Doppelwhopper
Während Journalisten im öffentlichen Rundfunk Griechenlands reihenweise ihren Job verlieren, stößt auf, dass die ARD in der „Tagesthemen“-Nachfolgefrage komfortabel selbst Proporz-Gründen folgen könnte.
Während Journalisten im öffentlichen Rundfunk Griechenlands reihenweise ihren Job verlieren, stößt auf, dass die ARD in der „Tagesthemen“-Nachfolgefrage komfortabel selbst Proporz-Gründen folgen könnte.
War die diesjährige Freiluft-Ausgabe von „Wetten, dass..?“ besonders peinlich? Eigentlich nicht. Aber die Buh-Rufe sprechen Bände. Und Markus Lanz kann sich nicht herausplaudern.
Ende des Jahres läuft der Vertrag mit den Protagonisten der Sendung „Neues aus der Anstalt“ aus. Beim Satireprogramm des ZDF plant man für die Zeit nach Urban Priol und Frank Markus Barwasser.
Thomas de Maizière konnte am gestrigen Mittwoch keiner entkommen. Am Abend versorgte der Verteidigungsminister hintereinander die Zuschauer von Erstem und Zweitem. Er nutzte die doppelte Bühne geschickt, um sich angesichts des Drohnen-Desasters zerknirscht, aber auch entschlossen zu präsentieren.
Der Schauspieler Martin Brambach ist eine Wucht, die Sozialkomödie „Neue Adresse Paradies“ wuppt er wie nix.
Warum er seine Talkshow abgibt, was er von der Konkurrenz hält, wie es weitergehen soll und woran er sich gern erinnert: Im Gespräch schaut Reinhold Beckmann nach vorn, zurück und zur Seite.
Unfassbar: Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten finanzieren sich mit Zwangsgebühren. Und trotzdem verraten sie nicht, was ihre Moderatoren verdienen.
Mit „Unheimliche Geschäfte - Die Skandale der Deutschen Bank“ zeigt das ZDF einen authentischen Film zur Finanzkriminalität. Er lebt von den Kommentaren vieler Experten. Leider wirkt er manchmal etwas künstlich.
Manfred Zapatka kraxelt als König Lear durch die Alpen: In „Der Tote im Eis“ probiert es Regisseur Niki Stein mit einer Mixtur aus Shakespeare und Geierwally. Also geht es auch nur halb gut.
Als Dienstälteste ihres Metiers im Fernsehen schreckt sie nichts, weder Europas Krise noch das vermaledeite „Kanzlerduell“. Maybrit Illner ist schon lange im Geschäft und weiß, mit schwierigen Situationen umzugehen.
Es gibt kein Grundrecht von Internetnutzern auf eine ungedrosselte Flatrate. Doch die Pläne der Telekom, ihre Pauschaltarife zu kontingentieren, sind trotzdem bedenklich. Damit nutzt sie ihre Marktmacht aus. Das könnte ein Fall für das Kartellrecht werden. Ein Gastbeitrag.
Zum wiederholten Mal hat des ZDF journalistisch gepatzt. Aktuell geht es um das „heute journal“ und den Vorwurf einer Hoeneß-Manipulation in einem CSU-Film. Immerhin: Claus Kleber entschuldigt sich.
Wieder sind im Taunus die oberen Zehntausend schrecklich zueinander: In „Eine unbeliebte Frau“ nach Nele Neuhaus trifft eine starre Handlung auf hilflose Schauspielkunst.
Schön viel Drama: „Tod in den Bergen“ im ZDF will moderner Heimatfilm, Ökothriller und Fernsehkrimi in einem sein. Das ist leider zu viel für diesen Streifen.
Während des Zweiten Weltkriegs war der Schauspieler Horst Tappert in der Waffen-SS. Jetzt reagieren die TV-Sender - nicht nur in Deutschland.
Die ARD-Journalistin Anne Will ist eine der wenigen Moderatorinnen, die sich für Politik interessieren. Deshalb gibt ihre Talkshow mehr her als die Sendungen ihrer Konkurrenz - das bewies sie auch mit ihrer Diskussion über Altersarmut.
Ist es rechtens, dass die GEZ-Nachfolgebehörde „Beitragsservice“ Daten der Meldeämter erhält, um Entrichter des neuen Rundfunkbeitrags zu ermitteln? Eine einstweilige Anordnung dagegen hat das Bayerische Verfassungsgericht jetzt abgelehnt.
