Bankenunion
Europa braucht eine gemeinsame Einlagensicherung für seine Banken. Die EZB sollte dabei aber keine führende Rolle spielen.
Europa braucht eine gemeinsame Einlagensicherung für seine Banken. Die EZB sollte dabei aber keine führende Rolle spielen.
Die Europäische Zentralbank ist laut ihrem Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen grundsätzlich bereit, über Änderungen an einzelnen Punkten des Sparprogramms in Griechenland zu sprechen. Irland fordert derweil Entlastungen von den Kosten seiner Bankenrettung.
Niemand unterstützt die Euro-Rettung so hingebungsvoll wie die deutschen Großkonzerne. Mit Solidarität hat das wenig zu tun. Die EZB finanziert ihnen den Absatz. Und die Euroretter nehmen ihnen das Währungsrisiko ab. Die Zeche zahlt der Steuerzahler.
Bislang konzentrieren sich die Spekulationen über einen Euro-Austritt auf Griechenland. Doch die Bankenkrise in Spanien ist so schlecht gemanagt, dass sie zu einer noch größeren Gefahr für den Euro wird. Ein Standpunkt des Ökonomen Harald Hau.
Das war ja wohl nichts am Donnerstag, weder im Fußball noch in Brüssel. Gegen Italiens Marios hat Deutschland noch kein Mittel gefunden.
„Merkel ist eingeknickt“: Vermögensverwalter und Bankenvertreter reagieren auf die Beschlüsse des EU-Gipfels skeptisch bis enttäuscht. Sie rechnen damit, dass die Flucht aus Staatsanleihen in Unternehmensanleihen anhalten wird.
Für die Banken im Euroraum soll es künftig eine einheitliche Aufsicht „unter Einbeziehung“ der Europäischen Zentralbank geben. So wurde es beim Gipfeltreffen beschlossen. Aber was heißt das jetzt konkret?
Gewinnmitnahmen nach der von den EU-Gipfel-Ergebnissen beflügelten Kursrally vom Freitag belasten den deutschen Aktienmarkt zum Wochenstart. Der Dax fällt um 0,1 Prozent auf 6410 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index verliert ähnlich stark auf 1388 Punkte. Positive Vorgaben der Börsen aus Übersee verhindern Marktteilnehmern zufolge zunächst größere Abgaben.
Der deutsche Aktienmarkt reagiert mit starken Kursgewinnen auf die Einigung auf dem EU-Gipfel über weitere Finanzhilfen an Euro-Krisenländer. Der DAX stieg zu Handelsstart am Freitag um 2,5 Prozent auf 6305 Punkte.
Zu Beginn des Euro-Gipfels haben die Regierungschefs Italiens und Spaniens, Monti und Rajoy, finanzielle Unterstützung mit neuen Mitteln gefordert. Berlin hingegen will nicht neu verhandeln. Die Staats- und Regierungschefs verabschiedeten ein Wachstumspaket über 120 Milliarden Euro.
Eurobonds, Bankenunion, Wachstumspaket - in Europa wird an vielen Baustellen gewerkelt. Heute Abend tobt der Streit darum beim EU-Gipfel. FAZ.net gibt einen Überblick über die wichtigsten Themen.
Der EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag kann die an ihn geknüpften Erwartungen kaum erfüllen. Die Liste der kurz-, mittel- und langfristigen Probleme ist zu lang. Italiens Ministerpräsident warnt vor einer möglichen Katastrophe für die EU.
Vor dem Start des EU-Gipfels in Brüssel sind die deutschen Börsen am Donnerstag mit moderaten Gewinnen in den Handel gestartet. Gute amerikanische Daten hatten den Indizes bereits am Vorabend einen Schub nach oben gegeben.
Schon in der kommenden Woche könnte die EZB abermals ihren Leitzins senken. Das würde den Trend zu negativen Realzinsen in Deutschland verstärken und die Zinsanlage weiter erschweren.
Der Leitzins in Europa könnte unter ein Prozent sinken - das deutet der Chefökonom der Europäischen Zentralbank, Peter Praet, an.
Auch am Tag vor Beginn des EU-Gipfels über den Euro dürften sich die Anleger am europäischen Aktienmarkt kaum aus der Deckung wagen. Der Dax stabilisierte sich wie am Vortag im frühen Geschäft und legte leicht zu.
Vergangenes Jahr konnte Zypern noch eine Bitte um EU-Hilfe und Reformauflagen vermeiden - weil Russland einsprang. Nun hilft nur noch Sparen. Auch im Beamtenapparat, der ebenso überdimensioniert ist wie der griechische.
An den europäischen Aktienmärkten dürften sich die Anleger nach Einschätzung von Händlern auch am Dienstag zurückhalten. Banken und Broker sagten für die Eröffnung einen nahezu unveränderten Stand des Dax voraus.
