Börsen zeigen sich leicht positiv
Am Tag vor der nächsten Geldspritze der EZB tendieren die Aktienmärkte etwas freundlicher. Und Italien kann sich weiter günstiger Geld leihen.
Am Tag vor der nächsten Geldspritze der EZB tendieren die Aktienmärkte etwas freundlicher. Und Italien kann sich weiter günstiger Geld leihen.
Portugal kann nach Angaben der Regierung mit der nächsten 14,6-Milliarden-Tranche aus dem Rettungspaket rechnen. Das hochverschuldete Land rutscht aber noch tiefer in die Rezession.
Das zweite Langfristgeschäft der EZB steht an. Erwartet wird, dass die Nachfrage abermals groß sein wird. Die Banken kaufen fleißig Staatsanleihen.
Europas Schuldenkrise ist nach Griechenlands Umschuldung nicht beendet. Neue Hilfsrunden und eine weitere Geldschwemme der EZB stehen bevor.
Wie brisant sind die 500 Milliarden Euro schweren Target-Forderungen der Bundesbank? Die Europäische Zentralbank sieht keine Risiken. Ifo-Präsident Sinn, der die Salden „entdeckt“ hat, widerspricht vehement - und zeigt Lösungen auf.
Durch die überraschende Kapitalerhöhung und die unsicheren Gewinnaussichten sind weiterhin hohe Kursschwankungen wahrscheinlich.
Die EZB wird den Banken zum zweiten Mal Geld für die ungewöhnliche lange Laufzeit von drei Jahren anbieten. Bankanalysten erwarten eine große Nachfrage.
Das Gesamtvolumen des Hilfspakets wird in mehreren Tranchen ausbezahlt. Vor jeder Auszahlung wird von der Troika (EU, EZB, IWF) geprüft, ob Griechenland Fortschritte macht.
In der Schuldenkrise hat die Europäische Zentralbank zu bisher beispiellosen Maßnahmen gegriffen. Der neue Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, will sich aber nicht in die Rolle einer europäischen Rettungsinstitution drängen lassen.
In der Euro-Rettung herrscht blinder ökonomischer Idealismus. Alle Länder werden über einen Leisten geschlagen. Davon, dass in Wahrheit der Steuerzahler die Banken rettet, schweigt die Politik.
Am Tag vor einer weiteren langfristigen Liquiditätsspritze der EZB kaufen Anleger wieder Aktien. Bayer leiden unter schwächer als erwarteten Zahlen.
Der anhaltend hohe Ölpreis belastet den deutschen Aktienmarkt am Montag. Der Atomkonflikt mit dem Iran nährt die Furcht vor einem Ölpreisschock.
Griechenland wird vorerst gerettet, doch der Preis dafür ist hoch: Sowohl die privaten Gläubiger als auch die Steuerzahler müssen viele weitere Milliarden in den Wind schreiben.
Einigung in letzter Minute: Griechenland erhält ein zweites Hilfspaket und entgeht damit dem Staatsbankrott. Private und öffentliche Gläubiger müssen auf noch mehr Geld verzichten als zunächst geplant.
Die Euro-Finanzminister ringen um eine Einigung auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland. Es gibt noch einige offene Fragen. Doch selbst mit der Freigabe des Pakets ist die Krise längst noch nicht ausgestanden.
Die Occupy-Bewegung besetzt weiter den Platz vor der Europäischen Zentralbank. Doch ihr Schwung verliert sich. Die Camper sind gegen vieles und wollen alles besser haben. Aber sie wissen nicht, wie.
Selten hat ein abstrakter Notenbankmechanismus in Deutschland so viel Aufmerksamkeit erregt wie die Target2-Salden des Eurosystems. Insbesondere Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn schlägt Alarm. Ulrich Bindseil von der EZB widerspricht ihm fundamental. Ein Standpunkt.
Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat die EU-Mitgliedsländer dazu aufgefordert, den ständigen Euro-Rettungsschirm ESM mit mehr Mitteln auszustatten.
Vor dem Treffen der Eurogruppe muss Griechenland noch immer offene Fragen beantworten. Diplomaten sagten, wenn es an diesem Montag keine Einigung gebe, sei eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands nicht mehr zu vermeiden.
Wenn in Griechenland in Kürze der Schuldenschnitt vollzogen wird, ist die EZB fein raus. Ein juristischer Trick schützt die Bilanz der Zentralbank. Mitten im Spiel werden einfach die Regeln geändert.
