Fast wurden die Falklandinseln deutsch
Ein Hamburger machte die ersten Versuche, das Malvinas-Archipel zu besiedeln. Heute erinnert nicht mehr viel an Luis Vernet.
Ein Hamburger machte die ersten Versuche, das Malvinas-Archipel zu besiedeln. Heute erinnert nicht mehr viel an Luis Vernet.
Im Salzburger Restaurant „Ikarus“ werden die kulinarischen Werke hochrangiger Gastköche aus aller Welt angeboten. Jetzt stellt ein Buch deren Rezepte vor: ein Blick auf die Entwicklungen der internationalen Spitzenküche.
Als die Menschen fort zogen, wanderte die Königskrabbe ein - und plötzlich hat Bugøynes im Norden Norwegens wieder eine Zukunft, der Delikatesse sei Dank.
Die Goethe-Universität hat so viele Studenten wie noch nie. Das bringt manche Schwierigkeiten mit sich. Doch von Chaos will nicht einmal der AStA sprechen.
Vor fünfzig Jahren wurde Hans Scharouns Neubau der Berliner Philharmonie eröffnet. Beim Festkonzert überwog jetzt die Begeisterung für den Bau. Das war nicht immer so.
Endlich aus dem staubigen Labyrinth der Bibliotheken befreit: Ein Band mit Italo Calvinos „Sämtlichen Erzählungen“ weckt die Lebensleidenschaft, eine Sehnsucht nach Weite und Leichtigkeit.
Mehr als hundert liebevoll gestaltete Zimmer hat das „Mäusehaus“ aus den Kinderbüchern von Karina Schaapman. Wer genau hinschaut, entdeckt darin die Spuren des dramatischen Lebens seiner Schöpferin.
In der Beschreibung muss alles schon stecken: Zum hundertsten Geburtstag von Claude Simon zeigt das Pariser Centre Pompidou eine exzellente kleine Ausstellung.
Syrische Schriftsteller haben im Exil einen neuen Verband gegründet. Ihr Ziel ist es, die reiche literarische Tradition des Landes fortzuführen - und die Schrecken des Krieges in Literatur zu bannen.
Evgeny Morozov ist erst 29 Jahre alt und gilt schon als Vor- und Nachdenker der digitalen Welt. Eine seiner Diagnosen lautet: „Demokratie ist von Natur aus nicht effizient, Technokraten gefährden sie.“
Mit Beginn des Wintersemesters melden die hessischen Hochschulen wieder Rekord-Studentenzahlen. Die Raumnot macht erfinderisch.
Der Brasilianer Alex Atala war DJ, Partykönig und Nachtschwärmer, bevor er zu einem der besten Köche seines Landes wurde. Ein neues, exzellentes Buch zeigt sein ganzes Können.
Brasilien ist das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Der fünftgrößte Staat der Erde hat großes Bedürfnis nach Literatur. Ein Porträt aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Amazon erobert den weltweiten Buchmarkt. Einzig in Deutschland gibt es nennenswerten Widerstand: Ein Händlerkonsortium hat mit dem Tolino eine Alternative zum Kindle auf den Markt gebracht.
Der Autor und Blogger Sascha Lobo stellt auf der Buchmesse seinen neuen Verlag Sobooks vor. Internet und Buch sollen da nicht mehr feindlich nebeneinanderstehen, sondern zu einer Idee verschmelzen.
Die Zeit der großen Buchhandlungen ist vorbei. Heißt das, dass dadurch eine Renaissance der inhabergeführten Buchhandlung beginnt? Oder hat gegen Amazon ohnehin keiner eine Chance? Die Antwort fällt schwer.
Claude Simon, der 2005 verstorbene Nobelpreisträger für Literatur, war einer der großen Autoren des letzten Jahrhunderts. Ein Blick auf die Verbindungen, die seine Biographie und die Rezeption seines Werks mit Deutschland verknüpfen.
Mit „The Kraus Project“ überträgt Jonathan Franzen den österreichischen Publizisten Karl Kraus ins Englische. Diese sprachkritische Offensive passt zum Größenwahn unserer Zeit.
Mit einer Pastete können ambitionierte Köche beweisen, wie gut sie sind. Denn die Zubereitung ist aufwändig, und die Möglichkeiten sind vielfältig. Ein neues Buch gibt kluge Tipps.
