Ein Jugendlicher schwärmt von „alten dicken Männern“ im Bundestag
Bodo Ramelow und der Zeithistoriker Ilko-Sascha Kowalczuk bieten ungewohnte deutsch-deutsche Perspektiven.
Monika Maron hat ihre Tagebücher aus den Jahren seit 1980 veröffentlicht, in denen sie zur Schriftstellerin, Chronistin der Einheit und Streitfigur wurde. Ein schon geführtes Interview mit der F.A.S. dazu hat sie nicht freigeben.
Bodo Ramelow und der Zeithistoriker Ilko-Sascha Kowalczuk bieten ungewohnte deutsch-deutsche Perspektiven.
Wilfried Hildebrandt ist in Ost-Berlin geboren, war früher IT-Fachkraft, nun verfasst er Bücher und hat seine eigene kleine Fangemeinde.
Großdichter und Müllmänner unterschiedslos vor der Kamera: Helga Paris’ Porträts bei Fotografiska Berlin zeigen eine Welt, die es heute nicht mehr gibt.
Als ich in der DDR aufwuchs, war Werner Tübke einer ihrer prominentesten Künstler. Wir empfanden damals das Verstörende seiner Kunst. Warum wird er heute so oft als „Staatskünstler“ diskreditiert?
Sein legendäres Konzert 1988 in Ostberlin ist unvergessen. Jetzt kam Bruce Springsteen wieder nach Berlin und prangerte staatliche Willkür und Machtmissbrauch in seinem Heimatland an.
Als Sängerin der Band Rosenstolz ist AnNa R. bekannt geworden, später brachte sie ein Soloalbum heraus. Nun ist sie im Alter von 55 Jahren gestorben. Ihr Tod kam unerwartet.
Aufs Neue geteilt: Die Hauptstadt spiegelt das generelle Lagebild des Landes – und beweist mit dem Erfolg des Neosozialismus ihre Bereitschaft zur politischen Radikalität.
Die Volkskammer der DDR war das oberste Verfassungsorgan – das vier Jahrzehnte nichts zu entscheiden hatte. Erst die 10. Volkskammer nahm sich ein Vorbild am Deutschen Bundestag – um nach wenigen Monaten zu verschwinden.
Vor achtzig Jahren, im Januar 1945, ergriffen Millionen Deutsche in Ostpreußen, Pommern und Schlesien die Flucht vor der heranrückenden Roten Armee. Viele weitere sollten in den kommenden Jahren das Schicksal von Flucht und Vertreibung teilen. Im Westen willkommen waren sie kaum – am wenigsten in dessen sowjetisch kontrolliertem Osten.
Weil Teil eins gut ankam, mutet uns das ZDF die Fortsetzung zu: Im Mehrteiler „Der Palast 2“ geht es um den Friedrichstadtpalast nach der Wende. Erzählt wird das schmonzettenhaft als Unterhaltung zum Einlullen.
Da nannte sich die CDU noch sozialistisch: Während die Mauer fiel, wurde an einem anderen Berliner Ort über eine demokratische Zukunft der DDR debattiert. Eine beeindruckende Fernsehdokumentation hält das fest.
Deutsche Einheit +++ Hamas-Attentat vom 7. Oktober +++ Israels militärische Erfolge
Entführt, Waisenkind, Weltmeister, Doping-Opfer: Erst 56 Jahre nach der Hinrichtung seiner Eltern erfährt Spitzensportler Jürgen Ciezki, was geschehen ist und was die DDR mit ihm gemacht hat.
Mehr als vierzig Jahre lang wurde die Systemkonkurrenz zwischen West und Ost auch im Fernsehen ausgetragen. Doch über alle ideologischen Unterschiede hinweg waren die Gewohnheiten der Zuschauer wie das Profil der Sender ähnlicher als rückblickend gerne vermutet. Ein Gastbeitrag.
Eine finnische Debütantin bereichert die Diskussion, wie über die DDR zu schreiben sei. Meri Valkama erzählt von einer Familie aus Helsinki im Ost-Berlin der Achtzigerjahre. Aus guten Gründen.
Traudl Bünger hat über ihren rechtsradikalen Vater geschrieben, der 1962 einen mörderischen Bombenanschlag in Verona verübte: „Eisernes Schweigen“ erzählt vom Südtirol-Konflikt und der ungelösten Frage von Schuld und Sühne.
