Das bringt nicht zum Denken!
Ein Ethiklehrer zeigt seinen überwiegend muslimischen Schülern Karikaturen. Meinungsfreiheit als Zumutung, die man aushalten muss. Wie reagieren sie?
Ein Ethiklehrer zeigt seinen überwiegend muslimischen Schülern Karikaturen. Meinungsfreiheit als Zumutung, die man aushalten muss. Wie reagieren sie?
Die Behörden beobachten nach den Anschlägen von Paris die Salafisten in Deutschland so intensiv wie nie zuvor. Das führt zu neuen Bewertungen mancher Gefährder.
In Iran, Pakistan und Afghanistan protestieren zehntausende Gläubige nach dem Freitagsgebet gegen Mohammed-Karikaturen in der Zeitschrift „Charlie Hebdo“. In Kabul fallen vor der französischen Botschaft Warnschüsse.
Ein Angehöriger des Daimler-Betriebsrats verteidigt die Terroristen, die "Charlie Hebdo" angegriffen haben. Nun droht ihm die Amtsenthebung.
Am Wochenende waren die Hefte rasch vergriffen: Jetzt kommt der zweite Schub von "Charlie Hebdo" an die deutschen Kioske.
Auf die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung im Jahr 2006 hatten islamische Theologen zu einem „Tag des Zorns“ aufgerufen. Nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ sind die Reaktionen zurückhaltender.
Die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo hat zumindest keine Geldprobleme mehr: Gut 10 Millionen Euro wird die erste Ausgabe nach dem Terror-Anschlag in die Kasse spülen. Und die Zahl der Abonnenten ist gewaltig gewachsen.
Vier mutmaßliche Helfer des Pariser Attentäters Amedy Coulibaly sollen ihn mit Waffen und Fahrzeugen versorgt haben. Acht Verdächtige wurden derweil wieder freigelassen und ein Franzose wird aus Bulgarien ausgeliefert.
Lange war der französische Intellektuelle Tariq Ramadan schwer einzuschätzen: Ist er dem Dialog zwischen Westen und Islam offen oder schürt er Vorurteile? Nun offenbart er sein wahres Gesicht.
Die alten und neuen Leser von „Charlie Hebdo“ warten sehnsüchtig auf die nächste Ausgabe der Satirezeitschrift. Die fällt nun aber erstmal aus. Wird das Magazin doch nicht wieder zu dem, was es war?
Nach dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ liegen die Nerven blank. In Hanau soll eine Ausstellung mit Karikaturen eigens geschützt werden. Karikaturist Achim Greser sagt im Interview, wie er die Sache sieht.
Kehrtwende um 180 Grad: Hanau will offenbar doch die Werke der Karikaturisten Greser und Lenz zeigen. Die Absage einer Ausstellung war publik geworden und von dem Zeichnerpaar als „Sieg der Terroristen“ gewertet worden.
Michel Houellebecq hatte sich seit den Anschlägen auf die „Charlie Hebdo“-Redaktion zurückgezogen. Mit der Vorstellung der deutschen Ausgabe seines provokanten Romans „Unterwerfung“ kehrt er nun in Köln ins Rampenlicht zurück.
Karikaturen haben in der Gesellschaft eine neue Ernsthaftigkeit erlangt. Mit den Zeichnungen soll bald umgegangen werden wie mit großformatiger Kunst. Deutsche Museen reagieren auf die Pariser Morde
In keinem muslimisch geprägten Land war die Anteilnahme nach den Morden an den Zeichnern von „Charlie Hebdo“ so groß wie in der Türkei. Dort titelten die Satireblätter mit „Je suis Charlie“ – in Schwarz.
In Grosnij folgen Hunderttausende einem Aufruf von Machthaber Kadyrow und protestieren gegen die Mohammed-Karikaturen in „Charlie Hebdo“. Kadyrow versteigt sich zu steilen Thesen.
Der Berufsstand des Satirikers hat nach dem Charlie Hebdo-Attentat neue und traurige Popularität und Dynamik erreicht. Warum fühlt sich nun jeder zum Berufszynismus berufen? Eine Abdankungserklärung.
Man konnte aus Algerien berichten, was man wollte, die kleine linke Dynastie im Frankfurter Nordend wollte von einem verknöcherten Islam nichts wissen. Sie sagte: Wer den Islam angreift, greift die Muslime an. Ein Weggefährte berichtet.
