Spanien Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema

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Blogs | Formfrei

Was haben Griechenland, Spanien und Portugal (noch) gemeinsam?

Ist es Zufall? Mit Griechenland, Spanien und Portugal kommt die große Schulden-Kacke nicht nur bei drei Vertretern der südeuropäischen Peripherie zum Dampfen, sondern die Delinquenten eint noch etwas ganz anderes: Sie schafften die Transformation vom autoritären Staat zur marktwirtschaftlichen Demokratie erst vergleichsweise spät, nämlich Mitte der 70er-Jahre. Das Gros der übrigen EU-Länder (mit Ausnahme der ehemaligen Ostblockstaaten) hat ihnen auf diesem Weg also rund 25 Jahre voraus.

Thomas Strobl
12.05.2011 13:31 Uhr
Blogs | Ad hoc

Alternativlose Paketlösungen

„Alternativlos" ist als Unwort des Jahres 2010 eine gute Wahl. Zur Begründung heißt es, das Wort suggeriere, dass es bei einem Entscheidungsprozess keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit zur Diskussion und Argumentation gebe. Als Beispiel wird Bundeskanzlerin Angela Merkel angeführt, die die finanziellen Hilfen der Europäischen Union zur Stabilisierung Griechenlands als „alternativlos" begründet hatte. Das Unwort inspiriert zugleich zu einer kleinen Vorschau: Wetten, dass sehr bald eine „Paketlösung" alternativlos sein wird, um Griechenland umzuschulden und die Last der finanziellen Sorgen von Ländern wie Portugal und Spanien zu nehmen?

Carsten Knop
23.01.2011 12:20 Uhr
Blogs | Stützen der Gesellschaft

Wem die Stunde klingelingelingt

Schon in meiner Zeit als Berater war es üblich, die miesesten Nummern in Sachen Kündigungen, Betriebsverlagerungen und Nutzung von Synergien zu einem Zeitpunkt zu machen, da sich andere schlecht dagegen wehren können. Gerade in der Zeit um Weihnachten herum ist das Vorgehen zwar besonders hinterhältig, aber auch sehr effektiv. Ich war dabei, und deshalb denke ich, dass man jetzt darüber nachdenken kann, ob es sinnvoill ist, nochmal zu Glockenklangzeiten dabei zu sein, wenn Spanien und der Euro vor die Hunde gehen.

Don Alphonso
06.12.2010 13:44 Uhr
Blog | Per Anhalter durch die Arbeitswelt

Von der Vuvuzela zum Veschabox: Warum Deutschland doch nicht Weltmeister wurde

Es war eine tolle Fußball-WM und das deutsche Team ist weiter gekommen als erwartet. Letztlich hat nicht viel gefehlt und ganz Deutschland hätte den WM-Titel gefeiert. Doch was hat gefehlt? Auf der Pressekonferenz hatte Joachim Löw keine Antwort auf diese Frage. Also muss wieder einmal der Reiseführer „Per Anhalter durch die Arbeitswelt" zu Rate gezogen werden. Und er hat (natürlich) die Antwort.

Christian Scholz
19.07.2010 08:42 Uhr
Blogs | Stützen der Gesellschaft

Die Rettung Europas mit Scarlatti und Avison

Nun stehen wir also wieder am Beginn eines innereuropäischen Konflikts, der den Kontinent auseinander reissen wird. Wir werden nicht aufeinander schiessen und uns dennoch als Feind betrachten, wir werden dem anderen den Untergang an den Hals wünschen und selbst unsere Schätze vor den anderen verstecken, wir werden einander am Wegesrand krepieren lassen, auch wenn wir dort gerne Urlaub machten. Das ist schlimm, und deshalb habe ich eine Idee über Concerti Grosso von Avison über Themen von Scarlatti.

Don Alphonso
27.04.2010 21:51 Uhr
Blogs | Sanchos Esel

Mehr Grautöne, bitte: Nachrichten von der spanischen Justizfarce

Soledad Gallego-Díaz hat in "El País" noch einmal in Erinnerung gerufen, was sich in diesen Tagen abspielt. Der Oberste Gerichtshof, schreibt sie, wird sich nicht zu den Verbrechen des Franquismus äußern, nicht zu Massengräbern, nicht zu den Liquidierungen im Bürgerkrieg und in den Jahren darauf, die nach internationaler Rechtsprechung nicht verjähren können, nicht zu Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er wird ausschließlich darüber entscheiden, ob der Ermittlungsrichter Baltasar Garzón das Recht gebeugt - also betrügerisch gehandelt - hat, als er 2008 über die genannten Verbrechen zu ermitteln begann.

Paul Ingendaay
18.04.2010 21:55 Uhr
Blogs | Sanchos Esel

Tüten und Eimer: Was Barcelona von Zürich unterscheidet

Vor vielen Jahren saß ich auf einem Flug nach Zürich neben einem dunkelhaarigen Herrn, der sich im Lauf unserer Plauderei als Geschäftsmann herausstellte und gerade seine Eltern in der Extremadura besucht hatte. Wir sprachen über Spanien, sein Heimatdorf, gutes Essen, die Themen also, auf die man schnell kommt und über die es immer viel zu erzählen gibt. Irgendwann sagte der Mann: „Aber ich könnte dort nicht leben. Die Extremadura besuche ich; in der Schweiz lebe ich." Dann fiel er vom Spanischen in ein Schwyzerdütsch, an dessen Echtheit ich keine Sekunde zweifelte, und behielt die Sprache in der nächsten halben Stunde bei. Genau die Zeit, in welcher wir über Ordnung, Sauberkeit, frühe Bettruhe und die strengen Anstandsregeln einer gutorganisierten Zivilgesellschaft sprachen.

Paul Ingendaay
21.01.2010 19:23 Uhr

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