Als „Charlie Hebdo“ vor Gericht stand
Es begann mit einem Mordanschlag: Das Attentat auf die französische Satirezeitschrift vom Januar dieses Jahres hatte ein Vorspiel. Dafür öffnet der Film „Der Fall Charlie Hebdo“ die Augen.
Es begann mit einem Mordanschlag: Das Attentat auf die französische Satirezeitschrift vom Januar dieses Jahres hatte ein Vorspiel. Dafür öffnet der Film „Der Fall Charlie Hebdo“ die Augen.
Der Chefredakteur von „Charlie Hebdo“ ist sehr bewegt, als er den M100 Medienpreis entgegen nimmt. Außenminister Steinmeier lobt den Mut der Redaktion. Doch warum gibt es gerade jetzt auch Kritik an der Zeitschrift?
Das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ ist in Potsdam mit dem M100 Media Award ausgezeichnet worden. In seiner Dankrede betont der Chefredakteur, sein Blatt trete für universelle Werte ein, für die alle Menschen kämpfen sollten.
Generationen von Lesern sind mit seinen Karikaturen aufgewachsen: Ein Besuch bei Walter Hanel, der unser Bild von Politikern wie Strauß und Kohl geprägt hat.
Charb und wie er die Welt sieht: Zwei Tage vor seiner Ermordung schloss der Chefredakteur von „Charlie Hebdo“ ein Pamphlet ab. „Brief an die Heuchler“ erscheint jetzt in deutscher Sprache.
Gegen Salman Rushdie wurde 1989 wegen seiner „Satanischen Verse“ eine Fatwa ausgerufen. Jahrelang musste sich der Schriftsteller verstecken. Damals wurde sein Buch von vielen verteidigt. Heute würde er keine Unterstützung mehr erwarten.
Frankreich bleibt im Fokus islamistischer Terrorpläne: Nun sollen mutmaßliche Islamisten die Enthauptung eines Soldaten geplant haben. Von den vier Verdächtigen bleiben drei im Gewahrsam, ein 16 Jahre alter Verdächtiger wurde dagegen freigelassen.
Im Januar erschütterte die Gewalt gegen „Charlie Hebdo“ das ganze Land. Nun soll es neue Terrorpläne gegeben haben - wie François Hollande jetzt bekannt gab.
Nach den Anschlägen auf „Charlie Hebdo“ rückten die Franzosen zusammen. Seit dem islamistischen Attentat am Freitag streiten sie. Schweigeminuten und Trauermärsche reichen vielen längst nicht mehr: Wer hat im „Krieg gegen den Terror“ versagt?
Angesichts der schweren Bewaffnung der Angreifer auf „Charlie Hebdo“ rüsten viele Spezialkräfte der deutschen Polizei nach. Auf den Einkaufszetteln stehen Distanzwaffen sowie besser geschützte Fahrzeuge.
Der frühere Sekretär Usama Bin Ladins ist bei einem Angriff im Jemen getötet worden. Nasser al Wuhaischi leitete den Ableger des Terrornetzwerks, der sich der Anschläge auf „Charlie Hebdo“ bezichtigt hatte.
Ist „der Westen“ in Gefahr, vom Islamismus unterworfen zu werden - oder gar im Begriff, sich ihm selbst zu unterwerfen? Eine Kulturkritik
Ein Mann zeichnet sich frei: Der Karikaturist Luz hat den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ überlebt. In seinem Buch „Catharsis“ dokumentiert er seine Trauer um die ermordeten Freunde.
Der Chefredakteur Luz verlässt „Charlie Hebdo“ und veröffentlicht sein Bekenntnis „Catharsis“. Es ist die Trauerarbeit eines Überwältigten, für den das Zeichnen zur Überlebensstrategie wird.
Er hatte den weinenden Mohammed in der ersten Ausgabe von „Charlie Hebdo“ nach dem Anschlag auf die Redaktion gezeichnet. Nun begründete Luz seinen bevorstehenden Abschied vom Satiremagazin.
„Charlie Hebdo“ hat sein Lachen verloren. Den Anschlag hat das Blatt zwar überstanden, doch die internen Streitigkeiten nehmen zu. Jetzt hat Mohammed-Zeichner Luz erklärt, das Magazin zu verlassen.
„Zombie-Katholen“ und „französisches Erwachen“: Nach dem Anschlag auf die „Charlie Hebdo“-Redaktion kursieren wirre Thesen zu Islam, Europa und Antisemitismus.
Er erklärte die Anschläge auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ als einen Plan der Terrororganisation Al Qaida. Jetzt ist Nasser Ben Ali al Ansi von einer amerikanischen Drohne getötet worden.
