Wie die Banken sturmfest gemacht werden sollen
Dass auch Staaten ihre Schulden nicht bezahlen können, galt bislang als undenkbar. Jetzt müssen sich die Banken an diesen Gedanken gewöhnen und für die Verluste wappnen.
Dass auch Staaten ihre Schulden nicht bezahlen können, galt bislang als undenkbar. Jetzt müssen sich die Banken an diesen Gedanken gewöhnen und für die Verluste wappnen.
Die Euro-Krise gefährdet die Konjunktur. Der nächste Wurf zur Euro-Rettung muss sitzen, sagen die Institute. Und sie plädieren für eine Zinssenkung.
Die EU-Staaten sollen nach Plänen der Kommission notfalls Milliarden in Problem-Banken pumpen. Doch diese sind dagegen. Die Deutsche Bank will die Krise ohne Staatsgeld durchstehen.
Die Wirtschaftsforschungsinstitute kritisieren die Politik scharf - und senken ihre Wachstumsprognose für 2012 von 2,0 auf 0,8 Prozent.
Das slowakische Parlament stimmt gegen eine Erweiterung des Euro-Hilfsfonds EFSF. Die Niederlage bedeutet aber noch kein endgültiges Nein. Bundeskanzlerin Merkel rechnet mit einem Ja des Landes bei einer zweiten Abstimmung, die noch in dieser Woche stattfinden könnte.
Es gibt eine Möglichkeit, die Staatsschuldenkrise von der Bankenkrise zu trennen. Das ist kein Allheilmittel, aber ein erster cleverer Schritt zur Lösung der Euro-Krise.
Die Troika aus EU, EZB und IWF bescheinigt Griechenland Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung. Im November kann Athen wohl mit neuem Geld rechnen.
Die vergangene Woche war für die Börsen eine turbulente. Bundesanleihen drohen weiter Kursverluste, Banken Kapitalerhöhungen. Aus Schwellenländern fließt Kapital ab.
Die Troika ist unzufrieden und stellt neue Forderungen: Die Tarifautonomie soll aufgehoben werden und der Mindestlohn gesenkt. Die griechische Regierung lehnt ab.
Die Griechen müssen raus, sagt Ottmar Issing, ehemaliger EZB-Chefvolkswirt. Finanzminister Schäuble hält im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dagegen.
Die Zentralbanken bewegen sich seit der Krise jenseits der Lehrbuchweisheiten. Ein Grund dafür ist, dass ihnen eine brauchbare Theorie fehlt.
In den Vereinigten Staaten sind im September mehr neue Stellen geschaffen worden als erwartet. Die Arbeitslosenquote beträgt indessen weiter 9,1 Prozent.
Die türkische Zentralbank wirft Dollar auf den Markt, um eine weitere Abwertung der Lira zu verhindern. Der Wechselkurs hat sich seitdem etwas stabilisiert.
Europas Aktienkurse legen nochmals zu. Der Dax steigt bis auf 5750 Punkte. Ein besser als erwarteter Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten hat die Marktteilnehmer positiv überrascht.
Seit Wochen verliert Berlusconi seine Macht: nun sucht seine eigene Partei einen „Brutus“, der den Ministerpräsidenten stürzen soll. Denn die PdL will nur die Spitze opfern, nicht Macht und Mandat.
Die Europäische Zentralbank hat neue Nothilfen für Banken beschlossen und zugleich eine Zinssenkung für November in Aussicht gestellt. Das Vorgehen ist auch innerhalb der Notenbank umstritten.
An den Börsen legen die Kurse den zweiten Tag in Folge zu. Hoffnungen auf Fortschritte in der Euro-Krise, einige Konjunkturdaten und die Notenbanken sorgen für Kauflaune.
Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins für den Euroraum auf 1,5 Prozent, hilft den Geschäftsbanken aber mit zwei langlaufenden Refinanzierungsgeschäften. Die Bank von England kauft mehr Staatsanleihen.