Besonders in den Vereinigten Staaten verzichteten viele Medien darauf, die Mohammed-Karikatur auf dem Titel der jüngsten Ausgabe von „Charlie Hebdo“ zu zeigen. Der Chefredakteur des Satiremagazins hat sie jetzt dafür kritisiert.
Welcher Comicerzähler baut so komplexe Geschichten wie Ralf König? Sein vor mehr als zwanzig Jahren erstmals vorgestelltes Schwulenpaar Konrad & Paul schickt er jetzt auf subtilste Weise zu den Sternen.
Im westafrikanischen Niger brennen Polizeiautos und katholische Kirchen. Junge Männer ziehen mit Eisenstangen und Knüppeln durch die Straßen. Sie protestieren gegen die Mohammed-Karikaturen.
Will eine pluralistische Gesellschaft den öffentlichen Frieden bewahren, kommt der Staat nicht daran vorbei, die Werte, die Muslimen heilig sind, zu schützen. Identifizieren muss er sich mit ihnen nicht.
Was sagen Muslime zum Attentat auf „Charlie Hebdo“? Wie empfinden sie Karikaturen über den Propheten Mohammed? Gläubige von drei Frankfurter Moscheen gewähren Einblick.
Ich kann die Motivation derer begreifen, die deklarieren: „Ich bin Charlie.“ Trotz aller Sympathie gegenüber den Opfern und ihren Nächsten würde ich mir nie das Abzeichen mit diesem Logo anstecken.
Seit dem Morgen ist „Charlie Hebdo“ zumindest theoretisch auch in Deutschland zu haben. Es gibt aber nur wenige Exemplare. Am Berliner Hauptbahnhof standen am Morgen 100 Menschen Schlange. Nur zwei hatten Glück.
In Amerika darf jeder fast alles sagen – viele Medien ziehen aber Grenzen und zensieren sich selbst. So druckten nur wenige Medien den Titel von Charlie Hebdo.
Die Mohammed-Karikatur auf dem Titelblatt der jüngsten Ausgabe von „Charlie Hebdo“ verärgert Muslime auf der ganzen Welt. Vielerorts treibt die Wut Tausende auf die Straße. Im westafrikanischen Niger werden dabei vier Menschen getötet.
Bisher sind es Einzelfälle, in denen Menschen in Frankfurt wegen des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ gedroht wurde. Beunruhigend sind sie trotzdem. Die Parteien im Römer sind nun gefragt.
Was darf Satire in der globalisierten Welt? Fünf deutschsprachige Museen wollen in einer gemeinsamen Ausstellung über das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ aufklären. Dabei sind auch Museen aus Frankfurt und Kassel.
Ein Redakteur der Frankfurter Neuen Presse wird in der Straßenbahn attackiert, weil er die F.A.Z. liest. Auf dem Titelblatt war die Mohammed-Karikatur von Charlie Hebdo zu sehen. Ein Erlebnisbericht.
Die Stimmung ist aufgeheizt: In Frankreichs Schulen gibt es nach den Attentaten von Paris viele Zwischenfälle. Bildungsministerin Vallaud-Belkacem spricht angesichts der vergifteten Stimmung von „Verherrlichung des Terrorismus“.
Einfach mal anlasslos alles speichern: Auch krasses Ermittlungsversagen bei bestem Datenbestand hält deutsche Behörden und Politiker nicht davon ab, den Generalverdacht gegen das Volk zu fordern.
Nicht jeder Kiosk in Frankfurt wird das „Charlie Hebdo“-Heft verkaufen. Einige Händler fürchten offenbar Angriffe radikaler Muslime. Einen Fall von Einschüchterung soll es schon geben. Zudem wurde ein Zeitungsredakteur attackiert.
An diesem Freitag ehrt Paris Stéphane Charbonnier, den Redaktionsleiter von „Charlie Hebdo“, mit einer Trauerzeremonie. Über die Radikalität der Zeitung, die Unausweichlichkeit blasphemischer Äußerungen und die Zumutungen der freimütigen Rede.
Im neuen Heft von „Charlie Hebdo“ geht es um alles: Freiheit, Menschenrechte, den Kampf gegen Tyrannei und religiöse Zensur. Die Überlebenden setzen ein Fanal.
Der Schock sitzt tief. Nach den Terroranschlägen nehmen viele Franzosen nun offenbar Medikamente. Shoppen ist dagegen nicht angesagt.