Gewerkschaften streiten über Mindestlohnhöhe
Verdi-Chef Bsirske will den Mindestlohn rasch von 8,50 auf 10 Euro erhöhen. Damit verärgert er nicht nur die Arbeitgeber. Auch seine Kollegen aus anderen Gewerkschaften sind irritiert.
Verdi-Chef Bsirske will den Mindestlohn rasch von 8,50 auf 10 Euro erhöhen. Damit verärgert er nicht nur die Arbeitgeber. Auch seine Kollegen aus anderen Gewerkschaften sind irritiert.
Alle Welt will deutsche Waren kaufen. Die Kritik der EU daran wollen deutsche Sparer nun wirklich nicht hören. Denn leider haben sie ihr Geld im Ausland schlecht angelegt. Und einiges wurde in den Euro-Krisenländern verkonsumiert.
Im Fall Edathy stehen einige schlecht da, andere nicht so gut. Eine aber zeigt, wo es langgeht: Kanzlerin Angela Merkel. In einer misslichen Lage hat sie - nur vermeintlich zaudernd - die Gelegenheit beim Schopfe gepackt.
Mit einem zwölf Punkte umfassenden Fragebogen für Gewerkschaften und Verbände startet Sozialministerin Nahles die Arbeit am Mindestlohn. Interessant sind vor allem die Ausnahmen.
Der Bahn-Gewinn hat sich im vergangenen Jahr halbiert, der künftige DGB-Chef Hoffmann fordert eine zügige Anhebung des Mindestlohns. BMW-Mitarbeiter haben ein Recht auf Unerreichbarkeit.
Die SPD wollte sich mit den Gewerkschaften aussöhnen. Die Union hatte nichts dagegen. Also einigte man sich darauf, dass manche Leute früher als bisher in Ruhestand gehen können. Doch die Einigkeit ist längst dahin.
Jeder elfte Beschäftigte arbeitet nebenbei noch im Minijob - etwa doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor. Auch dafür sollte es den Mindestlohn geben, findet die Arbeitsmarktexpertin der Grünen.
Seit Jahren sinkt die Schwarzarbeit in Deutschland. Nun könnte sich das ändern - durch den Mindestlohn, den höheren Pflege-Beitrag und die „Rente mit 63“, sagt Arbeitsmarktforscher Friedrich Schneider.
Handwerk und Handel fordern niedrigere GEZ-Gebühren, Versicherer wollen 14 Milliarden Euro in Infrastruktur investieren und der Frankfurter Ökonom Jan P. Krahnen sieht Risiken in Barniers Vorschlägen für Eigenhandel der Banken.
Noch sperren sich die Gewerkschaften gegen Ausnahmen vom Mindestlohn. Doch selbst die Grünen denken über abgesenkte Lohnsätze für Berufseinsteiger nach.
Angela Merkel sprach in ihrer Regierungserklärung wieder vom Herz, das den Verstand führen müsse. Die Zeit der schwarz-gelben Koalition hat es offenbar nicht gegeben. Alles wird gut.
Amerikas Präsident drängt den Kongress seit Monaten dazu, den allgemeinen Mindestlohn von derzeit 7,25 Dollar anzuheben. Bislang ohne Erfolg. Nun prescht er offenbar im Alleingang vor.
Gewerkschaften kritisieren die von der CSU geforderten Ausnahmen vom Mindestlohn. Immer mehr Branchen würden versuchen, sich in den nicht vom Mindestlohn erfassten Bereichen zu bewegen.
Die Arbeitsbedingungen von Textilarbeitern in Asien sind nicht gut. Die deutsche Modeindustrie will das ändern, sagt sie. Doch die Arbeiter haben davon wenig. Wenn ein Land in die Schlagzeilen gerät, ziehen viele Firmen schlicht ins nächste.
Schwarz-Rot diskutiert Ausnahmen vom geplanten Mindestlohn. Sie könnten rund zwei Millionen Menschen betreffen, hat die Hans-Böckler-Stiftung ausgerechnet. Es geht um Rentner, Schüler, Minijobber.
Energiewende, Rente, Mindestlohn: Über die Richtlinien der deutschen Politik bestimmt derzeit Sigmar Gabriel. Und die Kanzlerin lässt es laufen.
Deutschlands oberster Wirtschaftsweiser warnt davor, dass der Mindestlohn viele Stellen kostet. Amerikanische Forscher geben ihm recht. Die Quintessenz ihrer Studie: Keiner sieht, wie viele Arbeitsplätze ohne einen Mindestlohn entstanden wären.
