Anleihen in Höhe von 15,8 Billionen Dollar mit negativen Zinsen
Festverzinsliche Wertpapiere werden für Anleger zum Minusgeschäft. Die Kaufprogramme der Notenbanken zwingen sie, in riskante Titel auszuweichen.
Festverzinsliche Wertpapiere werden für Anleger zum Minusgeschäft. Die Kaufprogramme der Notenbanken zwingen sie, in riskante Titel auszuweichen.
„Es ist doch absurd, dass Bundestag und Bundesrat selbst beurteilen können, ob sie ihrer Pflicht, gegen Mandatsüberschreitungen der EZB vorzugehen, genügend nachkommen“, sagt Bernd Lucke – und kündigt an, vor Gericht nachzulegen.
Viel Wirbel hatte das Bundesverfassungsgericht ausgelöst mit seinem kritischen Urteil zur Geldpolitik der EZB, heute endet eine Frist für die Bundesbank: Und nun?
Erst im Juni hatte die EZB ihr Corona-Notfallprogramm um 600 Milliarden aufgestockt. Investoren, die über eine abermalige Erhöhung spekulieren, hat der EZB-Chefvolkswirt nun neue Nahrung geliefert.
Das Ultimatum des Verfassungsgerichts an die Bundesbank läuft an diesem Mittwoch ab. Noch scheinen nicht alle Frage geklärt – zumindest aus Sicht der Beschwerdeführer.
Das Bundesverfassungsgericht hat moniert, die EZB müsse die Verhältnismäßigkeit ihrer Anleihekäufe darlegen, andernfalls dürfe die Bundesbank sich nicht mehr daran beteiligen. Kurz vor Ablauf des Ultimatums gibt es nun „grünes Licht“ von der Bundesbank.
In Deutschland rutscht die Inflation ins Negative, europaweit ist sie nur leicht positiv. Grund zum Handeln für die Europäische Zentralbank?
Wie schon der Bundestag, ist nun auch Finanzminister Scholz der Ansicht, dass die EZB die Verhältnismäßigkeit der Anleihekäufe hinreichend geprüft hat.
Die Gemeinschaftswährung gewinnt ungebremst an Wert und erreicht einen neuen Höchststand. Grund ist die Schwäche des Dollars.
Die Verbraucherpreise werden von der Mehrwertsteuersenkung gedrückt, nur Nahrungsmittel sind außergewöhnlich teuer. Ökonomen berechnen daraus: Gut die Hälfte der Steuersenkung sei von den Unternehmen an die Verbraucher weitergegeben worden.
Die Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft der Welt fällt in Rekordtempo. Fachleute glauben, dass das Vorkrisenniveau frühestens in zwei Jahren wieder erreicht werden kann.
Klimaschutz ist ein sehr wichtiges Thema. Aber Zweifel bleiben, ob die Europäische Zentralbank dafür wirklich die richtige Institution ist.
Kritisiert, angefeindet, klein geredet: Der Euro hatte es nicht leicht in den vergangenen Jahren. Ausgerechnet in der Corona-Krise erlebt er nun einen Höhenflug am Devisenmarkt.
Die Europäische Zentralbank fordert Kreditinstitute auf, bis 1. Januar 2021 auf Ausschüttungen an ihre Eigentümer und Aktienrückkäufe zu verzichten. Die Banken halten die Maßnahme für undifferenziert und überzogen.
Der frühere EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark spricht im Interview über die Anleihekäufe der Notenbank, das strittige Urteil des Verfassungsgerichts und neue Konflikte im Euroraum.
Die Geldmenge im Euroraum dehnt sich derzeit so stark aus wie zuletzt im Sommer 2008. Analysten hatten allerdings mit noch höherem Wachstum gerechnet.
Staatsschulden wirken vor allem in Krisen lähmend. Die Europäer brauchen daher eine sehr viel produktivere Wirtschaft. Mit den Milliarden aus Brüssel allein lässt die sich aber nicht erzeugen.
