Eine junge Seele wird zerstört
Spätkapitalistisches Erzähltheater: Ivo van Hove adaptiert am Internationaal Theater Amsterdam einen Roman über Pädophilie und präsentiert dabei die Statussymbole eines internationalistischen Regiestils.
Spätkapitalistisches Erzähltheater: Ivo van Hove adaptiert am Internationaal Theater Amsterdam einen Roman über Pädophilie und präsentiert dabei die Statussymbole eines internationalistischen Regiestils.
Nach der Debatte um Netrebko sehen die Maifestspiele Wiesbaden unter der Leitung von Intendant Uwe Eric Laufenberg derzeit keine Programmänderung.
Milo Rau wird Festwochen-Chef
Der Kulturausschuss der Stadt ist mehrheitlich gegen ein Konzert von Roger Waters. Nun soll geprüft werden, ob man ähnliche Fälle verhindern kann.
Schwarz-Weiß ist dem Komponisten zu einfach – und auch der Regisseurin Elisabeth Stöppler. Jetzt hat sie mit der Oper „Die Eroberung von Mexico“ Premiere.
Im zweiten Jahrhundert nach Christus errichteten die Römer im heutigen Frankfurt die veritable Stadt Nida. Im Gelände ist davon kaum noch etwas zu sehen, im Museum umso mehr.
Chaotische Verhältnisse herrschen in „Ruhe! Wir drehen!“ nach der Vorlage von Dieter Hallervorden. An der Komödie Frankfurt wird der Klamauk nun aufgeführt.
Mythisch, gewaltig, umstritten: Milo Rau wird von Juli 2023 an als Intendant die Leitung der Wiener Festwochen verantworten. Er kündigt an, sich dort für ein vielstimmiges, kämpferisches Welttheater einzusetzen.
Sachverstand für Ministerposten +++ Bundeskanzler Scholz und seine Führungsrolle +++ Frieder von Ammon „Schattenbeschwörung“
Klassentreffen der Großstadthäuser
Michael Wollny geht voran, Julia Hülsmann und Christopher Dell, Nils Wülker und Arne Jansen, Vincent Peirani und Émile Parisien, Omer Klein und das Aris Quartett folgen ihm auf verschlungenen Pfaden.
Wenn Anna Netrebko bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden auftritt, werden Künstler aus der Ukraine nicht teilnehmen. Das dürften sie nicht, sagt der ukrainische Generalkonsul.
Die Auswahl des Theatertreffens 2023 steht fest. Überraschend sind vor allem die vielen Mehrfacheinladungen. Der Fokus verengt sich auf die großen Städte.
An der wichtigsten Einkaufsstraße in Frankfurt stehen immer mehr Flächen leer. Viele Objekte sind veraltet, doch es gibt Investitionspläne, auch für das Karstadt-Grundstück.
In der Katastrophe leben: Das Revolutionsdrama „Hinauf zu den Sternen“ von Leonid Andrejew kommt als deutsche Erstaufführung am Theater Freiburg heraus. Ein Schneesturm beschwört darin das politische Unwetter.
Nicht nur ältere Frauen finden schwer einen Partner – auch bei den Männern gibt es Probleme. Drei Herren jenseits der 60 erzählen von ihren Nöten mit der Liebe. Was machen sie falsch?
Mit „Der Menschenfeind“ bringt das Fritz Rémond Theater einen Klassiker Molières auf die Bühne, der in seiner Gesellschaftskritik noch immer aktuell ist.
Er muss nicht gegen die großen Namen austeilen: Severin Groebner macht auch in seinem elften Solo „ ÜberHaltung“ feines Kabarett aus der Nussschale.
Im Streit um die geplanten Netrebko-Auftritte bei den Maifestspielen vertagt die Stadt Wiesbaden die angekündigte Entscheidung. Die Anhänger der Opernsängerin üben Kritik.
Florian Teichtmeister ist ein sehr guter Schauspieler. Aber darf man sich seine Filme noch anschauen – jetzt, nach dem Vorwurf der Kinderpornographie? Und möchte man das überhaupt?
So geht Theaterarbeit heute: Konzipieren, erforschen, improvisieren und dann das Ganze in Szene setzen. Ein paradigmatischer Theaterabend am Berliner Ensemble.
Der Mentalist Timon Krause weiß eines ziemlich sicher: Menschen sind vorhersehbar. Mit seinem Programm „Mind Games“ stellt er dies unter Beweis.
Freiräume seien essentiell für die Kunst, sagt Elisabeth Schweeger. Damit hat die einstige Intendantin des Schauspiels Frankfurt auch weiter recht.
Beim Konzert in Rüsselsheim beeindruckt die chilenische Saxophonistin Melissa Aldana im Zusammenspiel mit der hr-Bigband.
Der Wiesbadener Intendant Laufenberg hat die Opernsängerin Netrebko für die Internationalen Maifestspielen engagiert. Die Stadt und das Land sind dagegen.
Was will man aus der Documenta lernen? Der Berliner Verfassungsrechtler Christoph Möllers hat für Claudia Roth ein Gutachten über die Kunstfreiheit verfasst.
Hugh Jackman und Regisseur Florian Zeller sprechen über psychische Erkrankungen, Wut auf die eigenen Kinder und warum Liebe allein manchmal nicht ausreicht, um jemanden am Leben zu halten.
Im Zeichen der Revolution: Ulrich Rasche inszeniert Georg Büchners Lustspiel „Leonce und Lena“ in Berlin als düsteres Umsturzdiorama und wagt dabei den Klassenkampf.
Der Berliner Malteser Hilfsdienst will einsamen Senioren einen Kulturpaten für den gemeinsamen Kino- oder Theaterbesuch zuweisen.
Für Max Reinhardts Theater gemalt, in der NS-Zeit verkauft, in Norwegen versteckt und später im Zentrum einer Familienfehde: Die bewegte Geschichte von Munchs „Tanz am Strand“, der bald bis zu 20 Millionen Pfund einbringen soll.
Wenn die Hoffnung lügt: Auf Thomas Manns Erzählung „Die Betrogene“ beruht Vito Zurajs Oper „Blühen“, deren Uraufführung Brigitte Fassbaender in Frankfurt inszeniert.
Seit mehr als vierzig Jahren dreht Jim Jarmusch Filme gegen die Spielregeln des Mainstream-Kinos. In ihnen erscheint Amerika in neuem Licht. An diesem Sonntag wird der Regisseur siebzig.
Die amerikanische Autorin Ottessa Moshfegh hat eine blutige, barocke, ironisch gebrochene Geschichte entfesselter Menschen geschrieben. Ist „Lapvona“ eine grausam verstörende Parabel auf die Gegenwart – oder nur grausam verstörend?
DFB-Präsident Bernd Neuendorf distanziert sich von der „One Love“-Aktion der Innenministerin bei der WM, auch der neue Direktor Rudi Völler übt Kritik. Die Antwort von Nancy Faeser ist deutlich.
Die Theater sind wieder voll - jedenfalls dann, wenn Unterhaltung, Glanz und Highlights anstehen. Es könnte sich lohnen, mehr miteinander zu sprechen.
Wer steht für was? Im dreißigsten Jahr ihres Bestehens tritt die Performergruppe She She Pop mit der Generation Z in den Ring.