Aufruf gegen Räumung des „Occupy“-Camps
Das Zeltlager der kapitalismuskritischen „Occupy“-Anhänger vor der EZB in Frankfurt soll von Mittwoch bis Sonntag geräumt werden. Dagegen wehren sich nun Aktivisten der geplanten „Blockupy“-Tage.
Das Zeltlager der kapitalismuskritischen „Occupy“-Anhänger vor der EZB in Frankfurt soll von Mittwoch bis Sonntag geräumt werden. Dagegen wehren sich nun Aktivisten der geplanten „Blockupy“-Tage.
Die bislang erfolglosen Versuche zur Bildung einer Regierung in Griechenland haben am Montag erneut an den Nerven der Aktienanleger gezehrt. Außerdem drückte die Furcht vor einer weiteren Abkühlung der chinesischen Konjunktur auf die Stimmung.
Bundesbankpräsident Jens Weidmann beteuert: „Die Inflationsentwicklung wird in Deutschland nicht aus dem Ruder laufen.“ Doch der Druck auf die Bundesbank steigt, je mehr sich die Schuldenkrise durch das Euro-System frisst.
Schrecken ohne Ende oder lieber ein Ende mit Schrecken? Der Abschied Athens vom Euro würde Deutschland Milliarden kosten. Ein Verbleib in der Eurozone käme aber wohl noch teurer.
Die EZB steckt in der Falle: Erhöht sie die Zinsen, gefährdet sie die Südländer. Wenn nicht, ist unser Geld bald weniger wert.
Die Aktivisten sollen nun doch das „Occupy“-Camp verlassen. Zeugen werden nach Gewaltvorkommen bei „M31“ aufgerufen, sich zu melden.
Noch spricht viel dafür, dass die Griechen den Euro behalten. Weder sie noch andere Regierungen dürfte ein Austritt interessieren. Aber was geschieht, wenn sich das Blatt wendet?
Einige europäische Länder haben die Währungsunion als Paradies für Wohlstand ohne Anstrengung missverstanden. Doch ohne solide Staatsfinanzen und Strukturreformen geht es nicht. Die EZB kann die Probleme nicht lösen. Sie muss aufpassen, dass sie nicht den Boden der nächsten Krise bereitet.
Die Deutsche Bundesbank erwartet in den kommenden Jahren Teuerungsraten, die über dem Durchschnitt im Euroraum liegen. Finanzminister Schäuble hält bis zu drei Prozent für hinnehmbar.
In Athen läuft der dritte Versuch, eine Regierung zu bilden. Kaum jemand glaubt an einen Erfolg. Während der EFSF an diesem Donnerstag weitere 4,2 Milliarden Euro nach Athen überweist, steigt Analysten zufolge die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheidet.
Es wäre der Staatsbankrott Griechenlands: Die Bundesregierung schließt ein Ende der europäischen Hilfszahlungen an Athen nicht mehr aus. Unterdessen ist der Radikale Linke Alexis Tsipras mit der Regierungsbildung in Athen gescheitert.
Führende Politiker der Währungsunion stemmen sich gegen die Erpressungsversuche der griechischen Protestparteien. In Berlin baut man unterschwellig darauf, dass die Brandschutzmauern reichen, wenn das griechische Haus in Flammen aufgehen sollte.
Norwegens Ölfonds ist einer der größten Investoren der Welt. Wegen der Unsicherheit über den Euro schichtet er seine Anlagen um. Der Chefverwalter beklagt den Mangel an verlässlichen Regeln im Umgang mit der Schuldenkrise.
Die Zinsen für eine Kontoüberziehung sind in Deutschland mit über zehn Prozent am teuersten. Während Verbraucherschützer schimpfen, leitet Ministerin Ilse Aigner eine Untersuchung ein.
Die Wahlergebnisse sind so ausgefallen wie an den Märkten erwartet - und lösen weder Panik noch Jubel aus: Die einen geben Griechenland ohnehin verloren, andere hoffen auf positive Impulse aus Frankreich. Die Reaktionen im Überblick.
Die Stimmung in Europa kippt: Die Rosskur für die Schuldenländer macht alles nur noch schlimmer, sagen die Gegner des Sparens. Und empfehlen üppige Ausgabenprogramme.
