Leserbriefe vom 27. November 2021
Gedenken an den 9. November +++ Impfskepsis in Europa +++ Geldentwertung
Gedenken an den 9. November +++ Impfskepsis in Europa +++ Geldentwertung
Lange sah man nur den schönen Schein. Jetzt wird langsam offenbar, dass auch in der Modeszene oftmals Missbrauch herrschte. All das kommt hoch, weil Wolfgang Joop sich verplappert hat.
Er schrieb die Texte zur „West Side Story“ und schuf zahlreiche weitere Musicals. Seine Stücke waren melancholisch, aber kaum melodramatisch. Nun ist Stephen Sondheim im Alter von 91 Jahren in Connecticut verstorben.
Uraufführung im Cuvielliéstheater in München: Thom Luz inszeniert seine Collage „Die Wolken, die Vögel, der Reichtum“ nach Aristophanes als Geisteskapriole.
Die Geschichte der Astronomie lag ihm am Herzen: Zum Tod des Berliner Astronomen Dieter B. Herrmann, der in der DDR die Vorstellung vom Kosmos prägte.
Vielfalt oder Aneignung? Die Oper spielt seit jeher mit der Andersartigkeit. Immer öfter heißt es jedoch: Inszenierungen würden kulturelle Stereotype bedienen. Wie gehen Bühnen- und Kostümbildner damit um?
Rita Thiele ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Dramaturginnen. Was genau macht sie in dieser Funktion im Schauspielhaus Hamburg? Und was haben Elfriede Jelinek, Karin Beier und Claus Peymann damit zu tun?
Hessens Ministerpräsident ist offen für eine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus. Das Gastgewerbe hat derweil weniger Probleme mit den neuen Corona-Vorgaben als mit uneinsichtigen Kunden.
Stéphane Lissner versucht, in der verarmten Stadt Neapel das Opernhaus zu einer „sozialen Plattform” zu machen. Mit Giuseppe Verdis „Otello” findet er, nicht nur dank Jonas Kaufmann, Anschluss an Europa.
An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst lernen Musikstudenten in einer „Masterclass Campus Dirigieren“ ein Orchester zu leiten. Die Meisterklasse wird in einem Hybridformat mit einem Wettbewerb kombiniert.
Freiwillig ein zusätzlicher Schnelltest oder lieber die Sitzplätze begrenzen? Die neuen Coronaverordnungen stellen auch den Kulturbetrieb vor Herausforderungen
In Hessen wird kräftig geboostert. Zudem treten von Donnerstag an neue Regeln und Empfehlungen in Kraft. So wird zu 2 G Plus geraten. Die Inzidenzen steigen derweil weiter.
Johan Simons inszeniert Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ am Wiener Burgtheater radikal zeitgenössisch als wutbürgerliche Farce.
2-G-Plus, Kontaktbeschränkungen und eingeschränkter Zutritt zu Geschäften: In zahlreichen Bundesländern sollen von Mittwoch an neue Corona-Einschränkungen gelten. Die von hohen Infektionszahlen besonders betroffenen Länder Bayern und Thüringen schließen Clubs, Bars und Diskotheken.
2-G-Plus im Theater: Wenn die Politik nichts entscheidet, müssen die Künste es selbst tun. Auch auf die Gefahr hin, als Teil des Mainstreams beschimpft zu werden, sagt Linus Koenig von den Landungsbrücken Frankfurt im Interview.
Er war, im besten Sinne, ein Gebrauchskünstler: Zum Tod des Schauspielers und Sängers Volker Lechtenbrink.
In der Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg arrangiert Hermann Nitsch seine Werke aus 40 Jahren. Sich dabei „als Künstler aufzublasen“ liegt dem Mitbegründer des Wiener Aktionismus und früheren Professor an der Städelschule Frankfurt fern.
Franz Xaver Kroetz’ Stück „Agnes Bernauer“ will im Cuvilliéstheater die Münchner zu guten Revolutionären machen, Abdel-Maksouds „Jeeps“ in den Kammerspielen bringt sie zum Lachen
Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), spricht darüber, was für die Erfüllung der Klimaziele nötig ist, den Corona-Effekt im ÖPNV – und warum Deutschland von einem Gratisangebot wie in Luxemburg noch weit entfernt ist.
