Das S-Wort
Hedonismus, Materialismus und Unterhaltungsindustrie: Dort gilt unendlicher Spaß. Doch selbst im Kulturbetrieb greift das S-Wort um sich und infiltriert jegliche Aktivität. Jetzt mal Spaß beiseite.
Hedonismus, Materialismus und Unterhaltungsindustrie: Dort gilt unendlicher Spaß. Doch selbst im Kulturbetrieb greift das S-Wort um sich und infiltriert jegliche Aktivität. Jetzt mal Spaß beiseite.
Jürgen Kruse müllt Georg Büchners „Leonce und Lena“ in den Frankfurter Kammerspielen zu: mit Requisiten und auch mit Texten, die nicht vom Autor stammen. Immer dabei: Fische in allerlei Formen.
Häuser für große Geschichten: An der Côte d’Azur wurden das „Hôtel du Cap Ferrat“ und die Villa E1027 renoviert
Von den gefilmten Exzessen der IS-Terroristen, auf die Navid Kermani in seiner Friedenspreisrede zu sprechen kam, führt eine Spur direkt in unsere Bilderwelten. Hier sind die höchsten Stufen des Horrors längst gezündet.
Die Senderchefs Tom Buhrow und Lutz Marmor stehen den Zuschauern Rede und Antwort: nichts als die nackte Wahrheit. Das war der Plan. Was wird daraus? Ein Schattenspiel, über das man sich amüsieren könnte, hätte man nicht einen so hohen Eintritt bezahlt.
Roger Köppel ist Chefredakteur der „Weltwoche“. Jetzt zieht er für die SVP mit einem Bombenergebnis ins Parlament ein. Er sieht sich als Verteidiger der Werte. Nur welcher?
Am heutigen Sonntag wählen die Schweizer ihr Parlament. Danach könnte das Land leicht nach rechts rutschen. Aber verändert sich auch die Politik?
Frei arbeitende Kulturschaffende, die „Intermittents“, genießen in Frankreich Privilegien. Premierminister Valls will diese jetzt abschaffen. Sein Scheitern ist absehbar.
Frauen fressen fair, Männer gehen unter. Und Sibylle Berg schreibt munter weiter. Zwei neue Stücke wurden gerade in Berlin und Zürich uraufgeführt.
Vor den Parlamentswahlen scheint die Lage so klar wie trostlos: Das Land ist auf dem falschen, rechten Weg. Mit der Kultur geht es bergab und mit den Medien auch. Es ist empörend. Ein Gastbeitrag.
Wir haben weder Zeit in Ruhe zu Essen, noch die Ruhe im Sitzen zu Trinken. Da wird man wohl kaum Zeit für einen 800 Seiten dicken Roman haben. Am besten wird auch der gleich „to go“ serviert: Nachgespielt mit Playmobil auf Youtube.
Peter Handkes Protest gegen die Selbstgefälligkeit der Gruppe 47 ging in die Literaturgeschichte ein. Was regt den Schriftsteller heute noch auf? Woher kommt die Wut und was wird aus ihr? Ein Gespräch.
Bis es ernst wird, machen die Frankfurter „Tatort“-Kommissare Späße - unabdingbar für die Konzentration, meint Schauspieler Wolfram Koch.
Gregor Gysi geht. Die Fraktion muss nun wie die Linkspartei ohne Führungsfiguren aus der Gründerzeit auskommen. Bartsch und Wagenknecht treten die Nachfolge des sprachmächtigen und witzigen Ostdeutschen an.
Wo soll der Münchner Konzertsaal hin? Der weltweit angesehene Bariton Christian Gerhaher fordert einen Bau in der Innenstadt. Er warnt vor Kulturpessimismus und nimmt den Staat in die Pflicht.
Immer mehr Menschen nehmen lange Wege zur Arbeit auf sich. Aber viele schlittern unüberlegt ins anstrengende Pendlerdasein hinein. Dabei lohnt es sich, klug mit dem Arbeitgeber zu verhandeln. Denn von gesunden und zufriedenen Pendlern haben beide Seiten etwas.
Die Ausschreitungen bei Air France sorgen für Empörung. Doch die Justiz entschied bisher oft zugunsten der Demonstranten – in stillschweigendem Einvernehmen mit der Regierung.