Als fünftes Land der Eurozone lässt sich Zypern von den EU-Partnern helfen. Das Land hat große Probleme mit den Banken, die stark in Griechenland engagiert waren.
Spanien hat nun auch offiziell den Antrag auf Hilfsmilliarden für seine Banken gestellt - die „Troika“ verhandelt jedoch noch über Kreditsumme, Zinsen und übrige Auflagen. Madrid ist verärgert über Euro-Gruppenchef Juncker.
Auch zum Wochenanfang halten Konjunkturpessimismus und Schuldenkrise die Anleger in Atem. Der Dax rutschte im frühen Geschäft um rund 1 Prozent ab. Griechenlands Zukunft in der Euro-Zone bleibt Börsianern zufolge ein wichtiges Thema für den Markt.
Seit fünf Jahren kämpfen die Zentralbanken mit einer ungewöhnlich lockeren Geldpolitik gegen die Finanz- und Schuldenkrise. Jetzt spricht die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich - die „Zentralbank der Zentralbanken“ - von Grenzen der Belastbarkeit.
Der Rettungsfonds soll sich sein Geld von der EZB holen. Auch wenn das monetäre Staatsfinanzierung wäre. Der Vorschlag ist höchst umstritten.
Der frühere Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer plädiert dafür, dem Rettungsfonds eine Banklizenz zu verleihen. Der Vorschlag kommt einem Tabubruch gleich: Die meisten deutschen Ökonomen und die Bundesbank lehnen eine solche Rettungsform radikal ab.
Ginge es nach Italiens Ministerpräsident Mario Monti, sollten künftig die Euro-Rettungsfonds Staatsanleihen von strauchelnden europäischen Ländern aufkaufen, um deren Finanzierungskosten ohne Sparauflagen zu senken. Der Vorstoß stößt in Deutschland auf wenig Gegenliebe: „Staatsfinanzierung durch die Notenpresse“, schimpft Bundesbankchef Jens Weidmann.
Führende EU-Politiker wollen demnächst Vorschläge für eine Banken- und Fiskalunion vorlegen. Während Abgeordnete eine Schwächung des Parlamentarismus fürchten, plädiert die EZB angeblich für eine Umgehung Straßburgs.
Welche Sicherheiten müssen Banken bei der Zentralbank hinterlegen, wenn sie sich dort Geld leihen? Die Europäische Zentralbank gibt sich immer großzügiger und senkt die Anforderungen. IWF-Chefin Lagarde und ihr Vorstoß für eine „kreative Geldpolitik“ findet in Frankfurt offenbar Gehör.
Banken aus Krisenstaaten hatten zuletzt es zuletzt schwer, an Kredite von der Europäischen Zentralbank zu kommen - denn sie hatten oft nicht genügend Sicherheiten. Jetzt hat die EZB die Anforderungen gesenkt. Sie akzeptiert rund 100 Milliarden Euro an neuen Sicherheiten.
Die Herabstufung von 15 Großbanken durch Moody’s und schwache Vorgaben aus den Vereinigten Staaten belasten die deutschen Aktienmärkte am Freitag. Der Dax verliert zu Handelsbeginn 1,2 Prozent auf 6269,5 Punkte.
IWF-Chefin Christine Lagarde hat die Europäische Zentralbank zu einem stärkeren Eingreifen in die Schuldenkrise aufgefordert. Eine „kreative, innovative Geldpolitik“ sei nötig.
Die Einführung des Euros war ein Experiment ohne Vorbild. Von Anfang an litt die Währungsunion an Konstruktionsfehlern. Was muss geändert werden? Ein Aufruf des ordnungspolitischen Zusammenschlusses „Jenaer Allianz“.
Wie soll die Europäische Zentralbank reagieren, wenn die Schuldenkrise weiter eskaliert? Darüber hat der Rat der Notenbank jetzt abermals debattiert. Vorschläge gibt es viele.
Die EZB freundet sich mit dem Gedanken an eine Leitzinssenkung an, Ungarn nimmt sein Zentralbankgesetz zurück und die Deutsche Bank bleibt auf ihrer Vermögensverwaltung sitzen.
Angesichts ungewisser Konjunkturaussichten lockert die amerikanische Zentralbank abermals ihre Geldpolitik. Sie verlängert die „Operation Twist“, mit der sie die langfristigen Zinsen drücken will.
Über Generationen waren die Lebensversicherer in Deutschland ein Hort der Sicherheit. Jetzt müssen auch sie zittern. Wenn das Siechtum die gesamte Branche ergreift, kann man sich nicht mehr gegenseitig stützen.
Spanien zahlt 5,07 Prozent für einjährige Papiere. Die Schätzungen über den Kapitalbedarf der Banken werden am Donnerstag vorgelegt. Eine weitere Herabstufung der Bonitätsnote ist möglich.