Der F.A.Z.-Index vollzieht die Wende
Noch ist der Aufschwung zögerlich und wird nur von wenigen Branchen getragen. Doch nach zwei schwachen Börsenmonaten legte der Aktienmarkt im Juni deutlich zu. Noch markanter ist die Wende am Zinsmarkt.
Noch ist der Aufschwung zögerlich und wird nur von wenigen Branchen getragen. Doch nach zwei schwachen Börsenmonaten legte der Aktienmarkt im Juni deutlich zu. Noch markanter ist die Wende am Zinsmarkt.
Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins von 1 auf 0,75 Prozent gesenkt. Das ist der niedrigste Leitzins, den es je in den Ländern der Währungsunion gegeben hat.
Viele Anleger meiden derzeit aus Risikogründen Euro-Staatsanleihen . Euro-Rentenfonds finden sich daher nur noch selten unter den besten.
Es gibt keine Regel für einen Austritt aus der Europäischen Währungsunion. Das sorgt für Instabilität. Der Sonntagsökonom von Patrick Welter.
Griechenland bereitet sich auf das Eintreffen der Troika-Buchprüfer vor. Um sie milde zu stimmen, will die neue griechische Regierung den Inspektoren alarmierende Daten zu Rezession und Arbeitslosigkeit vorlegen. Sie sollen zeigen, dass das drastische Sparprogramm kontraproduktiv sei.
Philipp Theisohn führt in einem exzellenten Essay vor Augen, was sich aus prominenten Plagiatsfällen über den Umgang mit geistiger Arbeit im digitalen Zeitalter lernen lässt.
Im Zweifel will die EZB bis ans Äußerste gehen, um die Schuldentragfähigkeit Griechenlands wiederherzustellen. Doch nach dem EU-Gipfel will auch Irland Hilfen für die Banken.
Europa braucht eine gemeinsame Einlagensicherung für seine Banken. Die EZB sollte dabei aber keine führende Rolle spielen.
Es gibt keine Regel für einen Austritt aus der Währungsunion. Das sorgt für Instabilität. In Deutschland wirkt das Prinzip vielen Bürgern zudem als Drohung.
Bislang konzentrieren sich die Spekulationen über einen Euro-Austritt auf Griechenland. Doch die Bankenkrise in Spanien ist so schlecht gemanagt, dass sie zu einer noch größeren Gefahr für den Euro wird. Ein Standpunkt des Ökonomen Harald Hau.
„Merkel ist eingeknickt“: Vermögensverwalter und Bankenvertreter reagieren auf die Beschlüsse des EU-Gipfels skeptisch bis enttäuscht. Sie rechnen damit, dass die Flucht aus Staatsanleihen in Unternehmensanleihen anhalten wird.
Die auf dem EU-Gipfel beschlossenen Direkthilfen für Banken stoßen auf unterschiedliche Reaktionen. Einige Zitate im Überblick.
Nächtliche Krisensitzung in Brüssel: Unter dem Druck von Italien und Spanien hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Zugeständnisse beim Einsatz der Euro-Rettungsfonds gemacht. Die Euroländer wollen Spanien mit direkter Bankenhilfe aus der Schuldenfalle ziehen. Auch Italien hofft auf Hilfen - ohne Auflagen.
Gewinnmitnahmen nach der von den EU-Gipfel-Ergebnissen beflügelten Kursrally vom Freitag belasten den deutschen Aktienmarkt zum Wochenstart. Der Dax fällt um 0,1 Prozent auf 6410 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index verliert ähnlich stark auf 1388 Punkte. Positive Vorgaben der Börsen aus Übersee verhindern Marktteilnehmern zufolge zunächst größere Abgaben.
Der deutsche Aktienmarkt reagiert mit starken Kursgewinnen auf die Einigung auf dem EU-Gipfel über weitere Finanzhilfen an Euro-Krisenländer. Der DAX stieg zu Handelsstart am Freitag um 2,5 Prozent auf 6305 Punkte.
Zypern übernimmt ab kommenden Montag die EU-Ratspräsidentschaft. Die Bitte um finanzielle Unterstützung werde „in keiner Weise unsere Ratspräsidentschaft beeinflussen“, sagt Außenministerin Kozakou-Marcoullis im F.A.Z.-Interview.
In seiner Rede vor dem Europäischen Rat hat Martin Schulz, der Präsident des Europa-Parlaments, vor einem dramatischen Demokratiedefizit bei den Maßnahmen zur Euro-Rettung gewarnt.
Die Bundeskanzlerin lehnt die Vergemeinschaftung von Schulden „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ ab - Hollande hätte Eurobonds lieber früher als später. Doch ohne eine Übereinstimmung der beiden wird es keine Lösung der Krise geben.
