„Es geht wieder los“
Geplant ist eine Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren: Sieben Wochen nach dem Terroranschlag in Paris ist eine neue Ausgabe von „Charlie Hebdo“ erschienen. Auch in Deutschland sollen tausende Exemplare verkauft werden.
Geplant ist eine Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren: Sieben Wochen nach dem Terroranschlag in Paris ist eine neue Ausgabe von „Charlie Hebdo“ erschienen. Auch in Deutschland sollen tausende Exemplare verkauft werden.
Was Ermittler nach den Anschlägen von Paris vermutet haben, bestätigt sich jetzt. Der Geiselnehmer in einem jüdischen Supermarkt Amédy Coulibaly besuchte einen der Kouachi-Brüder offenbar kurz vor dem Angriff auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“.
Die Narren lassen sich nicht von der Angst besiegen: In Köln gibt es doch Rosenmontagswagen zu Meinungsfreiheit und Terror, und auch in Düsseldorf fährt eine Überraschung vor. Die Zuschauer kommen zahlreich. Manche allerdings mit mulmigem Gefühl.
Wieder war der Täter der Polizei bekannt. Der Attentäter von Kopenhagen soll ein Einzelgänger gewesen sein, geboren in Dänemark. Womöglich wurde er durch den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ inspiriert. Was bislang über den Mann bekannt ist.
Er war als Ehrengast gekommen, um den Dänen für ihre Solidarität nach den Anschlägen auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ zu danken. Plötzlich fielen Schüsse. Der französische Botschafter François Zimeray erlebte den Anschlag in Kopenhagen im Kulturcafé
Gegen Attentäter wie den von Kopenhagen gibt es keinen Schutz. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Es konnte vielleicht noch Schlimmeres verhütet werden.
Bis zu 250.000 Besucher hatten die Veranstalter erwartet, doch der Karnevalsumzug zieht nicht durch Braunschweig. Es gibt laut Polizei eine konkrete Gefährdung durch einen islamistischen Anschlag.
Die britische Polizei spioniert den Käufern der jüngsten Ausgabe von „Charlie Hebdo“ nach. Warum, kann sie nicht erklären.
In London haben tausende Muslime gegen die Mohammed-Karikaturen der französischen Zeitung „Charlie Hebdo“ demonstriert. Premierminister Cameron übergaben sie eine Petition.
Es ist eine lange, traurige Geschichte: Antisemitismus im Fußball ist nach wie vor ein Problem, wie der Themenabend vom FSV und Makkabi Frankfurt zeigt.
Er ist der Deutschen liebster Franzose: Alfons, der Reporter mit dem Puschelmikrofon. Er gibt sich so arglos, dass er den Menschen finsterste Wahrheiten entlockt. Was denkt so einer bloß über uns?
An diesem Mittwoch muss der Komiker Dieudonné wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ vor Gericht. Seit den Pariser Attentaten ahndet die französische Justiz diese Delikte streng. Auf welcher Rechtsgrundlage?
Bleibt alles anders nach den Pariser Morden: Auf dem Comicfestival von Angoulême, dem wichtigsten in Europa, vergewissert sich Frankreich seiner humoristischen und seiner solidarischen Kraft.
Jeder fünfte Türke findet, dass Gewalt im Namen des Islam gerechtfertigt ist und der Anschlag auf „Charlie Hebdo“ eine Strafe für Gotteslästerung war. Insgesamt zeigt sich ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Westen.
Aus Protest gegen die Mohammed-Karikaturen des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ lobt Iran einen Wettstreit aus: Zeichnungen mit der besten Holocaust-Leugnung sollen prämiert werden.
Ist Michel Houellebecqs „Unterwerfung“ eine luzide Warnung vor der Islamisierung Frankreichs – oder vielleicht doch nur eine seltsame Patriarchats-Nostalgie?
Nach dem Anschlag und der Rekordauflage sind die Redakteure „erschöpft“. In den nächsten Wochen wird das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ daher nicht erscheinen.
Der letzte Tag von Angoulême: Das wichtigste europäische Comicfestival zeichnet Riad Sattoufs „L’Arabe du futur“ als bestes Album aus, und die Stadt benennt einen Platz nach „Charlie Hebdo“.