Das Geschäftsklima-Barometer des Münchener Ifo-Instituts legt den dritten Monat in Folge zu. Doch neben Ökonomen warnt auch die EZB eindringlich vor zu viel Euphorie.
Schuld an der Schwäche der Welthandelsorganisation haben nicht zuletzt die Europäer. Dabei läge der Erhalt auch in ihrem Interesse. Ein Gastbeitrag.
Mit dem Wiederaufbaufonds entsteht in Europa ein neuer Gigant am Anleihemarkt. Die Schuldtitel der Europäischen Union können zum künftigen Referenzwert werden.
Leserbriefe zur EZB und das BVG +++ Werkverträge +++ Glinkastraße +++ Mohrenstraße +++
Seit Jahren bereiten sich Kroatien und Bulgarien darauf vor, EU-Vollmitglieder zu werden. Dafür haben sie sogar ihre Währungen an den Euro gebunden. Doch noch immer erfüllen die beide Länder die Kriterien nicht vollständig.
Europäische Unternehmen müssen in der Corona-Krise Ausschüttungen stärker kürzen als amerikanische. Das liegt an den Technologieunternehmen in den Vereinigten Staaten.
Nachhaltiges Wirtschaftswachstum hängt auch von der Bereitschaft nationaler Regierungen zu Strukturreformen ab, betont EZB-Präsidentin Lagarde. Auch deshalb ist Mark Ruttes Haltung ein gutes Zeichen.
Demonstrierende Klimaschutzaktivisten haben die EZB blockiert: Der Protest richtete sich gegen die Geldpolitik und verlief friedlich.
Derzeit ist noch unsicher, wie sich die Konjunktur nach der Corona-Pandemie entwickeln wird. Auch die finanzpolitischen Weichenstellungen im Euroraum stehen noch aus. Die Geldpolitik verharrt erst einmal in Warteposition.
Die Ukraine stehen unter Beobachtung des Internationalen Währungsfonds. Nun setzt Präsident Selenskyi einen eigenen Kandidaten als Governeur der Zentralbank durch. Ob der den Wunsch nach Unabhängigkeit des IWF erfüllt?
Die Wirecard-Affäre wird auch der Finanzaufsicht Bafin angelastet. Ihr Präsident Felix Hufeld räumt Fehler ein, aber weist die alleinige Verantwortung von sich.
Beilegung des Streits um EZB-Urteil des BVerfG +++ Kapitalflucht +++ Putins Rhetorik +++
Nach Einschätzung der SRB-Chefin Elke König sollten die Finanzinstitute ein „mildes Covid-19-Szenario“ ohne Schwierigkeiten überstehen können. Für ihre Behörde bedeute das „business as usual“ in ungewöhnlichen Zeiten.
In China hat die Corona-Pandemie zuerst die Wirtschaft lahmgelegt. Das hat auch den Außenhandel beeinträchtigt. Nun hat der Export erstmals seit Beginn der Krise wieder zugelegt. Davon könnten deutsche Unternehmen profitieren.
Die rekordhohe Mittelaufnahme bietet Anlass zur Sorge. Deutschland ist hier vorne dabei: Volkswagen ist der am höchsten verschuldete Konzern der Welt.
Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW hat das Eurosystem die Schlüsselrolle in der Staatsfinanzierung übernommen. Damit sei es nun nicht mehr möglich, eine Umschuldung gegen den Willen der EZB durchzusetzen.
Darstellung der aktuellen Target-2-Salden +++ Neue Fernfahrer-Regeln +++ Das Flugzeug als Angstraum
Die europäische Währungsunion könnte bald größer werden. Die zuständigen Gremien haben beschlossen, Bulgarien und Kroatien in einen Wechselkursmechanismus aufzunehmen. Bis dort der Euro gelten kann, dauert es aber noch etwas.
Sind es Kredite? Sind es bloße Verrechnungssalden? Sind sie eine Gefahr, weil sie so hoch sind? Nachdem der Target-Saldo der Bundesbank 995 Milliarden Euro beträgt, nehmen die Diskussionen wieder zu. Anmerkungen zu einem komplexen Thema.