So knöpft sich das Kartellamt jetzt die Mineralölkonzerne vor
Rohöl wird billiger, Tanken bleibt teuer – woran liegt das? Die deutschen Marktwächter leiten eine neue Untersuchung ein.
Rohöl wird billiger, Tanken bleibt teuer – woran liegt das? Die deutschen Marktwächter leiten eine neue Untersuchung ein.
In den ersten Nachbarländern wirken jetzt die staatlichen Eingriffe in den Kraftstoffmarkt – ordnungspolitisch ist das umstritten. Hierzulande ist es vor allem das billigere Rohöl, das Kraftstoff zumindest ein wenig günstiger werden lässt.
Nicht nur bei Aldi und an den Tankstellen in Deutschland spürt man den Preissprung: In ganz Europa steigt die Inflation im März deutlich. In einer Reihe von Euroländern gibt es jetzt sogar zweistellige Inflationsraten. Doch die EZB zögert.
Erstmals fließen jetzt Folgen des Ukrainekriegs in die Inflation ein. Brot verteuert sich um 7 Prozent, Heizöl um 99 Prozent. Ökonomen schließen selbst zweistellige Inflationsraten nicht mehr aus. Wann reagiert die EZB?
Der Vizekanzler verschärft flugs das Wettbewerbsrecht, um etwas gegen die hohen Spritpreise zu unternehmen. Tatsächlich geht es ihm aber um etwas anderes.
Die Wettbewerbshüter sollen auch Raffinerien und Großhändler unter die Lupe nehmen. Tankstellen sollen künftig neben den Preisen auch Mengen melden.
Die Idee vom Tankrabatt taugt nichts. Doch sie zeigt, was in der deutschen Verwaltung schief läuft. Dieses Mal verheddert sich sogar die Bundesregierung im Gesetzesdickicht.
Der Shell-Konzern will auf Öllieferungen aus Russland verzichten. Wer Heizöl bestellt hat, könnte bald enttäuscht werden
Das Wiesbadener Unternehmen Hy2gen will die Wasserstoffproduktion vorantreiben. Dafür hat es nun 200 Millionen Euro Kapital eingesammelt, womit weltweit Produktionsanlagen errichtet werden sollen.
1,709 Euro kostete Super im Herbst 2012. Jetzt steuert der Preis wieder auf diesen Wert zu. In manchen Städten ist er schon überschritten. Wie kommt es zu diesem Anstieg – und wie geht es weiter?
Der Tankstellen-Kollaps in Großbritannien bedroht nun das Gesundheitssystem und die wirtschaftliche Erholung des Landes. Medizinisches Personal fürchtet, nicht mehr in Krankenhäuser und Praxen fahren zu können.
Die baden-württembergische Landesregierung startet eine Pilotanlage, um alternative Kraftstoffe zu produzieren. Eine halbe Milliarde Euro soll das kosten.
Eine Untersuchung zeigt: Mineralölkonzerne und Tankstellen geben die Mehrwertsteuersenkung nur unvollständig an die Autofahrer weiter.
Der Ölpreis fällt immer weiter in lange nicht für möglich gehaltene Tiefen. Autofahrer können viel billiger tanken. Aber nicht unbedingt und überall in dem Ausmaß, die die desaströse Lage an den Weltmärkten abbildet.
Die CDU will endlich den gordischen Klima-Knoten durchschlagen. Es wäre aber schon viel gewonnen, wenn der Preis auf Kohlendioxid nicht so endet wie die Energiewende.
Mit einem Milliarden-Paket will Verkehrsminister Scheuer den Verkehrssektor klimafreundlicher machen. Vor einem Spitzentreffen der Regierung am Freitagabend machen Union und SPD noch einmal ihre Positionen deutlich.
Das Bundeskartellamt hat die Spritpreise in den Blick genommen: Offenbar gibt es neue Muster für das Auf und Ab der Preise – und einige Auffälligkeiten.
Wieso müssen die Deutschen gerade mehr Geld fürs Tanken ausgeben, obwohl der Ölpreis fällt? Forscher nehmen nun die Mineralölkonzerne in Schutz – zumindest etwas.