Der dritte Tag von Angoulême: Die Sicherheitskontrollen beim Comicfestival führen zu grotesken Situationen. D0ch manchmal ist das falsche Publikum genau das richtige.
Der Maler George Grosz hat in den zwanziger Jahren einen Jesus gezeichnet, an den sich ähnliche Fragen heften wie an die Mohammed-Karikaturen von „Charlie Hebdo“. Der Fall landete vor Gericht.
Das Comicfestival in Angoulême ist das größte Europas. Nach dem Attentat auf „Charlie Hebdo“ war diesmal alles anders.
Einer der Pariser Terroristen hat den Anschlag mit einer GoPro-Kamera gefilmt. Medienberichten zufolge konnte er die Aufnahmen an eine Kontaktperson senden, bevor die Polizei ihn tötete.
Der zweite Tag in Angoulême: Das Comicfestival zeigt sich enttäuscht über die Undankbarkeit seiner Gewinner und ruiniert zugleich einen eigenen Mythos.
Im Gegensatz zu den Kölner Karnevalisten, die kleinmütig auf ihren geplanten „Charlie Hebdo“-Wagen verzichten, hat die „Titanic“ die Courage behalten. Das beweist die neue Ausgabe der Satirezeitschrift.
Ein Witz, den jeder mit 1,5 Promille auf den ersten Blick versteht und trotzdem internationale Aufmerksamkeit erregt? Jacques Tillys provokante Karnevalswagen können das. Wird er wegen „Charlie Hebdo“ etwas ändern?
Der erste Tag in Angoulême: Auf dem Comicfestival wird der Große Preis verliehen, doch alles steht im Schatten des Attentats auf „Charlie Hebdo“.
Eigentlich spielt Satire im Kölner Karneval eine zentrale Rolle. Eigentlich wollten die Jecken für Charlie Hebdo ein Zeichen setzen. Doch jetzt fährt die Angst mit.
Ein acht Jahre alter Junge ist wegen Protests gegen die Solidaritätsbekundungen für „Charlie Hebdo“ von der Polizei verhört worden. Schon wird heftig über den Fall diskutiert. Doch er ist komplizierter, als es zunächst scheint.
Der Kölner Karneval verzichtet auf einen Rosenmontags-Wagen, der den Anschlag auf das französische Magazin „Charlie Hebdo“ satirisch aufgreifen sollte.
Auf dem Weg nach Angoulême: Das größte europäische Comicfestival wird in diesem Jahr ganz im Zeichen des Attentats auf „Charlie Hebdo“ stehen. Doch die größte Frage lautet, ob der „Calvin & Hobbes“-Zeichner Bill Watterson kommt.
Die Handhabung des „Blasphemie“-Paragraphen 166 durch die Justiz ist völlig unbefriedigend. Diffamierung von Religion im Namen von Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit kennt in Deutschland praktisch keine Grenzen.
Der französische Schriftsteller hat in letzter Zeit einiges durchgemacht. Auch sein Polizeischutz dürfte unter ständiger Spannung stehen. Um den Polizisten nicht noch mehr zuzumuten, geht er nicht selbst einkaufen.
Er sei in seinem Buch „nicht weit genug gegangen“, sagt Michel Houellebecq. Im Gespräch erklärt er die Liebe der Deutschen zu ihm. Und seine eigene zu Balzac, Flaubert und Huysmans - also zum neunzehnten Jahrhundert.
Mit Spannung ist die Verleihung des Karikaturenpreises der deutschen Zeitungen erwartet worden. Jetzt stehen die drei Gewinner fest, und der Hauptpreis hat mit Klaus Stuttmann den Richtigen getroffen.
Wissen Sie, wie viele Journalisten im letzten Jahr ermordet wurden? Und wie viele verhaftet und gefoltert? Wer die Meinungsfreiheit erhalten will, muss mehr tun, als die Toten von „Charlie Hebdo“ zu betrauern.
Die Spaßgesellschaft, die nichts ernst nimmt und der nichts heilig ist, stößt auf heiligen Ernst, der keinen Spaß versteht und der sie für gottlos und dekadent hält.