Ein Radrennen wird wegen eines potentiellen islamistischen Anschlags abgesagt, ein aus Iran stammender Musiker wird bedroht: Der Terror zieht in den Alltag ein. Wie tritt ihm unsere freiheitliche Gesellschaft entgegen?
Selbst ernannte Mudschahedin haben eine Ausstellung in Texas attackiert. Dort sprach zur Prämierung einer Islam-Karikatur der niederländische Islamgegner Geert Wilders. Galt ihm der Anschlag?
Renald Luzier, Karikaturist von „Charlie Hebdo“, will Mohammed nicht mehr zeichnen. Das berühmte Titelblatt mit dem weinenden Propheten, das nach dem Massenmord in der Redaktion erschien, stammt von „Luz“. Wieso hört er auf?
Seit Januar sind in Frankreich nach Angaben des Premierministers Valls fünf Anschläge verhindert worden. Die jüngsten Attentatspläne, die jetzt bekannt wurden, offenbaren eine neue Dimension des Terrors.
Kurz vor seiner Ermordung hat der Chefredakteur von „Charlie Hebdo“ ein Manuskript fertiggestellt, das nun erschienen ist. Darin richtet er sich an die „Islamophobie-Betrüger“, die mit ihrem Verhalten Rassisten in die Hände spielten.
Nach einer großangelegten Cyber-Attacke des Islamischen Staats auf die französische Sendergruppe TV5 Monde hat die Kommunikationsministerin eine Krisensitzung aller großen Medienunternehmen einberufen.
Noch während sich Menschen in der Kühlkammer des jüdischen Supermarkts in Paris vor dem Geiselnehmer versteckt hielten, wurde im Fernsehen von ihrem Versteck berichtet. Jetzt verklagen sechs Betroffene den Sender.
Der Kampf gegen den Terrorismus macht vor Unternehmen nicht halt. Arbeitgeber wie Daimler gleichen die Daten ihrer Mitarbeiter mit Verdächtigenlisten ab. Können dabei auch Unschuldige ins Visier geraten?
Noch mehr Männerphantasien: In seinem neuen Buch „Das Lachen der Täter“ erklärt Klaus Theweleit, warum Breivik ständig grinste – und warum die Lust am Töten nichts mit der Religion von Tätern zu tun hat.
Über zwanzig Millionen Euro flossen seit dem Pariser Attentat in die Kasse des Satiremagazins „Charlie Hebdo“. Jetzt streitet die Redaktion mit Erben und Management darüber, wem das Geld gehören soll.
Saur Dadajew, der tschetschenische Hauptverdächtige im Mordfall Boris Nemzow hat möglicherweise ein Alibi. Sein Anwalt sagte nach Medienberichten, Dadajew sei zur entsprechenden Zeit gar nicht in Moskau gewesen.
In Leipzig beginnt die Buchmesse mit dem Gastland Israel, das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel veröffentlicht seine Frühjahrsprognose und die Deutsche Lufthansa lädt zur Bilanzpressekonferenz.
Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow bezeichnet Saur Dadajew, den mutmaßlichen Mörder Boris Nemzows, als „echten Patrioten“. Damit legt er die Spur für ein islamistisch-extremistisches Motiv.
Zu den über sechzigtausend in der Türkei gesperrten Internetseiten ist ein prominenter Neuzugang gekommen: Auch die Seite von „Charlie Hebdo“ ist nicht mehr erreichbar. Weil sie religiöse Gefühle verletzen könnte.
Nach dem Terroranschlag in Paris auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ äußerten muslimische Schüler in Frankreich Sympathie für die Attentäter. In einer Grundschule im bayerischen Neu-Ulm gab es im Unterricht offenbar ähnliche Vorfälle.
Die Auflage der Satirezeitschrift liegt im Millionenbereich. Am Freitag kommt die neue Ausgabe an deutsche Kioske. Wie läuft der Vertrieb hierzulande?
Sie sind zwischen 16 und 21 Jahre alt und stammen aus dem Tatortumfeld. Knapp zwei Monate nach den Anschlägen auf die Hamburger Morgenpost hat die Polizei neun Verdächtige festgenommen. Die Zeitung hatte eine „Charlie Hebdo“-Karikatur auf ihrer Titelseite abgedruckt.
Nach längerer Pause erscheint „Charlie Hebdo“ wieder im gewohnten Takt. Normalität wird die Redaktion nicht mehr erleben. Auf die Solidarität folgten Kritik und interne Kämpfe. Doch die größte Last ist das Geld.