Die Leidenschaft ist aufgebraucht, es war die beste Zeit
Ein Fragment von achthundert Seiten, postum erschienen: Der dritte Band von Günther Rühles „Theater in Deutschland“ gilt den Jahren 1967 bis 1995.
Ein Fragment von achthundert Seiten, postum erschienen: Der dritte Band von Günther Rühles „Theater in Deutschland“ gilt den Jahren 1967 bis 1995.
Aus Seidenpapier gewickelte Holzgebilde: Tilda Swinton und Olivier Saillard zeigen ihr extravagantes Modetheaterstück „Embodying Pasolini“ in Paris und machen damit Furore.
Für die internationale Stadt Frankfurt ist die Situation des English Theatre unwürdig. Wird der Mietvertrag nicht verlängert, droht dem ETF im April das Aus.
Der Bundespräsident reist abermals für mehrere Tage in die Peripherie – diesmal ins sächsische Freiberg. Bei einem Gespräch mit Bürgern dominiert der Dissens über Corona, die Ukrainepolitik und „die Medien“.
Homer in Hamburg? Gab es alles. Im Schloss Schwetzingen ist jetzt Reinhard Keisers Barockoper „Ulysses“ zu sehen – herzerwärmend norddeutsch.
Regenwürmer, Fragen an die Kunst, im Dunkeln gekritzelt und ins Gesicht geschaut: Siebzehn Redakteure aus dem Feuilleton der F.A.Z. empfehlen in sechs Kategorien nicht nur Bücher, Platten, Filme und Serien zu Weihnachten.
Rene Pollesch wirft einen wehmütigen Blick in den zerkratzten Garderobenspiegel der Volksbühne. Seine Inszenierung von „Und jetzt?“ hat alles, was Theater braucht: drei Schauspieler und eine Gewissheit.
Mit Teilnehmern aus aller Welt haben Hella Lux einen Audio-Walk entwickelt, der die richtigen Fragen stellt – in Frankfurt und anderswo.
Die Zukunft des English Theatre ist weiter unklar. Die CDU fordert einen Plan der Kulturdezernentin. Zudem gibt es offene Fragen zu den Vertragsmodalitäten.
Als Schauspielerin hat man Greta Gerwig länger nicht mehr gesehen. Jetzt steht sie unter der Regie ihres Lebensgefährten wieder vor der Kamera. Ein Gespräch über Filmmuttis aus den Achtzigern, Arbeitsteilung und eine leichte Taubheit.
Monika Haeger war Stasi-Agentin und packte nach dem Ende der DDR über ihr Handeln aus. Nun wurde dazu ein Theaterstück inszeniert. Um Entschuldigung, Reue oder Wiedergutmachung geht es dabei wahrlich nicht.
Rettungsfloß Baltikum: In Litauen treffen Flüchtlinge aus Russland, Belarus und der Ukraine aufeinander. Dort ist die Hilfsbereitschaft groß, die Skepsis gegenüber Russischsprachigen aber auch.
Vasily Barkhatov inszeniert Tschaikowskys Oper „Die Zauberin“ mit Bezug zur Situation in seiner Heimat. Valentin Uryupin, ebenfalls Russe, leitet die Frankfurter Erstaufführung.
Ein echter Hitler auf dem Dachboden? Marius von Mayenburg inszeniert seine neue Komödie „Nachtland“ um ein Aquarell an der Berliner Schaubühne.
Mit „Büro Sapiens“ bringt das Zimmertheater t-raum in Offenbach eine Abrechnung mit dem Büro-Alltag samt Optimierungswahnsinn auf die Bühne.
Intendant Uwe Eric Laufenberg inszeniert Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ am Staatstheater Wiesbaden streng konventionell. Einzige Brechung ist der Auftritt von Komiker Hans-Joachim Heist alias Gernot Hassknecht.
Mit Zuschüssen und Bürgschaften wollen die hessischen Politiker die Krise bewältigen. Kammern und der Sozialverbände sind damit erst einmal zufrieden.