In Südeuropa kippt die Stimmung: Immer lauter werden die Warnungen vor dem vermeintlichen „Kaputtsparen“. Doch wenn die Spar- und Reformbemühungen erlahmen, kann die Krise schlagartig eskalieren.
Die von den führenden Notenbanken betriebene expansive Geldpolitik führt insbesondere in Deutschland zu Inflationsängsten. Doch wie die Bank Sarasin erklärt, sind inflationsindexierte Anleihen derzeit kein besonders guter Inflationsschutz.
Der Zuspruch für das Frankfurter Occupy Camp bröckelt. Das Ordnungsamt reagiert immer strenger. Die Zahl der Untergruppen nimmt trotzdem beständig zu.
Als Lehre aus der Schuldenkrise hat EZB- Präsident Mario Draghi von der Politik eine Vision für Europa angemahnt. „Wir müssen einen Pfad für den Euro festlegen: Wo wollen wir in zehn Jahren stehen?“
Enttäuschende Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten sowie schwindende Zinssenkungsfantasien in Europa haben die Kurse der deutschen Aktien ins Minus gedrückt.
Beim einzigen direkten Schlagabtausch vor der französischen Stichwahl um das Präsidentenamt haben sich Herausforderer François Hollande und Nicolas Sarkozy nichts geschenkt. Das Verhältnis zu Deutschland in der Euro-Krise wird zum Streitfall.
Vor dem Arbeitsmarktbericht aus Amerika ist der Dax am Freitag mit einem Minus von 0,36 Prozent in den Handel gestartet. Die Anleger dürften vor dem Höhepunkt der Woche äußerst zurückhaltend agieren, hieß es am Markt.
Der Leitzins von einem Prozent dürfte nach der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank unverändert bleiben. Zu der in Barcelona stattfindenden Sitzung werden Demonstrationen erwartet.
Die deutschen Aktienmärkte starten nach guten Vorgaben aus den Vereinigten Staaten und Asien am Mittwoch im Plus. Im Fokus stehen auch die amerikanischen Arbeitsmarktdaten am Nachmittag, die für frische Impulse sorgen könnten.
Die deutschen Aktien sind mit festerer Tendenz in die verkürzte Woche gestartet. Gestützt wurde der Dax am Montagmorgen von deutlichen Kursgewinnen bei Adidas.
Bullen und Bären liefern sich einen heftigen Kampf. Keine der Parteien scheint derzeit in der Lage, die Oberhand zu gewinnen. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt.
Trotz neuer Verbündeter bleibt Bundesbankpräsident Jens Weidmann am Ende des ersten Amtsjahres in der Opposition. Seine Leistung liegt vor allem darin, was die EZB in den vergangenen zwölf Monaten nicht beschlossen hat.
Europa spart - so hieß es bisher, und die Deutschen waren froh darüber. Doch jetzt mehren sich die Stimmen, die vor „gnadenlosem Sparen“ in der Rezession warnen.
Die EU-Kommission hat den Streit über die Unabhängigkeit der ungarischen Zentralbank beendet. In den Vertragsverletzungsverfahren zur Justiz und zum Datenschutz hingegen klagt die Kommission gegen Ungarn.
Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, verteidigt die Aufstockung der Finanzen des Internationalen Währungsfonds und warnt vor Nebenwirkungen der langfristigen Ausleihungen der EZB.
Sorgen um die Konjunktur der Eurozone haben den deutschen Aktienmarkt am Montag deutlich ins Minus gedrückt. Der Dax rutschte nach der ersten Stunde um 2,2 Prozent auf 6604 Punkte ab.
Gold und Immobilien werden immer teurer. Es ist viel Geld in der Welt. Platzt bald die nächste Blase?
Die Griechen sind gerettet, der Höhepunkt der Krise ist überschritten: Das hatte EZB-Chef Mario Draghi vor vier Wochen verkündet. Jetzt zeigt sich: So leicht wird man diese Krise nicht los.
Norm Boersma, Fondsmanager bei Templeton, spricht über den besonderen Charme abgestürzter Aktien und seine Vorliebe für Europa.
Bundesbank-Präsident Weidmann warnt vor einer zu lockeren Geldpolitik der EZB. Die großzügige Liquiditätsversorgung dürfe nicht dazu führen, dass Regierungen notwendige Anpassungen aufschieben, sagte Weidmann der Sonntagszeitung.