Salman Rushdie, der Islamismus und wir
Die Taliban tyrannisieren weiter afghanische Frauen, und um die Ortskräfte kümmert sich niemand mehr. Tausende IS-Mitglieder spuken in Syrien und Irak herum. Haben wir den Islamismus vergessen?
Die Taliban tyrannisieren weiter afghanische Frauen, und um die Ortskräfte kümmert sich niemand mehr. Tausende IS-Mitglieder spuken in Syrien und Irak herum. Haben wir den Islamismus vergessen?
Das Attentat auf Salman Rushdie erschüttert Frankreich, doch die Front gegen den Islamismus bröckelt längst.
„Jeden Satz empfand ich wie einen Pfeil in meinem Herzen“: Ein Gespräch mit Luz, Überlebender des Attentats auf „Charlie Hebdo“ und jetzt Zeichner der Comic-Adaption von Virginie Depentes’ Romantrilogie „Vernon Subutex“.
Die Familie des von einem Islamisten enthaupteten Pariser Lehrers Samuel Paty wirft den französischen Sicherheitsbehörden schweres Versagen vor. Mit Beschwichtigungen gebe der Staat die öffentliche Ordnung preis.
Es hat etwas gedauert, aber nun wachen die Journalisten auf: In Frankreich formiert sich Solidarität für Ophélie Meunier und Amine Elbahi, die nach einem Bericht über die Zustände in Roubaix unter Polizeischutz gestellt werden mussten.
Oliver Ottitsch widmet ein ganzes Cartoon-Album dem Tod. Darin geht es deftig zu. Und es finden sich auch einige Comics im großen Bildertotentanz.
Éric Zemmour will Frankreich „zurückerobern“ und hetzt gegen Migranten und das „Establishment“. Christliche Vornamen will er vorschreiben und die Islamo-Linke soll aus den Klassenräumen weichen. Seine Saat fällt auf fruchtbaren Boden.
Die 39 Jahre alte Frau kam mit Stichverletzungen im Gesicht ins Krankenhaus. Die Polizei hat die Tatwaffe sichergestellt, der Täter aber konnte nach dem Angriff entkommen.
Der Karikaturist Kurt Westergaard ist tot. Berühmt wurde er durch eine Zeichnung des Propheten Mohammed. Er setzte ein Zeichen für die Meinungsfreiheit.
In der nordenglischen Mittelstadt Batley wurde ein Lehrer vom Dienst suspendiert, weil er im Unterricht eine Mohammed-Karikatur zeigte. Aktivisten protestieren weiter, aber Schüler solidarisieren sich.
In Paris hat die Organisation Reporter ohne Grenzen Klage gegen Facebook eingereicht: Der Social-Media-Konzern beachte seine eigenen Regeln nicht und tue zu wenig gegen Hassrede.
Die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ legt es immer auf maximale Aufregung an. So auch jetzt mit dem Titelbild, auf dem die Queen Meghan Markle die Luft abdrückt. Was gibt es dazu zu sagen?
Das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat sich für seinen aktuellen Titel eine Symbolik ausgesucht, die an den gewaltsamen Tod von George Floyd erinnert: Queen Elisabeth kniet auf Meghan Markles Hals.
Eine Schule in Südfrankreich sollte nach dem von einem radikalen Islamisten ermordeten Lehrer Samuel Paty benannt werden. Aber Lehrer, Eltern und Schüler lehnten das ab – aus Angst vor weiteren Terroranschlägen.
Das Urteil gegen die Komplizen der „Charlie Hebdo“-Attentäter ist ein Sieg des Rechtsstaats. Die Auseinandersetzung um die Meinungsfreiheit geht weiter. Nicht ihre Gegner sollten ihre Grenzen bestimmen.
Im Prozess um den Anschlag auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ ist der Hauptangeklagte zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Die 13 weiteren Angeklagten wurden zu vier Jahren Gefängnis bis zu lebenslänglicher Haft verurteilt.
Elf Männer seien an den Anschlägen auf die Zeitschrift „Charlie Hebdo“ und einer Geiselnahme mitschuldig, befand das Gericht in Paris. Der Hauptangeklagte muss für 30 Jahre in Haft.