Für den Ökonomen Hans-Werner Sinn ist der Zug in Richtung Transferunion abgefahren. „Die Rettungsschirme werden in Kürze verbraucht sein“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z. Im Endeffekt würden dreieinhalb Billionen Euro Staatsschulden der Südländer vergemeinschaftet.
Wie kann die Europäische Zentralbank ohne Verluste die griechische Umschuldung bewältigen? Mit einem Trick hat sich die EZB gerade abgesichert. Doch im Rat der Zentralbank gibt es Zweifel, ob das die richtige Lösung ist.
Banken befürchten langfristig negative Folgen: Private Gläubiger fallen durch griechische Vorzugsbehandlung der Europäischen Zentralbank auf Nachrangstatus.
Die Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigen sich am Freitag zuversichtlich, dass das Rettungspaket für Griechenland bald in trockenen Tüchern ist. Der Dax legte um 0,8 Prozent auf 6807 Zähler zu.
Von privaten Gläubigern Griechenlands wird ein zwangsweiser Schuldenschnitt verlangt. Damit die EZB davon verschont bleibt, wird jetzt zu einem Trick gegriffen: Die Griechen vergeben für die von Notenbanken gehaltenen Anleihen neue Wertpapiernummern.
Mit immer mehr Geld wollen die Notenbanken die Lage stabilisieren. Über Umwege kommt ein Teil der Liquidität bei den Börsen an und treibt die Kurse.
Am 29. Februar können sich Banken abermals mit dem zweiten 3-Jahres-Tender der EZB billiges Geld leihen. Doch die EZB-Politik nimmt Banken den Anreiz, sich selbst um Zugang zum Kapitalmarkt zu bemühen.
Ein Grundpfeiler der Europäischen Währungsunion wird eingerissen, wenn die nationale Autonomie in der Finanz- und Wirtschaftspolitik eingeschränkt wird. Die demokratische Legitimation ist dann unzureichend gesichert.
Der IWF schlägt angeblich eine Einbindung der EZB in den Schuldenschnitt für Griechenland vor, die EU will angeblich die Zinsen für Hilfskredite auf unter 4 Prozent senken und EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen fordert mehr Mittel für den ständigen Rettungsschirm ESM. Japan verzeichnet im Januar ein Handelsbilanzdefizit, UPS will TNT Express schlucken, die IKB bleibt in der Krise und China Railway plant einen Börsengang in Schanghai und Hongkong.
Die Europäische Zentralbank versucht offenbar, mit einem Anleihetausch Verluste durch eine Umschuldung griechischer Staatsanleihen zu vermeiden. Auf Unternehmensebene hat Lanxess Spekulationen über eine Fusion mit Evonik zurückgewiesen und der amerikanische Chipausrüster Applied Materials gibt sich optimistisch. Die Deutsche Telekom will offenbar das Geschäft mit Cloud-Diensten ausweiten und Air Liquide strebt auch für 2012 ein Gewinnplus an. Der Spezialpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum konnte unterdessen die Erwartungen nicht ganz erfüllen.
Das griechische Parlament hat den von EU, EZB und IWF geforderten Sparmaßnahmen zugestimmt und damit eine wichtige Voraussetzung für weitere Finanzhilfen erfüllt. In Athen kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Verletzte, Dutzende Gebäude gingen in Flammen auf.
Griechenlands Zahlungsunfähigkeit dürfte ein weiteres Mal aufgeschoben werden. Dennoch ist das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum wahrscheinlicher geworden.
Bei den größten Demonstrationen seit 30 Jahren haben zehntausende Menschen in Lissabon gegen das Sparprogramm der Regierung demonstriert. In wenigen Tage wird die Troika aus IWF, EZB und EU zur Kontrolle der Umsetzung der Sparmaßnahmen in Portugal erwartet.
Noch nie sind Deutschlands Aktien so stark in ein Jahr gestartet wie jetzt. Übertrieben ist das nicht. Denn die Sorgen vor Rezession und Euro-Krise sind gesunken.
Das Sparprogramm für Griechenland hat abermals Proteste ausgelöst: Mehrere Tausend Demonstranten versammelten sich in Athen und Thessaloniki. Die Parteichefs des Regierungslagers beschworen ihre Abgeordneten, am Sonntag für die Maßnahmen zu stimmen.
Griechenlands Finanzminister Venizelos hat das neue Sparprogramm seiner Regierung in Brüssel als „stark und glaubwürdig“ gepriesen. Seine Kollegen im Euroraum wollten ihm indes nicht recht glauben und verweigerten dem taumelnden Land schnelle Zusagen. Den hehren Worten müssten zunächst Taten folgen.