Der letzte Auftritt eines großen Schauspielers: „Bloch. Die Lavendelkönigin“, von Dieter Pfaff meisterhaft gespielt, von Michael Verhoeven gedreht im vergangenen Sommer.
Auch in der schönsten bayerischen Biohof-Idylle steckt noch ein Beziehungsdrama: In dem Film „Tödliche Versuchung“ tötet ein Mann den Liebhaber seiner Frau. Und geht daran zugrunde.
Die Medienplätze beim NSU-Prozess werden verlost. Für die deutsche Tagespresse gibt es nur acht reservierte Plätze. Damit macht das Oberlandesgericht München das Verfahren endgültig zur Farce.
Die Geschichte der Ermittlungen zu Korruptionsfällen beim von ARD und ZDF gemeinsam geführten Kinderkanal Kika nimmt kein Ende. Jetzt greift der einstige Kika-Chef Kottkamp den MDR an.
Der Rundfunkbeitrag für ARD und ZDF soll sozial ausgewogen sein, ist aber hoch umstritten. Wieso muss etwa jemand zahlen, der weniger als das Existenzminimum hat?
Der deutsche Fernseh-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ hat in Polen eine heftige Debatte entfacht. Anlass ist vor allem die Darstellung der polnischen Heimatarmee.
Schweigen - das sei die Überlebensstrategie seiner Generation gewesen, schreibt unser Leser Hans Dieter Hartmann. Der Dreiteiler weckte viele Erinnerungen des ehemaligen Wehrmachtsoldaten. Auch wenn er sich das lieber erspart hätte.
Ein Chefredakteur des „Stern“ und das ZDF erinnern in einer ZDF-Dokumentation an die vermeintlichen Hitler-Tagebücher und deren mediale Ausschlachtung im Jahr 1983.
Zeit für die Unsterblichkeit: Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Körperoptimierung zur Obsession geworden ist. Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist gefährlich.
Der sonntägliche Sendeplatz um 22 Uhr ist dem ZDF sonst nur gut genug für internationale Spitzenkrimis. Mit den „Verbrechen nach Ferdinand von Schirach“ gibt es nun eine deutsche Serien-Premiere. Sehr zu Recht.
Am Talk-Fernsehen wird viel Kritik geübt. Häufig ist diese wohlfeil. Denn Talkshows können nicht besser sein als die Politik, sie müssen aber so bunt sein wie die Realität.
Die Serie heißt „Ein Fall für zwei“. Doch eigentlich ging es immer nur um einen: den Detektiv Matula. Den gibt Claus Theo Gärtner zum letzten Mal. Für die Zeit danach hätte er ein paar Ideen.
Biene Maja kehrt zurück ins deutsche Fernsehen - mit neuen Folgen und in computeranimierter 3-D-Optik. Wiederzuerkennen ist sie kaum.
Das ZDF wird fünfzig und probiert mal was Neues: In der Sitcom „Lerchenberg“ nimmt sich der Sender selbst auf den Arm. Und zeigt, was ein Altstar wie Sascha Hehn kann, wenn man ihn lässt.
Das ZDF wird fünfzig und probiert mal was Neues: In der Sitcom „Lerchenberg“ nimmt sich der Sender selbst auf den Arm. Und zeigt, was ein Altstar wie Sascha Hehn kann, wenn man ihn lässt.
Das ZDF feiert fünfzigjähriges Bestehen. Dabei ist der Sender nicht das „Zweite“: Die abenteuerliche Geschichte von Adenauers Fernsehen in „Tele-Sibirsk“.
Bei Günther Jauch sollten die Generationen ins Gespräch über den Zweiten Weltkrieg und die NS-Zeit kommen. Das klappte nicht recht. Der Schriftsteller Dieter Wellershoff aber machte den Zusammenbruch der Moral gegenwärtig.
„Unsere Mütter, unsere Väter“ war grandios. Der Dreiteiler zeigt aber auch, dass Kinder und Enkel ihren Vorfahren Schuld und Scham abnehmen wollen. Beides gehört in unser aller Bewusstsein.
Die Preisbremse ist gescheitert, die Biogasanlage floriert. Trittin verteidigt die reichen Bauern, Altmaier bleibt tapfer und das Projekt Weltrettung ist nicht so richtig vorangekommen.