Die Generation der tickenden Zeitbomben
Demnächst beginnt der NSU-Prozess. In ihrem gerade erschienenen Buch analysiert die Autorin „die stille Wut der Wendegeneration“ und sagt: Orientierungslosigkeit ist keine Entschuldigung.
Demnächst beginnt der NSU-Prozess. In ihrem gerade erschienenen Buch analysiert die Autorin „die stille Wut der Wendegeneration“ und sagt: Orientierungslosigkeit ist keine Entschuldigung.
Der libertäre Paternalismus weiß genau, was für den Menschen gut ist. Er handelt zum Wohl der Bürger und bringt sie auf den rechten Weg. Oberflächlich betrachtet entfaltet dieses Modell enormen Charme – in Wahrheit ist es ein Anschlag auf die Freiheit.
Hans-Ulrich Wehlers Streitschrift zur sozialen Ungleichheit in Deutschland tut sich wohltuend dadurch hervor, dass sie ein wenig weiter ausholt als nur zum Rundumschlag
Zwei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima sind die Spuren oberflächlich beseitigt - doch nicht nur die psychischen Folgen des Unglücks bleiben. Zahlreiche Familien zerbrechen, vor allem die Frauen leiden.
Management-Trainerin Wanda T. Wallace unterstützt Top-Manager auf dem Weg in die oberste Führungsetage in Unternehmen wie Morgan Stanley, American Express und Allianz. Im Interview erklärt sie, warum Männer gerne zu zweit zum Chef gehen und Frauen am liebsten in Singapur leben.
Das Mannheimer Arbeitsamt darf Armutsflüchtlingen aus Bulgarien keine Sprachkurse anbieten. Dabei sind ein Fünftel von ihnen Akademiker.
Viele Eltern haben Zweifel, welche Impfungen für ihr Kind wirklich gut sind. Sie finden Bestätigung bei Skeptikern wie dem Kinderarzt Martin Hirte. Deren Kritik halten die Fachleute der Impfkommission aber für gefährlich.
Die DDR war ein antifaschistischer Windbeutel. Leere Worthülsen ersetzten eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte – ein Phänomen, das es so ähnlich auch im Westen gibt.
Sein Erfolg macht ihn unwiderstehlich, für sich selbst jedenfalls: Nassim Nicholas Taleb weiß, von welchen Prinzipien sich echte Siegertypen leiten lassen, Leute wie er. Doch wie viel Selbstlob verträgt ein Sachbuch?
Die Auftriebskräfte am amerikanischen Aktienmarkt werden schwächer. Die Stimmung ist exzessiv optimistisch. Technische Kommentare von der Wall Street.
Dämonen der Langeweile: Der bekannte New Yorker Neurologe Oliver Sacks versucht vergeblich, Halluzinationen unterhaltsam auszubeuten.
Es ist der Fluch der Moderne: Ein Daten-Tsunami überrollt die Wissenschaften. Beispiel Biomedizin. Sie ist in digitalen Nöten. Hilfe? Einen Plan gibt es schon.
Klischees über Roma erschweren die Suche nach Lösungen in der Debatte um Armutseinwanderung. Viele sehen nur „Zigeunerkönige“, bettelnde Roma-Kinder und kriminelle Netze. Der Mensch hinter den Vorurteilen geht verloren.
Das „Messie-Syndrom“ soll eine eigene Diagnose werden. Gehören Menschen, die Tiere statt Gegenstände horten, zur gleichen Patientengruppe? Aus Deutschland kommen neue Daten.
Sparen um jeden Preis: Unter dieser Losung verzichtet Frankfurt momentan auf wichtige kulturelle Institutionen, herausragende Architektur - und sein Profil.
Monumental, bescheiden oder auch komisch: Eine Frankfurter Ausstellung widmet sich den „letzten Bildern“ wichtiger Künstler, die manchmal unterschiedlicher kaum sein könnten.
In Hannover wird frisches, schlagendes Herzgewebe in zwei Hausschweine verpflanzt. Gelingt das Experiment, wird die Organspende bald schon aus einer früheren Epoche der Transplantationsmedizin stammen.
Die Angst vor Asteroiden ist ein relativ neues Phänomen. Sie stellt die Astronomen vor eine Grundsatzfrage – wie viel militärische Kooperation und Science-Fiction ist mit ihrer Wissenschaft vereinbar?