Schon mit vierzehn Jahren machte ihn seine Rolle in dem Antikriegsfilm „Die Brücke“ berühmt. Er spielte im Fernsehen, auf dem Theater, war Synchronsprecher und Sänger. Nun ist Volker Lechtenbrink gestorben.
Kann man aus Christian Krachts Roman „Eurotrash“ ein Theaterstück machen? Auf der Berliner Schaubühne versuchen sie es. MIt Joachim Meyerhoff als Christian Kracht. Und Angela Winkler als Mutter.
Auf einer nicht angekündigten Demonstration in Rotterdam ist die Lage eskaliert. Sieben Personen wurden verletzt, die Polizei schoss auf Angreifer. Eine Kundgebung am Samstag in Amsterdam wurde abgesagt.
Wie es sich für einen Traditionsclub gehört, so hat auch der SV Darmstadt 98 eine Vereinshymne. Und dank der Schauspielerin und Gebärdendolmetscherin Kathrin-Marén Enders gibt es jetzt auch eine Version für Gehörlose.
Die hessische Landesregierung hat eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen gegen die rasant steigenden Covid-Infektionszahlen beschlossen. Ministerpräsident Volker Bouffier spricht von einer „sehr, sehr ernsten Situation“.
Kann man Nazi-Kunst ausstellen, ohne ihr die propagandistische Aura wiederzugeben? Das WienMuseum holt sie aus dem Depot und zeigt, wie Berlin 1938 den Kulturbetrieb in Österreich gleichschaltete. In nicht einmal drei Monaten.
Ich bin eure Königin: Roger Vontobels „Maria Stuart“ feiert Premiere am Stadttheater Bern und schenkt seinem Publikum eine hellsichtige Eröffnung.
Ehrlich, offen, mutig: Shirin David, ultra erfolgreiche Rapperin, bringt mit „Bitches brauchen Rap“ ein neues Album heraus. Schade nur, dass sie dazu gar nichts sagen will.
Die Infektionszahlen sind niedrig in Schweden, aber die Behörden vorsichtig: Nun soll erstmals ein Impfpass vorgezeigt werden.
Etüde der Vergeblichkeit: Jossi Wieler inszeniert „Starker Wind“, das neue Stück des lang verstummten Jon Fosse am Deutschen Theater in Berlin.
Das Repräsentantenhaus rügt den Abgeordneten Paul Gosar. Der Republikaner hatte auf Twitter ein Video geteilt, in dem er als Comicfigur die Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez tötet. Gosars Partei spricht von einem „Theater“.
Goldinsel oder Blecheiland? Ariane Mnouchkine zeigt neues imaginäres Theater und malt mit breitem Pinsel die Konfliktfelder der Zeit nach.
Schulabbrecher, Milliardär, Kaufhaus-Investor: René Benko baut gerade die Galeria-Warenhäuser um. Im F.A.Z.-Gespräch spricht er über die Schwierigkeiten der Innenstädte, Wachstum mit Immobilien und Korruptions-Vorwürfe in Wien.
Der Campusroman als Bühnenknaller: Das Düsseldorfer Schauspielhaus zeigt „Identitti“ in einer Bearbeitung der Autorin Mithu Sanyal.
Stadtleben war gestern, wer heute glücklich werden will, zieht in die Provinz. Das verspricht der Zeitgeist. Der Realitätsschock könnte heftig sein.
SPD, Grüne und FDP machen in der Corona-Krise eine Kehrtwende. Die Länder sollen nun doch Kontaktbeschränkungen anordnen dürfen. Für Ungeimpfte wird auch Bus- und Bahnfahren kompliziert.
Fast die Hälfte der Warnungen der App ging an Besucher von Clubs. Vergleichsweise wenige Meldungen erhielten dagegen Restaurantgäste oder Besucher von Kultureinrichtungen.