EZB-Räte treten auf die Bremse
Eine Reihe von Zentralbankern ist zwar nicht glücklich mit dem Kurs von Mario Draghi. Doch von einer „Palastrevolte“ in der EZB will niemand etwas wissen.
Eine Reihe von Zentralbankern ist zwar nicht glücklich mit dem Kurs von Mario Draghi. Doch von einer „Palastrevolte“ in der EZB will niemand etwas wissen.
Die Europäische Zentralbank will mehr Staatsanleihen kaufen, so eine weitere Billion Euro ins System pumpen und damit die Kreditnachfrage ankurbeln. Kritiker bezweifeln, ob das gelingen wird.
Im Rat der Europäischen Zentralbank rumort es. Mehrere Ratsmitglieder ärgern sich über Alleingänge von Präsident Mario Draghi. Noch in dieser Woche wollen sie angeblich die offene Konfrontation mit dem Italiener wagen.
Die italienische Bank Monte dei Paschi ist krachend durch den Stresstest der EZB gefallen: Ihr fehlen mehr als 2 Milliarden Euro Kapital. Nun macht offenbar eine Holding in Hongkong ein hohes Angebot.
Die Europäische Zentralbank befindet sich in einem heiklen Spagat: Sie muss sich um die Geldpolitik kümmern - und ab heute auch die größten Geldhäuser der Währungsunion beaufsichtigen. Geht das gut?
Banken verlangen mittlerweile Strafzinsen auf dem Tagesgeldkonto. Wohin mit dem Geld? Abheben und unter die Matratze? Die Sparer stecken in einem Dilemma.
Erstmals berechnet eine Bank negative Zinsen, andere liebäugeln damit. Die Bundesbank warnt vor einer Schädigung der Sparkultur.
Eine Flut von Konjunkturdaten und Firmenbilanzen wird die Aktienanleger in der neuen Börsenwoche in Atem halten. Hinzu kommt noch die mit Spannung erwartete EZB-Sitzung am Donnerstag.
Aus der Krise sind wir noch lange nicht heraus. Die Deutsche Bank habe weniger Eigenkapital als Lehman vor dem Konkurs, warnt der viel beachtete Ökonom Martin Hellwig. Ein Gespräch nach dem Stresstest und vor dem Start der europäischen Bankenaufsicht.
Mit der EZB und der Banken- und Versicherungsaufsicht beheimatet Frankfurt viele internationale, gut bezahlte Arbeitskräfte. Das ist nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht ein Gewinn für die Stadt.
Die ersten Banken verlangen jetzt Strafzinsen auf Sparguthaben. Wie absurd ist das denn?
Von Samstag an heißt es: die Umzugswagen rollen. Der Bezug des neuen EZB-Turms hat begonnen. Zugleich nimmt die neue Bankenaufsicht ihre Arbeit auf. Zwei Zeitenwenden.
Die größte Baustelle Frankfurts ist so gut wie fertig. Thomas Rinderspacher hat den Neubau der Europäischen Zentralbank geleitet. Wie steuert man ein so großes Projekt?
Viele Ökonomen beschwören seit Jahren wegen der Geldpolitik der EZB eine deutlich höhere Inflation in Deutschland. Geschehen ist das Gegenteil - auch aus diesen beiden Gründen.
Vor allem gesunkene Energiepreise sorgen dafür, dass die Teuerung in der Währungsunion extrem niedrig bleibt. Im Oktober hat der Preisauftrieb weniger als ein halbes Prozent betragen.
Die amerikanische Notenbank stoppt die Ankäufe von Anleihen. Wie hat dieses umstrittene Instrument gewirkt? Ist das Inflationsrisiko wirklich überschaubar?
Der deutsche Aktienmarkt startet kurz vor dem Wochenende noch einmal so richtig durch. Der Dax steigt fast um anderthalb Prozent. Die überraschende Lockerung der japanischen Geldpolitik treibt die Börsen der Welt an.
Trotz lockerer Geldpolitik steigen die Preise in Japan nicht wie erwünscht. Deshalb legt die japanische Notenbank jetzt noch eine Schippe drauf. Ob so das erwünschte Wachstum endlich kommt?
