„Der Staat existiert in Italien gar nicht mehr“
Ist der Wahlerfolg der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega Nord nur ein Ausrutscher oder am Ende ganz normal? Ein Gespräch mit dem Philosophen Roberto Esposito
Ist der Wahlerfolg der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega Nord nur ein Ausrutscher oder am Ende ganz normal? Ein Gespräch mit dem Philosophen Roberto Esposito
Bildeten sich die deutschen Soldaten die Angriffe belgischer Freischärler 1914 ein? Hatten sie Angst vor dem, was ihre Großväter 1870 in Frankreich erlebt hatten? Das ist eine Propagandalegende. Eine Erwiderung an die Kritiker meines Buchs.
Glaubt man Berichten einer russischen Zeitung, konnte der Weltkrieg für das Zarenreich nicht schnell genug kommen. In einer geheimen Sitzung sollen Pläne geschmiedet worden sein.
Ein Kontobuch ließ sich auch gut als Schuhsohle nutzen: Das Deutsche Historische Museum erzählt die Geschichte des privaten Sparens in Deutschland.
Der Syrien-Krieg ist ein Wendepunkt in der modernen Geschichte des Nahen Ostens – und ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht.
Der Maler Bernhard Kretzschmar war beinahe vergessen. Jetzt wird er in der Dresdner Städtischen Galerie wiederentdeckt. Sie zeigen ein Werk, das es den Interpreten stets schwergemacht hat.
Mit Schutzzöllen kennt sich Deutschland seit Bismarcks Wende gut aus. Protektionistische Politik kann aber leicht eskalieren. Am Ende gibt es dann viele Verlierer.
Die deutsche Ostexpansion im Ersten Weltkrieg sehen manche Historiker als Ouvertüre für die nationalsozialistische Vernichtungspolitik. Was spricht für eine Kontinuität, was dagegen?
Im Sommer 1918 rückt die deutsche Armee bis ans Schwarze Meer vor. In der Ukraine stützt die Oberste Heeresleitung die Militärdiktatur von „Hetman“ Pawlo Skoropadskyj. Das Land wird für wenige Monate deutscher Satellitenstaat.
Jakob Hein hat seinen ersten historischen Roman geschrieben. „Die Orient-Mission des Leutnant Stern“ erzählt, wie der Dschihad den ersten Weltkrieg beenden sollte.
Vor 100 Jahren kehrte Hilfskreuzer „Wolf“ aus Australien zurück – mit Beute und Gefangenen. Seine kühnen Pläne hatte der Kommandant vor der Abreise selbst vor seinen Offizieren geheim gehalten.
Verspätete letzte Ehre: Ein Soldat aus dem Ersten Weltkrieg wurde nahe Verdun beigesetzt – mehr als 100 Jahre nach seinem Tod. Seine Überreste waren bei Bauarbeiten gefunden worden.
Der Friedensschluss von 1918 machte die Ukraine unabhängig. Heute wird er in der Erinnerungskultur des Landes verklärt – und spielt auch im Verhältnis zu Putin eine Rolle.
59 Jahre lang besuchte kein türkischer Staatschef einen Papst – das hat sich nun geändert. Papst Franziskus hat den türkischen Präsidenten Erdogan zu einem Gespräch im Vatikan empfangen.
Würde Gustav Stresemann heute die AfD wählen? Die Partei möchte nun zumindest eine Stiftung nach ihm benennen. Doch Stresemanns Erbe ist ein völlig anderes.
Eine hessische Gemeinde will mit einem Mahnmal an den Völkermord im Osmanischen Reich erinnern. Es gibt heftige Kritik an dem Plan – auch aus der Türkei.
Vor hundert Jahren begann der lange Kampf der Ukraine um ihre Unabhängigkeit. Damals ließ der Westen das Land von der politischen Weltkarte verschwinden. Ein Gastbeitrag.
So radikal zeitgenössisch die Werke Adolf Hölzels waren, so bedeutend sind sie noch heute. Jetzt sind einige von ihnen in Freiburg gemeinsam mit Arbeiten seiner Schüler zu sehen.
Nicht nur das Ende des Ersten Weltkrieges hat 2018 Jubiläum, sondern auch die Einheitsnorm DIN, die Tang-Dynastie – und der erste Geldautomat in Deutschland. Aber sehen Sie selbst!
