Evolution in Rom (V)
Im „Weltinnenraum des Kapitals" gibt es eine Stelle, an der Peter Sloterdijk den Finger des Philosophen in eine klaffende Wunde legt; dies mag dem flüchtigen Leser bei der Lektüre entgangen sein, denn leichtsinnigerweise montiert Sloterdijk den betreffenden Passus im Nachgang zu seitenlangen Zitaten von Adam Smith und Rainer Maria Rilke, die des Lesers Konzentrationsfähigkeit zu diesem Zeitpunkt womöglich gänzlich konsumiert haben, und unmittelbar nachfolgende Passagen daher mit einem schweren Handicap in Sachen Aufmerksamkeit belegen. - Wie dem auch sei, Sloterdijk schreibt an besagter Stelle folgendes:
Beinahe 60 Prozent der Internetnutzer sind in sozialen Netzwerken aktiv. Überraschenderweise heißt das meistgenutzte Netzwerke Stayfriends, gefolgt von StudiVZ und Wer-kennt-wen.
Heute abend geht sie zuende, die vierte Staffel von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" Kurz vor dem großen Finale spricht Moderator Dirk Bach über das Phänomen Peter Bond, das Improvisieren im Dschungel, den erstaunlichen Abstand von Fremd- und Selbstbild bei den Kandidaten und Giulia Siegel, die nicht so gerne "der vierunddreißigjährige Krieg" genannt werden möchte.
"Prinz Eisenherz" (im Original "Prince Valiant")ist eine der berühmtesten Comic-Serien der Welt. Hal Foster zeichnete sie von 1937 an. In Deutschland wurde sie unter den als "Prinz Waldemar" germanisiert - bis Valiant im Jahr 1940 gegen die Hunnen kämpfte, was man als deutliche Anspielung auf die Deutschen verstand. Da war es aus mit Waldemar, und als er nach dem Krieg wiederkam, hieß er endlich Eisenherz. Jetzt ist eine neue deutsche Gesamtausgabe auf dem besten Weg zur internationalen Referenz.
Es ist schon interessant, zu sehen, wie's bei anderen so zugeht. Aber nicht nur die anderen sind anders. Es ist halt immer einer Frage der Perspektive. Engländer und Amerikaner etwa, die zum ersten Mal in meiner Heimatstadt sind, finden immer dieselben Dinge drollig, faszinierend oder schlicht nervtötend.
Der Web-2.0-Blase scheint die Luft auszugehen: Viele Start-ups erhalten zur Zeit keine Anschlussfinanzierung mehr oder müssen ihr Geschäftsmodell radikal ändern.
Die großen Internetunternehmen konkurrieren mit Hunderten Start-ups um Softwareentwickler und Fachkräfte für das Online-Marketing. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Die Gehälter steigen kräftig. Aber Entspannung ist in Sicht: Die Start-up- Begeisterung wird 2008 abflachen, weil vielen kleinen Unternehmen das Geld ausgeht.
Ein weiteres Netzwerk oberhalb von StudiVZ, die Öffnung für externe Entwickler, der mögliche Beitritt zu Open Social, der Stopp der Entwicklung im Ausland, die Verdoppelung der Mitgliederzahl auf mindestens 14 Millionen bis Jahresende und eine Verdrei- bis Vervierfachung des Umsatzes sind die Eckpfeiler der neuen Strategie von StudiVZ, die der CEO Marcus Riecke im Interview erläutert.