Kaum ein Autor hat sich so intensiv mit Flüchtlingen beschäftigt wie Henning Mankell. Ihrem Schicksal begegnete er fast zwangsläufig. Leidenschaftlich vertrat er ihre Sache bis zuletzt.
Die Cologne Conference will stets das Beste aus den Medien bieten. Was sehen wir? Der WDR lobt sich selbst, Arte hat lustige Videos, im Netz wird überwacht, und die beste neue Serie kommt von einem Minisender und heißt: „Weinberg“.
Teils vehement, teils einstudiert: Im ZDF streitet von diesem Freitag an das neue „Literarische Quartett“. Aber worum geht es hier eigentlich: um Kritiker oder um Bücher?
Samuel Finzi mögen manche als schrägen Psychologen aus dem Fernsehen kennen. In Ivan Panteleevs „Peer Gynt“ am Deutschen Theater Berlin spielt er einen Abenteurer als Philosophen.
Ob als prügelnder Pastor in „Das weiße Band“ oder als Nazi-Jäger Fritz Bauer: Burghart Klaußner spielt gern schwierige Rollen – und ist selbst ein komplexer Charakter, der sich manchmal missverstanden fühlt.
1:0 bei Bastian Schweinsteiger geführt und dennoch verloren: Wie am Vorabend Leverkusen in Barcelona startet Wolfsburg perfekt. Am Ende kehrt der Klub aber mit leeren Händen vom Ausflug auf die große Bühne in Manchester zurück.
Das Glück scheint Ralph Siegel schon länger verlassen zu haben, mittlerweile füllt er eher die Klatschspalten als die Charts. Doch die Hoffnung auf neue Erfolge hat er noch nicht verloren. Ein Besuch.
Der Literaturkritiker und Schriftsteller Hellmuth Karasek ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Zusammen mit Marcel Reich-Ranicki hatte er jahrelang die ZDF-Sendung „Das literarische Quartett“ geprägt.
Überfüllte Hörsäle und Seminarräume: Hessens Hochschulen platzen seit Jahren aus allen Nähten. Für das bald beginnende Wintersemester zeichnet sich abermals ein Höchststand bei den Studentenzahlen ab.
Wenn schon kein anderer zuschlägt, schlägt man sich doch lieber selbst: Der Buchpreis-Kandidat „Über den Winter“ von Rolf Lappert ist übervoll mit stereotypen Vorstellungen von Männlichkeit.
Als Kenner Afrikas weiß der schwedische Autor, dass Flüchtlinge Lügengeschichten erfinden um zu überleben – und würde es genauso machen.
Was geschieht in unserem Gehirn, wenn wir Shakespeare hören? Wie reagieren Häftlinge auf Charles Dickens, und kann sie ihnen helfen? Im Liverpooler „Calderstones Mansion“, dem Schauplatz der „Lese-Revolution“, wird das untersucht.
Ein Mann wirbt um eine Frau. Sie ziert sich. Mit zweideutigen Anspielungen auf den Floh versucht er sie umzustimmen. Selten war die Sprache der Liebe so betörend wie in diesen Versen aus dem 17. Jahrhundert.
Armes, reiches Eschborn: Trotz Gewerbesteuererhöhungen und Mehreinnahmen bleibt ein Defizit im Haushalt von Hessens reichster Stadt. Der Bürgermeister erwägt eine Klage gegen das Land Hessen.
Er sorgte für Durchsicht und tilgte Erker und Türmchen: Eine Schau in München widmet sich dem Wirtschaftswunder-Architekten Paul Schneider-Esleben.
Schauspieler Charly Hübner hat die Kindheit in der DDR als Paradies erlebt. Erst spät erfuhr er von der Stasi-Tätigkeit seines Vaters. Ein Gespräch mit dem TV-Kommissar über 25 Jahre deutsche Einheit.
Martin Heckmanns hat für das Staatsschauspiel Dresden ein Stück über die Wirkung des Theaters geschrieben. In Roger Vontobels Inszenierung von „Die Zuschauer“ übernimmt der Theatersaal die Hauptrolle.
Mit hehren Zielen begann vor 125 Jahren die Geschichte der Volkshochschule. Sie ist nicht bloß Spiegel, sondern auch Akteur des gesellschaftlichen Wandels.