Und London lacht
Man ahnte es schon nach dem Versöhnungstreffen im Kanzleramt am Montag: Diese Woche würde deutsche Steuerzahler wieder richtig teuer kommen.
Man ahnte es schon nach dem Versöhnungstreffen im Kanzleramt am Montag: Diese Woche würde deutsche Steuerzahler wieder richtig teuer kommen.
Mit ihrer Kritik an der Zahlungsmoral der Griechen sorgte IWF-Chefin Christine Lagarde für einen Sturm der Entrüstung in Athen. Nun stellt sich ausgerechnet der oberste griechische Steuerfahnder hinter sie.
Die Stadien der Fußball-Europameisterschaft sind rechtzeitig fertig. Das macht viele Polen stolz - vor allem Zbigniew Pszczulny: Der Architekt hat nicht nur mit dem Nationalstadion in Warschau die Kulisse für die EM geprägt.
Euroländer wie Spanien stecken in einem Teufelskreis, aus dem sie sich kaum aus eigener Kraft befreien können. Eine Bankenunion würde die Abhängigkeit zwischen den Regierungen und ihren Bankensystemen durchbrechen. Von Clemens Fuest, Ökonom
Der internationale Bankenverband hat auf seinem Frühjahrstreffen in Kopenhagen sehr skeptisch die Aussichten der Weltkonjunktur eingeschätzt. Die Schuldenkrise und politische Spannungen im Euroraum bedrohen die Weltwirtschaft am meisten.
Die meisten Fachleute hatten diese Entscheidung erwartet: Die Europäische Zentralbank lässt den Leitzins im Euroraum unangetastet. Nur ganz vereinzelt hatte es im Vorfeld Rufe nach einer Senkung gegeben.
Im Ringen um die Rettung Spaniens zeichnet sich noch kein Kompromiss ab. Neben dem Rettungsfonds erwägt die EU offenbar Alternativen. Neue Konjunkturdaten zeigen unterdessen: Die Krise hat in Spanien längst nicht nur die Banken erfasst.
Die Unsicherheit in der Eurozone gibt Anlass zu zahlreichen Spekulationen. Doch Europa ist nicht die Welt. Schwächt die Weltkonjunktur ab, ist das alles andere als eine gute Nachricht.
Seit Wochen hat Spanien Finanzprobleme, weil das Land seine Banken retten muss. Unter den Rettungsschirm will die Regierung nicht. Jetzt haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble offenbar verabredet, das Land trotzdem dazu zu bewegen.
Griechenlands Euro-Austritt scheint vielen nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Jetzt setzt sogar der Nachbar Zypern eine Arbeitsgruppe ein, um sich dafür zu wappnen.
Manche Politiker hoffen, dass die EU-Staaten die Banken direkt stützen. Doch dafür fehlten wichtige Voraussetzungen, sagt Sabine Lautenschläger, die im Vorstand der Bundesbank für Bankenaufsicht zuständig ist.
S&P beziffert die Wahrscheinlichkeit für ein griechisches Euro-Aus auf ein Drittel, Egan-Jones stuft Großbritannien herab und die australische Zentralbank senkt den Leitzins.
Die Grüne Insel stimmt an diesem Donnerstag über den Europäischen Fiskalpakt ab. Ein „Nein“ wäre womöglich der erste Schritt auf dem Weg zum Euro-Ausstieg.
Mit Euler Hermes versichert nun auch der weltgrößte Kreditversicherer keine Ausfuhren nach Griechenland mehr. Wettbewerber wie Coface waren schneller. Sie warnen mit deutlichen Worten vor einem Desaster.
Leeres Gerede, Gewaltverharmlosung und pseudorevolutionäres Geschwätz: Der Links-Politiker Alexis Tsipras steigt trotz seltsamer Ansichten in Griechenland zum potentiellen Königsmacher auf.
Griechenland steht vor Neuwahlen. Der radikale Linke Alexis Tsipras will mit seiner Syriza-Partei stärkste Kraft werden - dem Wahlsieger winken im griechischen Wahlsystem 50 zusätzliche Sitze als Mehrheitsprämie. Die traditionellen Parteien könnten ihm das im Falle seines Wahlsiegs heimzahlen.
Angesichts freundlicher Vorgaben aus Asien sind die europäischen Börsen am Dienstag mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Händler blieben angesichts der Krise in Spanien und Griechenland jedoch skeptisch.
Die Schuldenkrise eskaliert. Ein Staatsbankrott und der Euro-Austritt Griechenlands werden nicht mehr ausgeschlossen. Professor Bernd Lucke spricht im F.A.Z.-Interview über die Gelder an Griechenland und die Folgen der Rettungsschirmpolitik.