Schuldensünder sollen ihre Haushalte nicht mehr allein aufstellen. Das sieht ein Plan der wichtigsten EU-Politiker vor. Sie fordern eine „echte“ Wirtschafts- und Währungsunion. Die Bundesregierung ging zunächst auf Distanz.
Der Außenwert des Euro wird wohl weiter sinken. Schuld daran ist der andauernde Streit über Folgen eines Euro-Austritts Griechenlands. Es herrscht großer Pessimismus an den Terminmärkten.
Auch zum Wochenanfang halten Konjunkturpessimismus und Schuldenkrise die Anleger in Atem. Der Dax rutschte im frühen Geschäft um rund 1 Prozent ab. Griechenlands Zukunft in der Euro-Zone bleibt Börsianern zufolge ein wichtiges Thema für den Markt.
Die Euro-Krise dominiert die politischen Abläufe in Berlin, und das schon seit zwei Jahren. Andere Themen sind dadurch in den Hintergrund gerückt - es fehlt die Zeit für Debatten.
Europas Wirtschaft soll mit 130 Milliarden Euro angeschoben werden. So verkünden es die Staats- und Regierungschefs der vier größten Eurostaaten. Gut möglich, dass dafür kaum neues Geld fließt.
Die Einführung des Euros war ein Experiment ohne Vorbild. Von Anfang an litt die Währungsunion an Konstruktionsfehlern. Was muss geändert werden? Ein Aufruf des ordnungspolitischen Zusammenschlusses „Jenaer Allianz“.
In ihrem ersten gemeinsamen Interview plädieren die neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank gegen gemeinsame Anleihen aller Euroländer. Eurobonds würden nicht helfen, die Probleme Europas kurzfristig zu lösen, sagten Jain und Fitschen der F.A.Z. Sie wollen ihre Bank wieder zum voll akzeptierten Partner der Realwirtschaft machen.
Trotz der neuen Konjunkturhilfen der Fed verzeichnen die Aktienmärkte am Donnerstag Kursverluste. Für Enttäuschung sorgte die amerikanische Notenbank. Sie hatte am Vorabend zwar angekündigt, die in diesem Monat auslaufende „Operation Twist“, eine Umschichtung des Anleihenbestandes, zu verlängern. Börsianer hatten sich allerdings mehr erhofft. Auch schwache Konjunkturdaten aus China trübten laut Händlern die Stimmung.
Nicht nur die Zukunft Griechenlands ist offen. Auch die Lage Spaniens, Zyperns und Italiens ist fragil. Ein Überblick.
Die Vereinigten Staaten drängen - und Deutschland gibt zunehmend nach. Im Abschlusskommuniqué des G-20-Gipfels haben sich die wichtigsten Staaten der Eurozone nun auf den Weg in eine Art Bankenunion festgelegt.
Die Piraten sind in den Parlamenten angekommen, doch was sie dort wollen, wissen sie nicht. Hinter ihrer konzentrierten Arbeit verstecken sie eine kreative Krise.
Ende Juni will der Bundestag über den Europäischen Stabilitätsmechanismus entscheiden, der 700 Milliarden Euro schwer sein soll. Ökonomen üben scharfe Kritik - viele Bürger sind besorgt.
Das Verfassungsgericht stuft die Rechte des Parlaments immer wieder hoch ein. Was das für den ESM heißt, darüber hat das Gericht nun entschieden. Über den Vertrag ist damit noch nichts gesagt.
Kurzfristige Gemeinschaftsanleihen, sogenannte Euro-Bills, gelten in Brüssel und bei der EZB als möglicher Kompromiss, weil vor allem Deutschland gravierende Bedenken gegen Eurobonds, also lang laufende Anleihen, hegt.
An diesem Sonntag wählen die Griechen. Gewinnt die radikale Linke, könnte das Land den Euro verlieren. Darauf sind alle vorbereitet. Unsere Korrespondenten berichten aus Berlin, Frankfurt, Paris, Brüssel, Washington und Athen.
„Die Schuldenkrise hat die Wahrnehmung der Marktteilnehmer stark verzerrt“: David Bloom, Devisen-Chef der Großbank HSBC, glaubt an Europas Währung. Den Dollar sieht er in Gefahr.
Thilo Sarrazin wirft der Mehrheit der Griechen eine verzerrte Wahrnehmung vor. Die Griechen sähen sich „als quasi wirtschaftlich Verfolgte“ an, schreibt er in einem Gastbeitrag für die F.A.S.
Am Sonntag wählen die Griechen und es kursieren die wildesten Gerüchte über die Folgen des Wahlausgangs für den Euroraum. Droht jetzt der gefürchtete „Grexit“? Bankvolkswirte haben sich Gedanken gemacht und spielen verschiedene Szenarien durch.