Das Niedrigwasser am Rhein sorgt dafür, dass Benzin so teuer ist, sagen die Ölkonzerne. Stimmt gar nicht, sagt der ADAC: Die Unternehmen machen sich die Taschen voll. Nun meldet sich das Kartellamt zu Wort.
Auch wenn die Benzinpreise in den vergangenen Tagen ganz leicht wieder etwas gefallen sind, bleiben sie hoch. Warum eigentlich?
Die Tageszeiten, an denen Autofahrer günstig tanken können, haben sich verschoben. Dies geht aus einer Analyse hervor, die der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) erstellt hat.
Benzin wird nicht mehr zum Ferienbeginn und an Feiertagen teurer - sondern jeden Tag um 17 Uhr. Dafür gibt es einen Grund. Und der ist erstaunlich.
Früher schwankten die Benzinpreise im Wochenrhythmus, auch zu Ostern wurde es wieder teurer. Inzwischen muss der Autofahrer aber vor allem auf die richtige Uhrzeit achten, um günstig zu tanken.
Fünf große Mineralölkonzerne dominieren den deutschen Tankstellen-Markt. Was bleibt für den Rest?
Drei große europäischen Mineralölkonzerne werden verdächtigt, den Ölpreis manipuliert zu haben. Autofahrer, Anleger und Besitzer von Ölheizungen könnten um Milliarden betrogen worden sein.
Wer steckt hinter Demonstrationen? Es sind vor allem Vorruheständler, Rentner und Pensionäre. Die Protestlandschaft sei von Männern dominiert, sagt eine Studie. Und überall sind Ingenieure anzutreffen.
Der ADAC hat das Jahr 2012 als das „teuerste Tankjahr aller Zeiten“ bezeichnet. Der Autoclub macht hohe Ölpreise, aber auch das Gewinnstreben der Konzerne dafür verantwortlich. Das Kartellamt glaubt, dass 2013 die Spritpreise wieder sinken werden.
Der Bund kürzt die Mittel für den öffentlichen Verkehr, obwohl immer mehr Menschen vom eigenen Auto darauf umsteigen. Das zwingt die Betreiber wirtschaftlicher zu werden.
Autofahrer können ab nächstem Jahr die Preisentwicklung an den rund 14.000 Tankstellen auch innerhalb eines Tages im Internet überwachen. Der Bundestag beschloss am Donnerstag das Gesetz für mehr Markt-Transparenz. Drei Fragen und drei Antworten.
Endlich werden die Spritpreise transparent. Das Bundeskartellamt will eine Datenbank aufbauen, für die alle deutschen Tankstellen ihre Benzinpreise melden müssen. Eine App verrät dann die günstigste Tankstelle in der Nähe.
Deutschland stöhnt über hohe Spritpreise. Auch wenn sie historisch immer noch niedrig sind, so bekommen die Autofahrer doch den Ölhunger der Welt zunehmend zu spüren.
Das Bundeskartellamt kommt in seinem Verfahren gegen die fünf großen Mineralölkonzerne nicht voran. Der Betreiber der „Jet“- Tankstellen will keine Auskunft über sein Preisverfahren geben, weil er nicht Teil des marktbeherrschenden Oligopols sei.
Um die Mineralölkonzerne zu stoppen, ist dem Verkehrsminister „jedes Mittel recht“. Wirtschaftsminister Rösler will daher nun eine Meldepflicht einführen. Ob dieser Eingriff hilft? Wohl kaum.
Nach dem Willen von Wirtschaftsminister Rösler sollen Tankstellen künftig an eine zentrale Stelle melden, wann und wie sie die Preise an der Zapfsäule ändern. Auch ihre Einkauspreise sollen sie melden, um dem Kartellamt die Arbeit zu erleichtern. Die Branche ist entsetzt.
Der Bundeswirtschaftsminister sieht im Kartellamtsverfahren gegen die führenden Mineralölkonzerne die Umsetzung geltenden Wettbewerbsrechts.
Die Wettbewerbsverfahren gegen die Mineralölkonzerne in Deutschland sind ein Signal, aber nicht der sehnlich erwartete große Schlag gegen die „Big Five“. Eigentlich müsste das Kartellamt bei den Raffinerien der Konzerne graben.