Starauftritt des bösen Geistes: Kirill Serebrennikow inszeniert am Hamburger Thalia Theater das Antikriegsstück „Der Wij“ nach Nikolai Gogol. Das Stück, das er mit einem ukrainischen Koautor verfasst hat, beruht auf Dokumentartexten.
Er spielte im „Jedermann“, war aber auch der schräge „Mundl“ und „Der Bockerer“. Nun ist der Schauspieler Karl Merkatz gestorben.
Julia Schade ist Programmleiterin Unterhaltung beim S. Fischer Verlag in Frankfurt. Sie schlägt auch ungewöhnliche Wege ein, um neue Autoren zu finden.
Nach Antisemitismusvorwürfen wurde in München Wajdi Mouawads Stück „Vögel“ abgesetzt. Das ist ein Irrtum. Denn es zeichnet realistisch Konflikte in interreligiösen Beziehungen.
Läuft es gut, strömt das Publikum, haben Sie Aufträge? Oder machen Sie sich Sorgen? Sieben Kulturschaffende der Region blicken zurück auf Aufbruchsstimmung, Dauerkrise und neue Probleme.
Die Pandemie ist gefühlt vorbei, das brachte 2022 die Lebensfreude zurück. Darf man das sagen, in Zeiten des Krieges?
Die Betrachtung des Schriftstellers gebiert Ungeheuer. Eine Rede zu meiner eigenen Literatur und zu literarischen Prinzipien allgemein.
Weil der Mietvertrag im kommenden Frühjahr ausläuft, bangt das English Theatre um seinen Erhalt im Gallileoturm. Unterstützung kommt nun auch von den Linken.
Welche Geschichte würde man erzählen, stünde man mit einem Mikrofon auf der Bühne? Im Theater Alte Brücke kann man es ausprobieren – solange die Story wahr ist.
Zum Ende seiner Tätigkeit in Frankfurt kann Jacopo Godani eine Art Werkschau in einem Abend zeigen: Am Schauspiel Frankfurt ist erstmals wieder Tanz zu sehen. Die Dresden Frankfurt Dance Company zeigt „Anthologie“.
Der Film „Call Jane“ von Phyllis Nagy interveniert in Amerikas erbitterten Abtreibungsstreit. Er ist ein Plädoyer für Hoffnung und Aktivismus – selbst in aussichtslosen Zeiten.
Den „unpolitischen“ Sport gibt es nur noch in der Welt vieler Funktionäre. Dabei geht es ihnen vor allem ums Geld. Denn schon der frühe Amateursport schloss die unteren Schichten aus.
Ihre Kurzgeschichten haben den Ton des Beiläufigen. Im Frankfurter Literaturhaus stellt Helene Hegemann den Erzählband „Schlachtensee“ vor.
Die österreichische Schauspielerin Christiane Hörbiger ist tot. Die Grimme-Preisträgerin spielte in über 130 Film- und Fernsehproduktionen.
In einer Welt, in der sich Vulgarität nicht nur in digital geführten Debatten entlädt, mutet der Begriff altmodisch an. Hat er eine Zukunft?
Russland will „Propaganda“ für Homosexualität per Gesetz verbieten. Was Propaganda heißt, lässt es bewusst offen. Den Anlass bietet ein Roman, der Putin-Unterstützer in Rage bringt.
Jedes Jahr bringt das Festival des italienischen Films Verso Sud eine besondere Wärme nach Frankfurt. Diesmal mit einer Hommage an die Klassikerreihe mit Monica Vitti.
Wie geht Grusel? Jedenfalls funktioniert er nicht mit zu viel Nähe und Routine. Das lernt man bei „Stage Fright“ der Zaungäste im Mousonturm.
Vielleicht hätten die Stuttgarter nicht gar so schwäbisch sein sollen. Einst gab es Geld für die Opernsanierung, jetzt kann es dauern und teuer werden.