Mit dem Zuckerfest endet der Ramadan
Für rund zwei Milliarden Muslime endet in diesem Jahr am 19. März der Fastenmonat Ramadan. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Wie geht es weiter mit religiösen Feiertagen in Deutschland? Die Grünen wollen Freistellungen zu islamischen Festen erleichtern. Gerade Christen sollten das unterstützen – und nicht nur das.
Kaum eine Religion wird so kontrovers diskutiert wie der Islam. In Zeiten von Flüchtlingsströmen, Nahost-Konflikt und radikalislamischer Terrororganisationen steht die Religion des Propheten Mohammed häufig im Mittelpunkt hitziger Debatten.
Über 1,9 Milliarden Muslime weltweit
Mit über 1,9 Milliarden Anhängern im Jahr 2022 ist der Islam die zweitgrößte Weltreligion. Insbesondere im nordafrikanischen, vorderasiatischen und südostasiatischen Raum ist die Religion des Propheten am stärksten verbreitet. Zu den Ländern mit dem höchsten Anteil muslimischer Bevölkerung zählen unter anderem Marokko, Afghanistan und der Iran. Die beiden größten Strömungen des Islams stellen die Sunniten und die Schiiten dar.
Der Koran als wichtigste Textgrundlage
Das wichtigste Textdokument im Islam ist der Koran. Die heilige Schrift gilt als Überlieferung der Offenbarung Gottes an den Propheten Mohammed. Der Koran ist in 114 Kapitel, die sogenannten Suren, gegliedert, die jeweils aus einer variierenden Anzahl von Versen bestehen. Seit 1924 gibt es eine standardisierte Version der Kairoer Azhar-Universität. Der Koran gilt auch heute noch als die Hauptquelle des islamischen Gesetzes, der Scharia.
Der Fastenmonat Ramadan
Der neunte Monat des islamischen Mondkalenders ist der Fastenmonat, der Ramadan. Das Fasten gehört neben dem Bekenntnis, dem Gebet, der Almosensteuer und der Pilgerfahrt zu den fünf Säulen der Weltreligion. Während dieser Zeit dürfen gläubige Muslime nur in der Nacht speisen. Der Fastenmonat wird nach etwa 30 Tagen traditionell mit dem Fest des Fastenbrechens, dem Ramazan, beendet. Im Jahr 2023 beginnt der Ramadan am 21. März und endet am 20. April.
Für rund zwei Milliarden Muslime endet in diesem Jahr am 19. März der Fastenmonat Ramadan. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Die Regierung will das Forum neu ausrichten, bei der Zusammenarbeit mit Verbänden sollen schärfere Grenzen gezogen werden. Das bleibt nicht ohne Widerspruch.
In westlichen Ländern wird der Ramadan immer sichtbarer. Das führt auch zu Konflikten, zum Beispiel in Schulen – und die immer gleiche Empörungsmaschinerie springt an. Muss das sein?
Ikea, McDonald’s, Katjes: Viele Unternehmen schalten während des Ramadans darauf zugeschnittene Werbung. Auch wenn das polarisiert, gerade im Internet.
In Frankfurt-Rödelheim prallen Welten aufeinander: Der Kampf des Staates gegen Islamismus und der Gläubigen um Religionsfreiheit, eine gespaltene iranische Diaspora und Anwohner, die von Lärm und Straßensperrungen die Nase voll haben.
Im Café „Das Hoven“ in Berlin-Neukölln versammeln sich Muslime und Nicht-Muslime zum Fastenbrechen. Sie wollen ihren Bezirk nicht Antisemiten und Islamisten überlassen, treten für Freiheit und Vielfalt ein – und sind deshalb bedroht.
Das Mehrheitswahlrecht macht es den britischen Grünen schwer. Eine Nachwahl macht der Partei nun Hoffnung. Sie profitiert ausgerechnet von Nigel Farages Erfolg.
Sein Volk will ihn stürzen, die USA sein militärisches Ende, wenn er trotz Ultimatum nicht spurt. Irans Machthaber Khamenei ist so mysteriös wie kaum ein anderer Staatschef: Wer ist der Mann, der seit über 35 Jahren in Teheran regiert? Und was kommt nach ihm?
In diesem Jahr beginnen die Fastenzeit und der Ramadan am selben Tag, dem 18. Februar. Eine katholische Theologin und Pastoralreferentin und ein islamischer Theologe über Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Die Frankfurter Unternehmerin Nadia Doukali hat vor zehn Jahren den ersten Kalender zum muslimischen Fastenmonat erfunden. Nun ist er im Warenhaus Galeria angekommen. Der Weg dahin war nicht einfach.
Plötzlich war Musik verboten und Demokratie etwas Schlechtes: Eine Mutter, ein Geflüchteter und ein Präventionsarbeiter erzählen, wie islamistische Radikalisierung in ihr Leben trat – und ihnen geliebte Menschen und die Heimat nahm.
Seit 30 Jahren versammeln sich in Frankfurt immer am Neujahrsmorgen junge Muslime der Ahmadiyya-Gemeinde, um die Reste des Silvesterfeuerwerks zu entsorgen. Mittlerweile findet die Aktion auch in anderen Städten statt.