Der Prozess zum Attentat auf „Charlie Hebdo“ überforderte das Gericht und die Medien. Frankreich hat er verändert.
Der „Charlie Hebdo“-Prozess sollte den Riss heilen helfen, der seit den islamistischen Anschlägen im Januar 2015 durch die französische Gesellschaft geht. Doch er hat viele Hoffnungen nicht erfüllt. Am Mittwoch wird das Urteil erwartet.
Vom Prozess um den Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ vor fünf Jahren hatten sich die Angehörigen Aufklärung erhofft. Sie wurden enttäuscht. In der kommenden Woche sollen die Urteile fallen.
Abdullah Ansorow tötete den französischen Lehrer, weil er seinen Schülern Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte. Frankreich überstellte nun die sterblichen Überreste des Terroristen in die Heimat seiner Familie. Dort feiern ihn viele Trauergäste.
Er bezeichnet sich als Atheist, einige seiner Figuren konvertierten zum Islam: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Michel Houellebecq über die vielen Facetten der Religion.
Wenn es um Religionskritik geht, tun sich Teile der katholischen Kirche schwer mit der Meinungsfreiheit. Das belegen die Worte eines französischen Bischofs zu den Mohammed-Karikaturen – und frühere Aussagen von Päpsten.
Der transatlantische Graben wird tiefer: Emmanuel Macron debattiert mit amerikanischen Medien über das Verständnis von Meinungsfreiheit, Staat und Religion – und rechtfertigt seine Position.
Der Franzose Samuel Paty wurde nach dem Zeigen einer Mohammed-Karikatur von einem Islamisten enthauptet. Es hieß, er sei zuvor von seinen Lehrerkollegen verteidigt worden. Das Gegenteil ist richtig, wie nun aufgetauchte E-Mails zeigen.
Radikale Islamisten in Pakistan blockieren eine Autobahn und liefern sich eine Straßenschlacht mit der Polizei. Nun soll die Regierung eingewilligt haben, Frankreichs Botschafter auszuweisen und französische Produkte zu boykottieren.
Bald bilden unabhängige Wissenschaftler deutsche Imame aus. Das ist eine gute Nachricht. Trotzdem braucht es innermuslimische Kritiker, die das Projekt prüfend begleiten. Wenn sie sich nur endlich zusammentun könnten!
Christophe Naudin überlebte vor fünf Jahren das Attentat auf den Pariser Konzertsaal „Le Bataclan“. Jetzt klagt er die französische Linke für ihre fehlende Haltung gegen den Islamismus an.
Die Initiatoren einer in Frankfurt geplanten Demonstration gegen Mohammed-Karikaturen haben ihre Anmeldung zurückgezogen. Damit beugen sie sich offenbar dem Druck aus der Kommunalpolitik.
Das Frankfurter Ordnungsamt hat eine Demo gegen Mohammed-Karikaturen und das französische Magazin „Charlie Hebdo“ verboten. Die Veranstalter wollen ihre Anmeldung nicht zurückziehen.
In Frankreich haben Schüler und Lehrer des von Islamisten enthaupteten Lehrers Samuel Paty gedacht. In Berlin-Neukölln protestierten arabischstämmige Einwohner gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
Frankreich bekämpft den Terror im Internet. Wer Morde beklatscht oder Islamistenpropaganda verbreitet, soll nicht ungeschoren bleiben. Schafft die Justiz das?
Die türkische Regierung bekundet den Hinterbliebenen der Terroropfer von Nizza ihr Beileid. Das ist der blanke Hohn. Denn eben noch hat Erdogan gegen Frankreich und die Freiheit gehetzt.
Recep Tayyip Erdogan bekämpft die Meinungsfreiheit. Der neue Titel von „Charlie Hebdo“ gibt ihm einen Vorwand gegen Frankreich, Emmanuel Macron und vermeintliche Blasphemie zu wüten.
Der Muslimische Ältestenrat will das Magazin „Charlie Hebdo“ wegen der Mohammed-Karikaturen verklagen. Zeichnungen wie diese gefallen auch Papst Franziskus nicht. Da gibt es einen gefährlichen Schulterschluss.