Die vier größten griechischen Banken haben eine zugesagte Geldspritze erhalten. Das Geld stammt aus dem Euro-Hilfsprogramm. Die griechischen Banken leiden auch darunter, dass etliche Griechen ihr Geld abheben oder in andere Länder überweisen.
Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler.
Nach dem Platzen der Immobilienblase haben die deutschen Banken ihr Engagement in Spanien zwar reduziert, stehen aber weiterhin mit 112 Milliarden Euro im Feuer. Die meisten ausstehenden Kredite weist die Deutsche Bank auf. Auch der deutsche Staat wäre von der Krise in Spanien getroffen.
In Spanien spitzt sich die Krise weiter zu. Die Aktie der Großbank Bankia erlebt an diesem Montag einen drastischen Kurssturz. Mit rund 20 Milliarden Euro will der Staat das Finanzinstitut retten. Die Spekulationen werden lauter, dass auch Spanien bald nach dem europäischen Rettungsfonds greifen könnte. Madrid hält dagegen.
Mit scharfer Kritik hat Athen auf die Äußerungen der IWF-Chefin Christine Lagarde reagiert. Die IWF-Chefin habe „die Griechen beleidigt“, sagte der Vorsitzende der Sozialisten Venizelos.
„Helft euch selbst“, blafft jetzt sogar IWF-Chefin Christin Lagarde die Griechen an. Ein Austritt aus dem Euro wird mit jedem Tag wahrscheinlicher.
Die Chefin des Internationalen Währungsfonds hat der britischen Zeitung „Guardian“ ein bemerkenswertes Interview gegeben. Christine Lagarde wird darin so deutlich wie kaum ein Politiker in den vergangenen zweieinhalb Jahren, seit Griechenland nicht mehr selbst für sein Auskommen sorgen kann.
Die Investoren verabschieden sich vom Euro, das Risiko eines Sturms auf die Banken in Hellas wächst. Da soll es wohl alle beruhigen, wenn die Bundesregierung Pläne für eine griechische Sonderwirtschaftszone schmiedet.
Normalerweise ist der Begriff „failed state“ Ländern wie Somalia vorbehalten. Der designierte Co-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, sieht nun auch Griechenland in diesem Zustand.
Europas Aktienmärkte starten mit leichten Kursgewinnen in den Handel. Fester tendieren vor allem Bankenwerte. Die Aktie der spanischen Sparkassengruppe Bankia ist unterdessen vom Handel ausgesetzt.
Zu große Banken, zu wenig Exporte - die Briten hadern mit den Fehlern ihrer Wirtschaftspolitik. Im Gespräch mit der F.A.Z. äußert sich Wirtschaftsminister Cable zur Strategie der Londoner Regierung und einem möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone.
Nach freundlichem Start tendieren die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Donnerstag wenig verändert. Der Dax verliert leicht und fällt auf 6283 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index verliert 0,2 Prozent auf 1374 Punkte. Der EU-Sondergipfel in Brüssel habe keine konkreten Beschlüsse zu Tage gefördert, so die Meinung der Helaba-Experten. „Es war ein Versuch der Annäherung.“
Die notorisch steuersündigen Griechen überweisen ihrem Staat derzeit noch weniger als sonst. Die Einnahmen könnten im Mai um zehn Prozent niedriger ausfallen. Ein Grund sei die Furcht vor einem möglichen Euro-Austritt, heißt es im Finanzministerium.
Rund vier Wochen vor der Neuwahl stellt die Übergangsregierung in Athen die Spar- und Strukturreformen ein. In der Notenbank arbeitet man bereits an Notfallplänen für den Fall, dass der Staat die Eurozone verlässt.
Ausgerechnet ein so winziges Land wie Griechenland könnte dem Riesenreich China ein Bein stellen. Während die Weltbank vorerst nur ihre Prognose senkt, warnt Chinas größte Investmentbank vor einem Exporteinbruch und vor dem schwächsten Wachstum seit 20 Jahren.
Der Anthropologe David Graeber hat ein Buch gegen die „Schulden“ geschrieben. Er übersieht, dass eine schuldenfreie Welt noch nicht einmal wünschenswert wäre.
Schwache Vorgaben aus Übersee ziehen den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch deutlich ins Minus. Vor dem Sondergipfel der EU fällt der Dax um 1,2 Prozent auf 6359 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index fällt um 1,3 Prozent auf 1390 Punkte.
Auch der Dienstagmorgen zeigt sich friedlich. Der Börsengang von Evonik erhält grünes Licht, JP Morgan stoppt seinen Aktienrückkauf. Die Deutsche Bank will eine Parallelwährung für Griechenland.