Räumung, nein Danke
Das Occupy-Camp vor der EZB soll spätestens Mitte August Geschichte sein. Viele der Dauercamper denken aber nicht daran, den Platz zu verlassen.
Das Occupy-Camp vor der EZB soll spätestens Mitte August Geschichte sein. Viele der Dauercamper denken aber nicht daran, den Platz zu verlassen.
In Athen wird an der Regierungsbildung gearbeitet, in Brüssel an Kompromissen: Offenbar sind die Geldgeber Griechenlands zunehmend bereit, dem Mittelmeerland mehr Zeit für Reformen zu geben.
Ende Juni will der Bundestag über den Europäischen Stabilitätsmechanismus entscheiden, der 700 Milliarden Euro schwer sein soll. Ökonomen üben scharfe Kritik - viele Bürger sind besorgt.
Nach der Griechenland-Wahl klettern die Anleiherenditen in Ländern wie Spanien und Italien. Besonders die Probleme Spaniens rücken wieder verstärkt in den Blick der Anleger.
Auch nach dem Wahlsieg der Konservativen in Griechenland lehnt Bundeskanzlerin Merkel Nachverhandlungen an den Hilfspaketen ab. In Athen zeichnet sich unterdessen die Bildung einer Regierungskoalition unter ND-Chef Samaras ab.
Nach der Wahl in Griechenland steigt der Druck auf Europa, einen raschen Ausweg aus der Schuldenkrise zu finden. Auf dem G-20-Gipfeltreffen in Mexiko wies EU-Kommissionspräsident Barroso Kritik anderer Länder am europäischen Krisenmanagement scharf zurück.
Der Anteil der faulen Kredite spanischer Banken erreicht einen neuen Höchststand. Die Renditen spanischer Staatsanleihen klettern über die als kritisch geltende Marke von 7 Prozent. Spaniens Finanzminister Montoro sieht nun die Europäische Zentralbank in der Pflicht.
Kurzfristige Gemeinschaftsanleihen, sogenannte Euro-Bills, gelten in Brüssel und bei der EZB als möglicher Kompromiss, weil vor allem Deutschland gravierende Bedenken gegen Eurobonds, also lang laufende Anleihen, hegt.
An diesem Sonntag wählen die Griechen. Gewinnt die radikale Linke, könnte das Land den Euro verlieren. Darauf sind alle vorbereitet. Unsere Korrespondenten berichten aus Berlin, Frankfurt, Paris, Brüssel, Washington und Athen.
Am Sonntag wählen die Griechen und alle warten gespannt. Die Kanzlerin ermahnt das Land, sich an Absprachen zu halten. Trotz aller Appelle stellt sich Europa derweil auch auf einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro ein.
Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf einen Marktschock nach der Griechenland-Wahl vor. Doch die Bundesbank warnt vor weiterer Lockerung - und zeichnet Szenarien, die faktisch einen Ausschluss Griechenlands aus dem Euro bedeuten würden.
Die Europäische Zentralbank könnte bald die Bankenaufsicht in der Europäischen Union übernehmen. Dabei wurde erst im vergangenen Jahr die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA in London geschaffen - doch sie scheint vielen zu schwach.
Positive Vorgaben aus Amerika und die Aussicht auf eine konzertierte Aktion der wichtigsten Notenbanken haben dem Dax am Freitag Auftrieb gegeben. Der „Hexensabbat“ und die steigende Nervosität vor den Wahlen in Griechenland könnten im Verlauf für Schwankungen sorgen.
Der Energieversorger EnBW ist laut einem Zeitungsbericht Ziel einer Steuerrazzia geworden, Crédit Agricole sichert sich Vermögenswerte seiner griechischen Tochter und Microsoft kauft die Softwarefirma Yammer für eine Milliarde Dollar. Die Ratingagentur Egan Jones stuft die Bonität Frankreichs herunter und die EZB könnte die Aufsicht über Banken in der Euro-Zone erhalten.
Am Sonntag wählen die Griechen ihr neues Parlament. Was passiert dann? Die Euro-Finanzminister wollen noch am Abend miteinander telefonieren, die Kanzlerin hat ihren Abflug zum G-20-Gipfel verschoben und die Notenbanken bereiten sich offenbar für schwere Marktturbulenzen vor. Von einer koordinierten Aktion ist die Rede.