Das Muster aller Wahlen im Ostblock war keine Farce, sondern die Einübung in einen Akt der Unterwerfung: Wie die Massenmobilisierung vor der Wahl des Obersten Sowjets am 12. Dezember 1937 und der Massenmord des Großen Terrors zusammenhängen.
Vor hundert Jahren präsentierte Präsident Woodrow Wilson seine 14 Punkte. Die Welt hätte sie bitter benötigt, doch die Herrschenden waren damals noch nicht bereit dafür.
Schwierig war die Lage auch für sie. Aber Probleme wie die Schweiz hätten andere Länder während des Ersten Weltkrieges sehr gerne gehabt.
Originell und schräg genug? Zwei Ausstellungen in Paris zeigen frühe Beispiele der Art brut. Die Sammlungen, die in psychatrischen Einrichtungen entstanden sind, ergründen auch die Verbindung zwischen Geisteskrankheit und künstlerischem Ausdruck.
Die AfD will eine Stiftung nach Gustav Stresemann benennen. Ein besseres Vorbild für Demokraten lässt sich kaum finden. Man kann eine Menge von dem großen Staatsmann lernen – wenn man auf die richtige Phase seines Lebens blickt.
Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr befindet sich seit Jahresbeginn in einer Krise. Von Verwaltungschaos und Kungeleien ist die Rede. Dabei war die Neueröffnung so vielversprechend.
Tief im Westen Belgiens schlummert eine Zeitkapsel der Weltkriegsgeschichte. Ein Brite, ein Belgier und ein Deutscher wollen sie mit Hilfe von Crowdfunding öffnen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.
Eine knappe Stunde reicht leider nicht für den großen Bogen, den der französische Dokumentarfilmer Olivier Horn zum hundertsten Geburtstag Finnlands zu schlagen versucht.
Die Osteuropa-Historikerin Eva Ingeborg Fleischhauer vertritt die These, entscheidend für das Gelingen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution sei die „Aktionsgemeinschaft“ zwischen Lenin und dem deutschen General Erich Ludendorff gewesen. Diese habe angeblich seit Lenins Flucht aus Russland nach der gescheiterten Revolution von 1905 bestanden und ihren Höhepunkt 1917 erreicht.
Im polnischen Białowieża wird neuerdings kräftig geholzt. Naturschützer und Forscher protestieren. Was ist los in einem der letzten Urwälder Europas?
Wer kennt den Unterschied zwischen einer bürgerlichen und einer proletarischen Revolution? Marx und Engels übersahen ihn. Sonst wäre vieles anders gekommen. Ein Gastbeitrag.
Doderers „Die Strudlhofstiege“ gehört zu den Höhepunkten deutschsprachiger Literatur im zwanzigsten Jahrhundert. Im Audio Verlag erscheint jetzt die ungekürzte Lesung von Peter Simonischek aus dem Jahr 1996.
100 Jahre nach der Oktoberrevolution glauben manche, sie könnten wie Stalin, Lenin und Radek die Meinung anderer Leute bestimmen. Beim Bürgertum jedoch kommt man ohne Manieren und Gulags nicht weit.
Vor 100 Jahren wurde Mata Hari hingerichtet. In ihren letzten Stunden erkannte sie die Rolle ihres Lebens. Über Spionage als Fortsetzung des Kurtisanentums mit anderen Mitteln.
Die deutsch-russische Historikerkommission beleuchtet mit der Frage nach der Verantwortung für die Auslösung des Ersten Weltkriegs ein Schlüsselproblem, das wiederholt deutsch-russische Kontroversen provozierte, zeigten sich doch beide Seiten immer wieder darum bemüht, die „Hauptschuld“ für die Auslösung des Ersten Weltkriegs dem jeweils anderen Land in die Schuhe zu schieben.
Rückkehr der Wirklichkeit: Auch in der Schweiz blühte die Neue Sachlichkeit – und zwar auf ganz eigene Weise. Daran erinnert eine konzise Schau im Museum Oskar Reinhart in Winterthur.
Jahrzehntelang hieß es: Finger weg von tierischen Fetten. Doch dass sie krank machen, wurde nie bewiesen. Nun hat sich das endlich auch in Deutschland herumgesprochen.