Amerikas Notenbank Federal Reserve stellt ihre Anleihekäufe ein. Damit öffnet sie ein neues Kapitel in ihrer Krisenpolitik. Den Nullzins will sie aber zunächst beibehalten.
Nun müssen auch Privatkunden in Deutschland zum ersten Mal mit einem Negativzins auf Tagesgeld mit besonders hohen Beträgen rechnen. Begründet wird dieser Schritt mit der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank.
Die Deutschen Banken müssen sich auf intensivere und strengere Kontrollen gefasst machen. Unter anderem prüft die EZB Geschäftsmodelle und schreibt mehr Kapital vor.
Die schwedische Notenbank vergibt Zentralbank künftig wirklich umsonst. Auf null Prozent haben die Währungshüter den Leitzins gesenkt. Der Grund: In dem Land geht das Preisniveau zurück.
Die EZB stellt Europas Banken ein gutes Zeugnis aus. Zwar halten Analysten die Stresstests für glaubwürdig, doch die Anleger zweifeln - und sind beunruhigt von der Konjunktur. Bankaktien verlieren doppelt.
Mit seinen Warnungen vor Niedrigzinsen und Eurokrise stand AfD-Chef Lucke weniger allein da als gewohnt. In „Hart aber fair“ übertrumpfte ihn eine ARD-Journalistin noch mit ihren düsteren Prognosen.
Die überraschend schwache Entwicklung der deutschen Konjunktur hat an den Börsen die Erleichterung der Anleger über den glimpflichen Verlauf des EZB-Bankenstresstests überschattet. Der Dax verliert 0,9 Prozent auf 8.920,61 Zähler.
Noch geht die Europäische Zentralbank nicht in die Vollen: Zu Beginn des Kaufprogramms für Pfandbriefe hat sie 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das soll aber nur der Anfang sein.
Wie in der letzten Woche an dieser Stelle vermutet, hatte der DAX am Donnerstag vor anderthalb Wochen so viel Momentum aufgenommen, dass sich die Kurserholung noch etwas fortsetzte.
Neun italienische Geldhäuser sind durch den EZB-Test gefallen. Eines braucht noch mehr als zwei Milliarden Euro Kapital. Ein anderes hat unmittelbar eine Maßnahme beschlossen.
Wie viel der EZB-Test wert ist, wird sich am Finanzmarkt zeigen. Klar ist aber auch: Die Bankenbranche ist überdimensioniert und steckt mitten in einem technischen Wandel. Daran ändert die Prüfung der Geldhäuser nichts.
13 europäische Banken müssen neues Kapital aufnehmen, hat der Stresstest der EZB ergeben. Dafür ist nicht der Steuerzahler zuständig, warnt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Und nicht nur er.
Vor allem die norddeutschen Landesbanken und die Commerzbank galten als Wackelkandidaten für den Stresstest - doch sie kommen durch. Ein anderes Institut besteht die Prüfung dafür knapper als erwartet.
Nun sind die Ergebnisse raus: 25 Banken fallen durch den EZB-Stresstest, 13 davon müssen noch ein Loch in ihrer Bilanz stopfen. Einem italienischen Geldhaus fehlen mehr als 2 Milliarden Euro.
Der Stresstest für Banken soll für Stabilität sorgen. Doch er schafft nur eine weitere Illusion von Sicherheit.
An diesem Sonntag veröffentlicht die Europäische Zentralbank die mit viel Spannung erwarteten Ergebnisse der wichtigen Stresstests. Zuvor machen Spekulationen die Runde: Womöglich ist sogar jedes fünfte Geldhaus durchgefallen.
Juristische Altlasten kosten die Deutsche Bank immer mehr Geld. Zudem drohen der Bank weitere Strafen wegen angeblicher Manipulationen am Devisenmarkt. Den Stresstest der EZB soll sie aber bestanden haben, im Gegensatz zu 25 anderen Instituten.
Das Verhältnis zwischen EZB-Präsident Draghi und Bundesbank-Präsident Weidmann ist zerrüttet. Und auch das Verhältnis zu Berlin hat sich spürbar abgekühlt. Noch schweigt Merkel.