Die spanischen Banken sind bei der EZB so hoch verschuldet wie noch nie. Die Anleiherenditen kratzen außerdem schon an der 7-Prozent-Marke. Und offenbar benötigen die Banken Finanzhilfen in Höhe von 60 bis 65 Milliarden Euro.
Zum Lob der Achtziger: Das Filmmusical „Rock of Ages“ lässt Tom Cruise einen dröhnenden Scherz reißen und träumt sich zu dieser Ära eine buntschillernde Gegenkultur zurecht.
Das Rettungspaket für Spanien hat nicht viel geholfen - jetzt fordert der französische Präsident abermals, dass Banken künftig direkt Geld vom Rettungsschirm bekommen.
Die abermalige Herabstufung Spaniens hat am Donnerstag die Kauflaune der Anleger an den europäischen Aktienmärkten gebremst. Im Blickpunkt dürfte am Vormittag eine Auktion italienischer Anleihen stehen.
Nach freundlichen Vorgaben aus Übersee hat auch der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch mit leichten Kursgewinnen eröffnet. Doch blieben die meisten Börsianer skeptisch.
Egal, wie die Wahl ausgeht: Nach Ansicht von Bundesfinanzminister Schäuble erfüllt Griechenland schon jetzt nicht mehr die Auflagen der internationalen Geldgeber. Der nächste Kontrollbesuch werde es zeigen.
Hans-Werner Sinn ist der bekannteste deutsche Ökonom. Wir baten ihn, darzustellen, welche Gefahren drohen, welche Chancen bestehen und wie man sich verhalten könnte. Es wurde ein Exkurs weit über die Ökonomie hinaus zu Fragen der Geschichte, der Moral und simpler Mathematik.
Die Erleichterung über die Hilfen für die spanischen Banken gibt dem Dax am Montag kräftigen Auftrieb. In den ersten Handelsminuten stieg der deutsche Leitindex schon über 2 Prozent.
Nach den Milliardenhilfen für Spanien rechnen Marktakteure mit weiteren Kurserholungen - zumindest kurzfristig. Mittelfristig drückt die Neuwahl in Griechenland auf die Stimmung.
Der Außenhandel des Exportweltmeisters wächst unerwartet stark. Während die Nachfrage aus der EU schwächelt, kaufen die Amerikaner wieder mehr in Fernost ein.
Wer zahlt jetzt genau das Hilfsgeld an Spanien, wann, und welche Gegenleistungen muss das Land bringen? Hier sind 15 Fragen zur EU-Hilfe. Und die Antworten dazu.
Die EU erarbeitet gerade Pläne für eine vertiefte Union. Jetzt nehmen sie langsam Gestalt an: Offenbar will die EU den Mitgliedsstaaten neue Schulden verbieten können. Im Gegenzug sollen die Schulden vergemeinschaftet werden.
Spanien ist am Boden. Griechenland will nicht mehr sparen. Europa steht vor der Grundsatzfrage: Mehr Macht für Brüssel - oder weg mit dem Euro.
Bis zu 80 Milliarden Euro brauchen die spanischen Banken des Landes, schätzt der IWF. Dabei galt das Land lange Zeit als vorbildlich. Wie konnte es so weit kommen?
Gerade erst hat die Europäische Zentralbank sich entschieden, die Zinsen konstant zu halten - jetzt geht die Diskussion wieder los. Ratsmitglied Ewald Nowotny hat darauf hingewiesen, dass die Notenbank bei einer weiteren Verschärfung der Schuldenkrise die Zinsen senken kann.
Euroländer wie Spanien stecken in einem Teufelskreis, aus dem sie sich kaum aus eigener Kraft befreien können. Eine Bankenunion würde die Abhängigkeit zwischen den Regierungen und ihren Bankensystemen durchbrechen. Von Clemens Fuest, Ökonom
Die meisten Fachleute hatten diese Entscheidung erwartet: Die Europäische Zentralbank lässt den Leitzins im Euroraum unangetastet. Nur ganz vereinzelt hatte es im Vorfeld Rufe nach einer Senkung gegeben.
Nach heftigen Schwankungen haben die deutschen Aktienmärkte am Mittwoch Boden gut gemacht. Alle wichtigen Leitindizes schlossen im Plus. Dass die Europäische Zentralbank den Banken vorerst keine weiteren Kredite geben will, drückte auf die Stimmung.
Eine Bankenunion könnte eine weitere Vergemeinschaftung von Risiken bedeuten. Die EU diskutiert über einen tiefgreifenden Umbau. Derweil drohen neue Rettungsaktionen.