Brasilien verlangt Reformen von Europa
Plötzlich ist Europa auf die Schwellenländer angewiesen: Die EU hofft auf Krisengeld von Brasilien, China und Indien - doch die verlangen im Gegenzug einen Umbau des Internationalen Währungsfonds.
Plötzlich ist Europa auf die Schwellenländer angewiesen: Die EU hofft auf Krisengeld von Brasilien, China und Indien - doch die verlangen im Gegenzug einen Umbau des Internationalen Währungsfonds.
Obwohl die neuen Anleiheauktionen gelingen, fürchten viele Anleger eine größere Krise Spaniens. Das lässt den Aktienmarkt auf rekordnahe Tiefstände sinken.
Die führenden Forschungsinstitute sehen die deutsche Wirtschaft trotz der Euro-Schuldenkrise im Aufwind. Im nächsten Jahr trauen sie der Wirtschaft sogar einen Zuwachs von 2,0 Prozent zu.
Deutlicher kann man es kaum formulieren: In ihrem Frühjahrsgutachten warnen die großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, dass „Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der EZB auf dem Spiel stehen“. Deutliche Worte finden sie auch zur deutschen Finanzpolitik.
Die Stadt Frankfurt hat die Genehmigung für das Occupy-Camp in der Innenstadt nach Gesprächen mit dem Veranstalter verlängert. Allerdings muss die Entsorgung geklärt werden.
Viele Investoren fürchten einen höheren Kapitalbedarf für spanische Banken als bisher geschätzt. Die Bundesbank spricht sich allerdings gegen Hilfen aus. Auch die Bundesregierung sieht keinen Bedarf.
Wenn eine kreditfinanzierte Blase platzt, müssen Unternehmen und Privatpersonen oft sparen. Richard Koo nennt das Bilanzrezession. In ihr gelten traditionellen Weisheiten nicht mehr.
Am Donnerstag übergeben acht Wirtschaftsforschungsinstitute der Bundesregierung das Frühjahrsgutachten. Darin zeichnen sie ein günstigeres Bild der deutschen Konjunktur, haben nach F.A.Z.-Informationen aber zugleich große Sorge um die Glaubwürdigkeit der Europäischen Zentralbank.
Investoren legen vor allem in Kupfer, Gold und Öl mehr Kapital an. Im ersten Quartal stieg das weltweit verwaltete Vermögen auf Rekordhöhe.
Trotz zahlreicher Beschwerden über die Zustände im Camp wird die Stadt Frankfurt die Genehmigung für das Lager möglicherweise noch einmal verlängern.
Seit Wochen warnen einige Ökonomen vor Milliarden-Risiken in der Bilanz der Deutschen Bundesbank im Rahmen des Zahlungsverkehrssystems Target. Jetzt hat ein Jurist den Vorstand der Bundesbank wegen Untreue angezeigt.
Die Wirtschaftsprognosen fallen wieder optimistischer aus: Der Internationale Währungsfonds korrigiert seine Wachstumserwartungen leicht nach oben, auch der ZEW-Indikator steigt. Beide Organisationen sehen aber noch deutliche Risiken.
Einen Bonus als Staatsmann hat Nicolas Sarkozy im Wahlkampf nie gehabt. Ihm schadet, dass die Franzosen seine Sprunghaftigkeit im Amt schon kennen. Vor seiner Angriffslust ist dabei nicht einmal die eigene Europapolitik sicher.
Vor allem die Lage in Spanien besorgt Christine Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds. Im Gespräch mit der F.A.Z. spricht sie über ihre ernste Befürchtung, dass die Banken dort nicht „hinreichend kapitalisiert sind“.
Für Stefan Kreuzkamp von der Fondsgesellschaft DWS ist der Renditeanstieg in Spanien eine Art Wiederkehr der Realität. Alleine mit Bundesanleihen ließen sich aber keine attraktive Rendite erzielen.
Für Spanien wird es an den Finanzmärkten immer enger. Das Vertrauen der Anleger schwindet, das Land muss seinen Gläubigern inzwischen mehr als 6 Prozent Zinsen bieten. Damit nähert sich Spanien dem Niveau, an dem Griechenland, Portugal und Irland Hilfe suchten.
Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, schraubt nach Informationen der F.A.Z. ihre Forderung nach mehr Geld zur Erhöhung der „Feuerkraft“ zurück. Unterdessen pocht EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen auf konkrete Zusagen für weitere Gelder.
Schwächeres Wirtschaftswachstum in China, schlechterer Arbeitsmarktbericht in Amerika - schon weicht die Euphorie der Verunsicherung. Die Korrektur dürfte nicht von Dauer sein.
Andreas Höfert, Chefvolkswirt der UBS, im Gespräch über die ungelösten Probleme in Europa, seine Angst um Spanien und die Zukunft des Schweizer Franken.
Ausgerechnet die Beschäftigten der EZB fordern Pensionen mit Inflationsschutz. Der Glaube an das Stabilitätsversprechen der Zentralbank scheint bei den eigenen Mitarbeitern zu bröckeln.
Enttäuschende Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und China sowie Sorgen um Spanien haben dem Dax den größten Wochenverlust in diesem Jahr eingebracht.
Auf der INET-Konferenz in Berlin denken Ökonomen über ihre Paradigmen nach. EZB-Chefvolkswirt Jörg Asmussen verteidigt die alte EZB-Politik. Von Alexander Armbruster
Die EZB warnt vor wachsenden Gefahren, die aus Rettungsmaßnahmen entstehen. Bankengarantien und EFSF-Gelder könnten die deutsche Schuldenquote um elf Prozent steigern. Davon profitieren japanische und amerikanische Institute.
Die Aktienindizes Euro Stoxx 50 und Dax haben am Donnerstag den zweiten Tag zugelegt. Die Kurse stützte, dass Italien beim Verkauf von Anleihen 4,9 Milliarden Euro erlöste.
Die Euro-Sorgenkinder Spanien und Italien müssen wieder höhere Zinsen zahlen, wenn sie sich Geld leihen. Die EZB erwägt nun wieder, spanische Anleihen zu kaufen.
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch nach seinem Kursrutsch stabilisiert. Stützend wirkte der positive Auftakt der amerikanischen Berichtssaison.
Nach seinem deutlichen Kursanstieg vom Vortag ist dem Dax am Mittwoch die Puste ausgegangen. Der Leitindex verlor in den ersten Minuten 0,3 Prozent auf 6780 Zähler.
In der Hoffnung auf eine erfolgreiche Auktion spanischer Anleihen haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zur Handelseröffnung aus der Deckung gewagt.
Sorgen um die Finanzstabilität Spaniens haben die Anleger am Montag vom deutschen Aktienmarkt ferngehalten. Der Dax verlor in den ersten Minuten 0,4 Prozent auf 6556 Zähler.
Vor der Veröffentlichung des ZEW-Index hat sich der Dax am Dienstag kaum bewegt. Der Leitindex notierte zu Handelsbeginn leicht im Plus.
Die Forderungen der Bundesbank gegenüber der Europäischen Zentralbank im Rahmen des Zahlungsverkehrssystems „Target II“ haben im März beschleunigt zugenommen.
Enttäuschende Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag nach dem langen Osterwochenende tief ins Minus gedrückt.
Die Geldschwemme der Notenbanken hat die Lage auf den Märken beruhigt. Doch die Wirkung lässt nach. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Die amerikanische Ratingagentur Egan-Jones steht im Schatten der großen Konkurrenten. Agentur-Chef Sean Egan über die nächsten Pleiten, eine zweite Umschuldung für Athen und den Wettstreit mit Moody’s & Co.
Der Leitzins im Euro-Raum bleibt vorerst bei 1,0 Prozent. EZB-Präsident Draghi stellt sich auf eine länger anhaltende Inflation ein - und will vorerst nicht aus den Krisenmaßnahmen aussteigen.
Ein Londoner Ökonomen-Wettbewerb sucht nach Wegen aus der Währungsgemeinschaft. Unmöglich wäre das nicht - es gibt historische Beispiele für zerbrochene Unionen.