In „Tanz den Kommunismus“ porträtiert Henryk Gericke Punkbands der DDR. Der Pflicht zur staatlichen Einstufung setzten sie einen Spieltrieb entgegensetzten, der sich um keine Erlaubnis scherte.
Alle Bundesregierungen setzten über Jahrzehnte auf enge Verbindungen zu autoritären Regimen. Die Konkurrenz mit der DDR und die Abgrenzung gegenüber Ost-Berlin förderten dies. Ein Gastbeitrag.
In Schelmenromanen hat Jan Faktor sein Leben literarisiert. Was passiert, wenn man ihn journalistisch zu seinem Weg von Prag nach Berlin befragt? Dann erzählt er, wie er einmal Lastenträger in der Tatra und beinahe polnischer Schriftsteller wurde. Eine Begegnung.
Ewald hatte das Telefon, Wolfram und Christa besaßen eine Waschmaschine, bei uns stand das Fernsehgerät. Jeder hatte die Schlüssel zu den anderen Wohnungen. Erinnerungen an mein Jahr 1974 in der DDR.
Das Schaudepot Beeskow beherbergt eine der größten Sammlungen an Kunst der DDR. Die Werke spiegeln die gesellschaftlichen Ideale der Zeit wider.
Der politische Druck des Arbeiter- und Bauernstaats entlud sich in familiären Dramen: Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin erzählt vom Jüdischsein in der DDR.
Hinter ihrer ungeschnörkelt wahrhaftigen Alltagssprache verbirgt sich eine neu-alte Sachlichkeit, in der sich Melancholie, Humor und jüdischer Fatalismus begegnen. Laudatio für Barbara Honigmann zum Goethepreis.
Vor fünfzig Jahren fanden in Ost-Berlin die X. Weltfestspiele der Jugend statt. Was Honecker als Friedensmission ausgab, war tatsächlich ein politisch-ideologisches Manöver, in das auch unser Autor verwickelt wurde. Ein Gastbeitrag.
Judentum, DDR, Emigration: Im Schreiben setzt Barbara Honigmann das Mosaik ihres Lebens neu zusammen. Am Montag wird sie für ihre Prosa mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet.
Kurz nach Gründung der DDR beschlossen die Behörden, Wohngebiete für die Intelligenz zu bauen. In Ostberlin entstanden Siedlungen mit großen Häusern. Ein Ortsbesuch.
Das Café Moskau in Berlin-Mitte solle künftig „Café Kyiv“ heißen, schlägt der ukrainische Botschafter vor. Das wäre ein historischer Fehler. Ein Gastbeitrag.
Lange teilten sich Tuomas und Joonas Iisalo eine Trainerbank – jetzt stehen sie sich an der Seitenlinie gegenüber. Das Duell zwischen Bonn und Heidelberg verläuft unerwartet einseitig.
Schönheit, Ästhetik und Mode-Avantgarde in Ost-Berlin: Aelrun Goette zeigt in ihrem Film „In einem Land, das es nicht mehr gibt“ eine völlig andere DDR. Es geht um Mut, um Freiheit und die Farben des Alltags.
Die Staatssicherheit der DDR nutzte die Entführung Hanns Martin Schleyers für ihre perfide Desinformationsarbeit aus – und setzte dafür auf die Hilfe eines früheren SS-Manns.
Fritz Pleitgen hat uns als Korrespondent die Welt in Ost und West erklärt. Nun ist der Reporter und spätere WDR-Intendant im Alter von 84 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Keine Berührungsängste: Nach seiner Rückkehr aus dem Exil arbeitete Bertolt Brecht mit zahlreichen früheren Günstlingen des NS-Regimes zusammen. Ein Gastbeitrag.
Die Sommerspiele von München dienten auch als Ersatzschauplatz für den Kampf der Blöcke. Ein Olympiasieger im Schießen erklärte seinen Erfolg mit der Vorstellung bei jedem Schuss, auf den „Feind“ zu zielen.
Der sowjetische Geheimdienst KGB hatte in der DDR auch ein waches Auge auf die „Freunde“ von der Stasi. Das illustriert die Machtverhältnisse im SED-Staat.
Seltsame Anhänglichkeit: Lapidarer und schonungsloser als hier ist die Aufforderung zur Selbsterforschung wohl noch nie in Verse gefasst worden.