Angst um Spanien wächst
Die spanische Bankia-Gruppe hat nach eigenen Angaben problematische Aktiva von rund 40 Milliarden Euro. Die Regierung signalisierte nun, die strauchelnde Bankengruppe über Staatsanleihen mit Kapital versorgen zu wollen.
Die spanische Bankia-Gruppe hat nach eigenen Angaben problematische Aktiva von rund 40 Milliarden Euro. Die Regierung signalisierte nun, die strauchelnde Bankengruppe über Staatsanleihen mit Kapital versorgen zu wollen.
Angesichts freundlicher Vorgaben aus Asien sind die europäischen Börsen am Dienstag mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Händler blieben angesichts der Krise in Spanien und Griechenland jedoch skeptisch.
Die Schuldenkrise eskaliert. Ein Staatsbankrott und der Euro-Austritt Griechenlands werden nicht mehr ausgeschlossen. Professor Bernd Lucke spricht im F.A.Z.-Interview über die Gelder an Griechenland und die Folgen der Rettungsschirmpolitik.
Die vier größten griechischen Banken haben eine zugesagte Geldspritze erhalten. Das Geld stammt aus dem Euro-Hilfsprogramm. Die griechischen Banken leiden auch darunter, dass etliche Griechen ihr Geld abheben oder in andere Länder überweisen.
Die Skepsis an den Kapitalmärkten gegenüber Spanien war noch nie so eklatant wie jetzt. Die neuen Pläne des spanischen Ministerpräsidenten Rajoy versprechen nur kurz- bis mittelfristige Liquidität.
Die bisherige Euro-Rettungspolitik kann die Krise nicht nachhaltig lösen. Auch Eurobonds und Inflation kommen nicht in Frage. Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft plädiert stattdessen für einen Vier-Punkte-Plan.
„Helft euch selbst“, blafft jetzt sogar IWF-Chefin Christin Lagarde die Griechen an. Ein Austritt aus dem Euro wird mit jedem Tag wahrscheinlicher.
Die EZB wünscht eine schlagkräftige europäische Bankenaufsicht als wachende Instanz für die Bankenunion. Somit soll die Kapitalflucht der Griechen und Spanier eingedämmt werden.
Auf dem EU-Gipfel in Brüssel streiten Frankreich und Deutschland über gemeinsame Anleihen der Eurostaaten: Bundeskanzlerin Merkel lehnt sie weiter ab. Frankreichs Präsident Hollande erneuerte seine Forderung nach Eurobonds.
Rund vier Wochen vor der Neuwahl stellt die Übergangsregierung in Athen die Spar- und Strukturreformen ein. In der Notenbank arbeitet man bereits an Notfallplänen für den Fall, dass der Staat die Eurozone verlässt.
Thilo Sarrazins Buch „Europa braucht den Euro nicht“ verleugnet die historischen Dimensionen Europas und bietet der Wirtschaftsunion keine Perspektiven.
Bis Ende Juli soll das Occupy-Camp vor der EZB in Frankfurt geräumt werden. Einige Vertreter der Aktivisten haben dem auch zugestimmt - ihre Vollversammlung hat sich aber noch nicht geäußert.
Käufe von Schnäppchenjägern geben den Aktienkursen Auftrieb. Die massiven Kursverluste der vergangenen Woche eröffneten Chancen für einen Einstieg, heißt es.
Die Analysten zahlreicher Banken fordern, die „Brandschutzmauer“ des europäischen Stabilisierungsfonds vor einem Griechenland-Austritt massiv zu erhöhen. Sogar die Einführung einer griechischen Parallelwährung zum Euro, dem „Geuro“, ist im Gespräch.
Nicht erst der Euro hat für ein Zusammenwachsen der europäischen Finanzmärkte gesorgt. Doch seit Beginn der Griechenland-Krise fällt Europa immer stärker auseinander.
Als wäre alles nur ein Spaß gewesen. Frankfurt kehrt nach den vier Tagen der Blockupy-Protesten zum Normalzustand zurück. Nun wird die Frage der Verhältnismäßigkeit diskutiert.
In seinem Krisenbuch, das er an diesem Dienstag vorstellt, legt sich Thilo Sarrazin mit großen Teilen der politischen Szene an, die alles für die Stabilisierung des Euro tun will. Im Interview stellt er sich den Fragen der F.A.Z.
Der Bankrott und das drohende Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum dominieren die Märkte. Noch immer fürchten viele Anleger Ansteckung auf den gesamten Euroraum. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt.
