpolitik verharrt erst einmal in Warteposition.
Die Wirecard-Affäre wird auch der Finanzaufsicht Bafin angelastet. Ihr Präsident Felix Hufeld räumt Fehler ein, aber weist die alleinige Verantwortung von sich.
Beilegung des Streits um EZB-Urteil des BVerfG +++ Kapitalflucht +++ Putins Rhetorik +++
Nach Einschätzung der SRB-Chefin Elke König sollten die Finanzinstitute ein „mildes Covid-19-Szenario“ ohne Schwierigkeiten überstehen können. Für ihre Behörde bedeute das „business as usual“ in ungewöhnlichen Zeiten.
Die rekordhohe Mittelaufnahme bietet Anlass zur Sorge. Deutschland ist hier vorne dabei: Volkswagen ist der am höchsten verschuldete Konzern der Welt.
Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW hat das Eurosystem die Schlüsselrolle in der Staatsfinanzierung übernommen. Damit sei es nun nicht mehr möglich, eine Umschuldung gegen den Willen der EZB durchzusetzen.
Darstellung der aktuellen Target-2-Salden +++ Neue Fernfahrer-Regeln +++ Das Flugzeug als Angstraum
Die europäische Währungsunion könnte bald größer werden. Die zuständigen Gremien haben beschlossen, Bulgarien und Kroatien in einen Wechselkursmechanismus aufzunehmen. Bis dort der Euro gelten kann, dauert es aber noch etwas.
Sind es Kredite? Sind es bloße Verrechnungssalden? Sind sie eine Gefahr, weil sie so hoch sind? Nachdem der Target-Saldo der Bundesbank 995 Milliarden Euro beträgt, nehmen die Diskussionen wieder zu. Anmerkungen zu einem komplexen Thema.
Verhielte sich der EuGH so konstruktiv wie die EZB, würde er die europäische Rechtskultur fördern.
Die Forderungen der Bundesbank aus dem Zahlungsverkehrssystem Target 2 haben sich auf 995 Milliarden Euro erhöht. Im Gegenzug erreichen die Verbindlichkeiten der italienischen Notenbank ebenso einen Rekordstand.
In den vergangenen Jahren ist die Bedeutung der Eurogruppe stark gesunken. Ist das bedauerlich – und unumkehrbar?
Der Skandal um den Dax-Konzern soll eine EU-weite Aufsicht über Zahlungsdienstleister zur Folge haben. Zudem soll die Börsenaufsicht wie das amerikanische Vorbild SEC schlagkräftiger werden. Die Zentralisierung der Aufsicht zeigt sich auch an anderen Stellen.
Der frühere Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret fordert einen Umbau der Finanzaufsicht in Anlehnung an die schlagkräftige amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC. Doch das System lässt sich nicht einfach kopieren.
Das amerikanische Pendant zu Target 2 wird wie in Europa offenbar stark durch die Anleihekäufe der Zentralbank Fed beeinflusst. Doch die Unterschiede zum Euro-System sind wesentlich.
Wer schon lange Aktien der Commerzbank hält, hatte viel zu leiden. Der Doppelrücktritt vom Freitagabend sorgte an der Börse zunächst für Euphorie.
Die Europäische Zentralbank muss unabhängig sein. Aber von wem? Die Frage, wie das zukünftige Mandat aussehen soll, braucht eine neue Antwort. Gastbeitrag eines Wirtschaftshistorikers.
John Greenwood sieht die Reaktion der Staaten auf die Corona-Krise positiv. Der Invesco-Chefvolkswirt empfiehlt den Zentralbanken, die Zinsen wieder zu normalisieren.
Der deutsche Saldo im Target-2-System liegt deutlich höher als vor der Corona-Krise. Vor allem im März gab es einen Sprung. Warum, erklärt eine neue Studie.