Hanno Loewy verabschiedet sich als Direktor des Jüdischen Museums Hohenems mit einer Ausstellung über jüdische Arabisten und Islamwissenschaftler. Sie führt zurück in die geistige Welt, die den Kulturzionismus hervorbrachte.
US-Präsident Trump drohte Nigeria im November mit Militärschlägen wegen eines angeblichen Völkermords an Christen. Nun verkündet er am Weihnachtstag Angriffe auf Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“.
In der heiligen Schrift der Muslime wurde Jesus nicht im Stall geboren, sondern unter einer Palme, er ist nicht Gottes Sohn, sondern ein Gesandter. Was heißt das für ihre Art, Weihnachten zu feiern?
Massenmorde, Vergewaltigungen und Entführungen gehören für Christen in dem afrikanischen Land zum Alltag. Doch von westlichen Medien wird die religiöse Dimension des Konflikts heruntergespielt.
Vom Islamismus trennen die liberale Linke in der Theorie Welten. Warum stellen sich westliche Linke in der Praxis aber trotzdem so oft auf die Seite des radikalen Islam?
Muslime seien angehalten, Verantwortung für die Gesellschaft zu tragen, sagt der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime. Dazu gehöre auch der Dienst an der Waffe.
In Berlin-Neukölln brodelt es. Der Bürgermeister hört auf, ein Schulleiter warnt vor seiner Ermordung, die Integrationsbeauftragte will keine Interviews mehr geben. Die politische Instrumentalisierung ist in vollem Gange. Aber was sagen die Neuköllner?
Der Islam ist nicht zwangsläufig judenfeindlich. Das legt Mouhanad Khorchide in seinem neuen Buch dar. Und er geht noch einen Schritt weiter.
Rechtspopulisten spielen gern den Islam gegen das „christliche Abendland“ aus. Doch lehnen Christen Muslime tatsächlich häufiger ab, als dies Nichtgläubige tun? Eine Studie aus Mainz kommt zu einem klaren Ergebnis.
In Magdeburg hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Weihnachtsmarkt-Attentäter Taleb Al A. begonnen. Der nutzt das Gericht als Bühne. Für viele Nebenkläger ist das nur schwer auszuhalten.
In der Türkei interessieren sich immer mehr junge Leute für das Christentum – und wollen konvertieren. Das hat mit der Politisierung des Islams zu tun.
Großdemos, Kalifatsforderungen, Israelhass: „Muslim Interaktiv“ hat die Behörden lange auf Trab gehalten. Nun hat das Innenministerium den Verein verboten.
Der Verein „Muslim Interaktiv“ wende sich „gegen die verfassungsmäßige Ordnung und die Völkerverständigung“, heißt es aus dem Innenministerium. Bundesinnenminister Dobrindt wirft ihm unter anderem Antisemitismus vor.
Vor 78 Jahren entstanden Pakistan und Indien. Om Prakash Madan musste wie Millionen andere fliehen. Viel ist ihm aus der Zeit vor der Teilung nicht geblieben.
Viktoria Stadtlander hatte unter ihrem Pseudonym „Hanna Hansen“ schon viele Berufe. Sie war Schönheitskönigin und Model, DJane und Kickboxerin. Jetzt macht sie Werbung für Verfassungsfeinde.
Papst Leo XIV. respektiert den Klerus, trägt die Mozzetta und sieht in konservativen Amerikanern keine Gegner. Was unterscheidet ihn noch von seinem Vorgänger?
Eigentlich dürfen Muslime in Pakistan keinen Alkohol trinken. Sie tun es aber trotzdem. Auch deshalb wächst die älteste Brauerei des Landes, deren Bier sogar die Tochter zweier Hollywoodstars genießt.
Die Muslime aus der serbischen Großstadt Novi Pazar fühlten sich lange wie Bürger zweiter Klasse. An einem Tag im Frühjahr begann sich das zu ändern.
Am 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit. Warum dieses Datum dafür gewählt wurde, wie und wo gefeiert wird und welche Aktionen es zu diesem Anlass gibt – ein Überblick.
Probleme mit islamisch begründetem Extremismus müssen mit allen Mitteln des Rechtsstaats angegangen werden. Für einen Generalverdacht gegen die muslimische Bevölkerung gibt es aber keinen Grund. Er ist sogar gefährlich.
Bei einem Überfall der islamistischen ADF-Miliz auf eine Trauerfeier sind mindestens 50 Menschen getötet worden. Die Terrormiliz IS reklamiert die Tat für sich.
Die Frankfurter Islamforscherin Susanne Schröter ist vielen mit ihren teils drastischen Wortmeldungen auf die Nerven gegangen. Trotzdem gibt es Gründe, sie zu vermissen.
Susanne Schröter, Gründerin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam, geht in den Ruhestand. Im Interview sagt sie, wodurch sie die Wissenschaftsfreiheit bedroht sieht und was sie über Donald Trumps Feldzug gegen die amerikanischen Universitäten denkt.
Das Forschungszentrum Globaler Islam hat jahrelang unter schwierigen Bedingungen über den Islamismus aufgeklärt. Nun verabschiedet es sich.