Über Monate haben Demonstranten vor der Europäischen Zentralbank gezeltet. Wochenlang hat Wibke Becker bei ihnen rumgehangen, Freud und Leid geteilt. Occupy von innen.
Blockupy hat Frankfurt den Rücken gekehrt. Am vierten und letzten Tag der Proteste gegen die Macht der Banken und die Sparpolitik in Europa demonstrierten mehr als 20.000 Menschen, fast durchweg friedlich.
Sparen oder Austreten: Bundesbankpräsident Jens Weidmann erinnert die Griechen im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass sie ihr Schicksal selbst bestimmen können.
In der Griechenlandkrise ist ein weiteres Tabu gebrochen: Erstmals hat ein EU-Kommissar zugegeben, dass sich die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission auf einen Austritt Athens aus der Eurozone vorbereiten.
Trotz eines gerichtlichen Demonstrationsverbots haben sich mehrere hundert Aktivisten der Blockupy-Bewegung in der Frankfurter Innenstadt versammelt. Die Polizei hat sich mit einem Großaufgebot darauf vorbereitet. Die Lage ist bislang weitgehend ruhig.
Negative Vorgaben aus den Vereinigten Staaten und Asien dürften den Dax am Freitag im Minus starten lassen. Die Furcht vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in Spanien hatte die Märkte dort deutlich ins Minus gedrückt.
Ihre Zelte vor der EZB mussten die Demonstranten vorübergehend aufgeben - nun campieren sie vor der Paulskirche und auf dem Römerberg.
Die Griechenland-Krise und die Ängste, die damit einhergehen, ziehen den Dax weiter nach unten. Seine Talfahrt seit Wochenbeginn setzte der Aktienindex mit gebremstem Tempo fort.
„Ziemlich bedröppelt wegen ihrer schmutzigen Anzüge“ waren mehrere Polizisten nach der Farbattacke bei der Räumung des Occupy-Camps in Frankfurt. Doch die Farbe ist schon Geschichte, zur Freude der Beamten.
Knisternde Atmosphäre zum Auftakt von Protesttagen gegen die Macht der Banken: In Frankfurt endet das erste Aufeinandertreffen zwischen Polizei und Demonstranten aber weitgehend friedlich. Die Großdemonstration am Samstag wird unter Auflagen zugelassen. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte aber das umfassende Verbot von Veranstaltungen durch die Stadt.
Vor den angekündigten Blockupy-Protesten in Frankfurt darf das Occupy-Zeltlager geräumt werden. Dies hat der Verwaltungsgerichtshof in einem Eilverfahren entschieden. Zudem verbot er alle Aktionen, die bis Freitag geplant sind.
Die Unsicherheit um den Kurs Europas in der Schuldenkrise hat den deutschen Aktienmarkt auch am Mittwoch im Griff. Für den deutschen Leitindex ging es in den ersten Minuten um 1,5 Prozent nach unten auf 6305 Punkte.
Die Blockupy-Protesttage sollen Frankfurts Finanzszene lahmlegen. Sie lähmen aber auch den Einzelhandel. Ladeninhaber rechnen mit Krawall und weniger Umsatz.
Die deutschen Aktienmärkte sind nach überraschend positiven Konjunkturdaten aus Deutschland im Plus gestartet. Anhaltende Sorgen vor einer Eskalation der Euro-Krise halten den Dax jedoch davon ab, größere Sprünge zu machen.
Die Blockupy-Proteste in Frankfurt weitgehend zu untersagen, ist von Realitätssinn getragen. Der Rechtsstaat muss es nur bis zu einem gewissen Maß aushalten, wenn man versucht, ihn auszuhebeln.
Das Frankfurter Verwaltungsgericht hat das städtische Verbot für viele Veranstaltungen der „Blockupy“-Aktionstage bestätigt. Eine für Samstag geplante Großdemonstration der Kapitalismusgegner dürfe allerdings unter Auflagen stattfinden.
Spanische Anleihen werden gemieden. Auch Aktienkurse und der Ölpreis geben nach. Gold hat als sicherer Hafen vorerst ausgedient. Bundesanleihen erreichen dagegen abermals ein Rekordhoch.
Bis zum späten Abend hat das Frankfurter Verwaltungsgericht am Montag darüber beraten, ob die sogenannten Blockupy-Proteste von Mittwoch an stattfinden dürfen.