Die Aussicht auf staatliche Hilfe bei der Kapitalaufnahme der Banken stabilisiert die Märkte. Doch das gegenseitige Misstrauen der Banken lähmt den Geldmarkt.
An der Wall Street schlossen die Aktienindizes auf dem Tageshoch und in Asien legen die meisten Börsen kräftig zu. Das lässt am deutschen Aktienmarkt auf die dritten Tagesgewinne in Folge hoffen.
Noch vor dem Jahresende dürfte es zu einer Zinssenkung kommen. Außerdem wird auf dem Geldmarkt eine Intervention der EZB auf dem Pfandbriefmarkt erwartet.
Vor dem Wirtschaftsausschuss des Kongress in Washington hat der amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke die Politik zum Handeln gegen die Wirtschaftskrise auf.
Nach einem Treffen der Euro-Finanzminster bestätigte Jean-Claude Juncker, dass diskutiert wurde, die „Effizienz“ des Krisenfonds zu steigern.
Weg frei für Jörg Asmussen: Die Finanzminister der 27 EU-Staaten nominieren den deutschen Staatssekretär für das Direktorium der EZB.
In Lissabon nimmt die Nervosität zu: Die Insel Madeira hat ein neues finanzielles „schwarzes Loch“ aufgetan, die Gewerkschaften lassen gegen das „Spardiktat“ demonstrieren, und Portugals Haushaltsdefizit ist höher als mit EU, EZB und IWF verabredet.
Sorgenvolles Warten auf Auszahlung an Griechenland und die Einsatzfähigkeit des EFSF: Kein guter Start in die Woche an den Finanzmärkten.
Das dritte Jahrzehnt deutscher Einheit wird unter dem Großthema nationale Souveränitätsverluste versus supranationale Organisationsgewinne stehen. Droht dem Bundesverfassungsgericht eine ähnliche Entwicklung wie der Bundesbank?
In einem der F.A.Z. vorliegenden Brief lässt Wirtschaftsminister Rösler wenige Tage vor seiner Reise nach Athen Eckpunkte für ein „Resolvenzverfahren“ verbreiten.
Die Abwärtsbewegung des Euro zum Dollar setzt sich am Montag fort. Die europäische Gemeinschaftswährung fällt auf 1,3308 Dollar, den tiefsten Wert seit Mitte Januar.
Die Europäische Zentralbank verstrickt sich immer tiefer in die Rettungspolitik. Dabei ist sie dafür demokratisch gar nicht legitimiert.
Griechenland reißt die mit EU, IWF und EZB für dieses Jahr vereinbarte Schuldengrenze. Dies gab das Finanzministerium in Athen bekannt. Um weiter zu sparen, sollen Zehntausende Staatsbedienstete gehen.
Kaum ist der Rettungsplan beschlossen, ahnt die Politik: Das reicht noch nicht. Die nächsten Abstimmungen stehen bevor und damit die nächsten Belastungen für die Koalition.
Jeder einzelnen Kreditzusage für wankende Euroländer muss der Bundestag als Ganzes zustimmen. Aber hat er im Ernst die Chance, nein zu sagen? Wird es nicht jedes Mal heißen, der Bestand des Euro, ja sogar Europas stehe auf dem Spiel?
Welche Aufgabe haben die Notenbanken? Die Beschränkung auf die Geldwertstabilität reicht in der modernen Welt nicht mehr. Notenbanken müssen auch die Finanzstabilität wahren. Dennoch tun sie heute so manches, das sie besser nicht täten - wie etwa die Finanzierung von Staaten.
Die Prüfer von EU, EZB und IWF sind unzufrieden mit den griechischen Plänen für den Personalabbau im öffentlichen Dienst. Möglicherweise werden nur ältere Staatsbedienstete in die angekündigte „Personalreserve“ geschickt.
Der Eurokurs hat am Freitag nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung kostete am Abend mit rund 1,3450 Dollar gut einen Cent weniger als am Donnerstagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3503 Dollar (Donnerstag: 1,3615 Dollar) fest.