Als sie 1783 in Zürich herauskamen, waren die „Briefe eines reisenden Franzosen“ von Johann Kaspar Riesbeck ein großer Erfolg. Als Zeitungsredakteur wusste der Verfasser genau, wie man einen Reiseführer spannend anlegt. Jetzt kann man mit Riesbeck abermals Deutschland und das Zeitalter der Aufklärung entdecken.
Vor sechzig Jahren begann Eva Rechel- Mertens das Großwerk einer kompletten Übersetzung von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ins Deutsche. Sie wurde zum Standardwerk. Nun wagt sich Bernd-Jürgen Fischer an eine neue Fassung.
Der gebürtige Kölner Karl Kemp verkauft seit vielen Jahren Antiquitäten in New York. Amerikaner haben andere Vorlieben als Deutsche. Und sie hängen weniger an ihren Stücken.
In England startet die vierte Staffel der Fernsehserie „Downton Abbey“. Am Drehort Highclere Castle läuft derweil ein anderer Film.
Er, Marcel Reich-Ranicki, hat die Literaturkritik in Deutschland wie kaum ein anderer geprägt. Er verkörperte deutsche Kultur. Er war ein emphatischer Redakteur und ein Meister der ersten wie der letzten Sätze. Ein Abschied.
Fred Baader bezeichnet sich selbst nicht als Profi, sondern als leidenschaftlichen Hobbykoch. Sein Buch aber zeigt, das Leidenschaft allein noch lange keinen guten Koch macht.
Alles, was Marcel Reich-Ranicki tat, ob als Kritiker, Förderer zahlreicher Schriftsteller oder als Journalist, Publizist und Herausgeber, war auf die ganze deutschsprachige Welt hin angelegt.
Oliver Scheytt ist im Team des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück für Kunst und Kultur zuständig. Ein Gespräch über Günter Grass, den richtigen Plan für das Berliner Stadtschloss und den falschen für das Freihandelsabkommen.
Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege, dass ihr Opa KZ-Kommandant war. Ausgerechnet diese bittere Entdeckung wird für die Frau, die als Kind adoptiert wurde und in Israel studiert hat, zur Befreiung.
Die Zeitschrift „essen & trinken“ widmet ein Sonderheft der vegetarischen Küche, beschreibt diese aber so, als müsse man nur das Fehlen von Fisch und Fleisch übertünchen. Eine Enttäuschung.
In seinem Jugendbuch hat Martin Schäuble den Stand der Technik weitergedacht. Ein Gespräch über Altwissen, das digital manipulierbar wird, Datenbrillen und wechselseitige Überwachung mit eingeblendeten Zuschauerzahlen.
Am Beispiel von dreizehn Lebensmitteln erläutert Heiko Antoniewicz in seinem neuen Buch, wie Aromen zusammenwirken. Und zwar auch solche, die nach landläufigen Vorstellungen nicht zusammenpassen, wie etwa die Banane und der Hecht.
Lob der Katalogisierung: Auf einer detailreichen Illustration, die in Bamberg gefunden wurde, ist nicht wie üblich die stilisierte Reichskrone zu sehen. Stattdessen wurde die älteste Darstellung der Heinrichskrone aufgespürt.
In Guantánamo ist angeblich ein Exemplar von Alexander Solschenizyns „Archipel GULag“ konfisziert worden. Von der Verwaltung erfährt man derweil, dass am häufigsten „Fifty Shades of Grey“ an die Gefangenen verliehen werde.
Frankfurter Gegensätze: Am Riedberg eröffnet eine Schule, im Nordend kämpft eine gegen den Zerfall.
Unordnung und späte Funde: Im Thomas-Mann-Archiv in Zürich wurden dreizehn Kisten mit Briefen aus dem Familienbesitz schlichtweg verlegt. Das erzürnt die Erben und wirft gravierende Fragen auf.
Essbares aus Feld und Flur: Coco Burckhardt erläutert kenntnisreich, was sich Wildpflanzen alles zubereiten lässt. Es ist ein gutes Buch, auch wenn sein Untertitel nicht gerade auf ein kulinarisch relevantes Werk schließen lässt.