Die Kritik reißt nicht ab: Schon wieder wettert ein prominenter Ökonom gegen den geplanten flächendeckenden Mindestlohn. Er werde mehrere 100.000 Arbeitsplätze kosten, glaubt der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt.
Im Mai stimmen die Schweizer über eine Lohnuntergrenze ab. Was in der Schweiz der Mindestlohn sein soll, wäre in Deutschland für viele ein Traumgehalt.
Immer wieder haben Fleischer über schlechte Arbeitsbedingungen geklagt. Jetzt steht ein Mindestlohn in Aussicht - und gerade dann einigen sich Arbeitgeber und Gewerkschaft überraschend auf eine Lohnvereinbarung.
Dass die Union den Mindestlohn unterstützt hat, liegt weniger an fachlicher Einsicht als an politischem Kalkül: Viele hofften wohl, das Thema damit endlich vom Tisch zu haben. Das war kurzsichtig. Der Streit über die Höhe wird nun Dauerthema.
Die Gewerkschaft „Nahrung Genuss Gaststätten“ will einen höheren Mindestlohn. Die geplanten 8,50 Euro pro Stunde würden nicht zum Überleben ausreichen.
Frank Bsirske, der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, will keine Ausnahmen beim geplanten Mindestlohn. Nur eine einheitliche Regelung könne Lohndumping verhindern.
Nächster Streit in der großen Koalition: Die CSU will den geplanten gesetzlichen Mindestlohn einschränken. Und ihn außerdem der Kontrolle der Politiker entziehen.
Arbeitnehmer sollen bald einen Mindestlohn von 8,50 je Stunde bekommen. Wie aber sieht es mit vielen Selbständigen aus? Laut Berechnungen des DIW verdienen rund 1,1 Millionen von ihnen weniger.
Fast alle Textilfabriken Kambodschas sind geschlossen. Tausende Arbeiter gingen auf die Straße. Den Gewerkschaften reicht die Erhöhung des Mindestlohns nicht aus.
In ungewöhnlich scharfen Worten verlangt der wichtigste Unternehmens-Lobbyist Großbritanniens, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter besser bezahlen. „Zu viele Menschen stecken in Mindestlohn-Jobs fest.“
Die Arbeitgeber wollen viele Ausnahmen vom Mindestlohn, die Gewerkschaft Verdi will möglichst rasch eine Erhöhung. Jetzt warten alle gespannt, auf wen die neue Arbeitsministerin Nahles wohl hören wird.
Unionspolitiker melden sich dieser Tage immer wieder mit Forderungen nach Ausnahmen beim geplanten Mindestlohn. Der Chef der Gewerkschaft Verdi nimmt nun einfach mal die gegenteilige Position ein - und drängt auf eine rasche Anhebung.
Die deutsche Politik hat vergessen, warum die Reformen der Regierung Schröder nötig waren. Nun droht die große Koalition das Erreichte wieder zu verspielen, schreiben die Ökonomen Lars Feld und Benjamin Weigert in einem Gastbeitrag für die F.A.Z.
CSU-Chef Horst Seehofer will Ausnahmen vom Mindestlohn, die SPD will das nicht. Die SPD ist im Vorteil - dank des Koalitionsvertrags.
Wenn es nach CSU-Chef Horst Seehofer geht, soll der Mindestlohn nicht für alle gelten. Rentner, Praktikanten und Saisonarbeiter sollen weniger verdienen können. Die SPD hält dagegen nichts von Ausnahmen.
In der Fleischindustrie soll ein Mindestlohn für die rund 80.000 Beschäftigten eingeführt werden. Doch die Tarifverhandlungen gehen nicht wie gewünscht voran.
130 Wirtschaftsprofessoren warnen die Bundesregierung vor einem falschen Weg in Sachen Mindestlohn. Sie halten es für einen Fehler, auf Lehren aus dem britischen Modell zu verzichten.
Kaum im Amt, setzt Andrea Nahles erste Duftmarken. Die Ministerin mit dem größten Etat garantiert den flächendeckenden Mindestlohn innerhalb der nächsten drei Jahre und sagt dem „Anwesenheitswahn“ in Firmen den Kampf an.
Die große Koalition ist gerade erst beschlossen, da gehen die Nickeligkeiten schon los. Hier sind die aktuellen Knackpunkte.