Gestern ging es bei Anne Will um das Thema Leiharbeit. Es wurde ein Lehrstück über unsere Lebensverhältnisse – und guten Journalismus.
Die Mitarbeiter von VW bekommen fürs vergangene Jahr 7200 Euro Bonus. Dagegen stehen die Opel-Beschäftigten vor einer ungewissen Zukunft.
Die deutsche Oberschule verkommt immer mehr zu einer Gesamtschule für die obere Hälfte der Bevölkerung. Das Ergebnis ist die „Realschulifizierung“ des Gymnasiums.
Beppe Grillo ist ein Sieger der Wahl - aber ins Parlament geht er nicht. Die Neulinge, die seine Bewegung in die Kammern schickt, dürften bald umgarnt werden.
Erstaunlich, wie wenig komisch eine Fernsehdebatte über die Frage sein kann, ob man als Deutscher über Hitler lachen darf. Aber einer wenigstens hat etwas davon: Frank Plasberg lernt in seiner Sendung „Hart aber fair“ ein neues Wort kennen.
Der Pirat Christopher Lauer twittert nicht mehr. Wenn schon die digitale Avantgarde vom sozialen Netzwerk überfordert ist, wird der Rest bald folgen. Wir müssen die Kunst des Ignorierens lernen.
Junge Italiener leben wieder bei ihren Eltern. Unternehmer wissen oft nicht mehr weiter. Die Finanzbehörden arbeiten zunehmend jenseits der Rechtsstaatlichkeit. Die Lage in Italien ist dramatisch - heute wird das Ergebnis der Parlamentswahlen verkündet.
Der Verteidigungsminister spricht in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über das Ansehen der Truppe, Liebe in der Ehe und Langeweile im Job. De Maizière kritisiert, Soldaten seien „geradezu süchtig“ nach Anerkennung.
Die Polizeilobby plärrt wie keine andere: Polizisten würden angegriffen, bespuckt, beleidigt. Doch was ist an den Behauptungen wirklich dran? Und wer kämpft hier eigentlich gegen wen?
In Stockholm zeigt eine bahnbrechende Ausstellung das Werk der Künstlerin Hilma af Klint, die viele Jahre vor Kandinsky abstrakt zu malen begann. Woran liegt es, dass jeder den Russen kennt, aber kaum jemand die Schwedin?
Frankfurt hatte das Land Hessen, den Bund und das Ausland für sein Romantik-Museum begeistert. Nun soll der Plan Sparmaßnahmen zum Opfer fallen. Das wäre eine gravierende Fehlentscheidung.
Der amerikanische Erdgasmarkt hat sich durch die Fördermethode Fracking stark gewandelt. Die Produktion steigt, die Preise fallen. Kurzfristig bestimmt aber immer noch das Wetter den Trend.
Was, Sie kennen den „Harlem Shake“ nicht? Dann wird es aber Zeit. Bei Youtube hat sich ein Virus ausgebreitet, das es mit der Grippe locker aufnehmen kann.
Immer mehr Unternehmen missbrauchten Werkverträge, auch um die neuen Tariferhöhungen in der Zeitarbeit zu umgehen, behaupten Gewerkschaften. Das ist längst kein Grund, gegen Werkverträge per se vorzugehen. Lieber sollte der Missbrauch bekämpft werden.
Neonazis arbeiten vermehrt im Wachschutz - als Türsteher, Ordner bei Großveranstaltungen oder in Sicherheitsfirmen. Nicht nur weil die Dienstleistungen so missbrauchsanfällig sind, ist die Entwicklung gefährlich.
Pop-Up-Galerie: Zwei Frauen aus Berlin haben eine Galerie gegründet, die bloß als geistiges Gebäude existiert. Sie zeigen Kunst an temporären Orten und nutzen dabei Häuser, die vor der Sanierung stehen.
Abschied von den 140 Zeichen: Eine Tirade über die totalitären Tendenzen einer Masse, die sich für besonders gerecht hält.
Patrick Blanc ist Botaniker, trägt grünes Haar und gilt als Pionier des vertikalen Gartens. Kein Wunder, dass in seinem Loft bei Paris die Wände leben.