„Ökostrom-Umlage ans Stromsparen koppeln“
Frankfurter Rechenzentren sehen sich bei der schrittweise steigenden EEG-Umlage benachteiligt. Kunden wandern ab oder investieren jenseits der deutschen Grenzen, wie es heißt.
Frankfurter Rechenzentren sehen sich bei der schrittweise steigenden EEG-Umlage benachteiligt. Kunden wandern ab oder investieren jenseits der deutschen Grenzen, wie es heißt.
Bei der Energiewende wünscht sich das hessische Handwerk ein deutlich höheres Tempo. Steuerliche Anreize für Investitionen findet Präsident Bernd Ehinger gut, höhere Steuern schlecht, wie er im Blick auf die Wahlen im September sagt.
Strom könnte bald noch teurer werden - die EEG-Umlage steigt auf bis zu 7 Cent je Kilowattstunde, erwarten Experten. Der Bundesumweltminister will das verhindern. Gleich nach der Wahl.
Übersubventionierung, Fehlanreize, Reibungsverluste - über die Energiepolitik wird heftig gestritten. Den Verbraucher interessiert vor allem, ob Strom bezahlbar bleibt. Momentan wird er immer teurer.
Die gerade erst stark angehobene EEG-Umlage könnte massiv weiter steigen. Experten rechnen mit rund 7 Cent je Kilowattstunde für das kommende Jahr. Die Politik könnte das verhindern - wenn sie will.
Die Energiewende ist ein gigantisches Experiment. Die Regierung achtet dabei viel zu wenig auf die Kosten, kritisiert der renommierte Ökonom Justus Haucap. Müsste er dafür ein Schulnote geben - es wäre nur eine Vier. Schwach.
Die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) und ihr für Wirtschaft zuständiger Kabinettskollege Florian Rentsch (FDP) streiten über die Energiepolitik der Landesregierung.
Ist die Befreiung von der EEG-Umlage eine unerlaubte staatliche Beihilfe für gewisse Betriebe? Die EU prüft dies. Unternehmer in Hessen befürchten noch höhere Stromkosten. Und: Die Befreiung von der Umlage mindere nur eine Mehrbelastung, heißt es.
Die hohen Strompreise entpuppen sich immer mehr zu Investitionshemmnissen im Rhein-Main-Gebiet. Allein im Industriepark Kalle-Albert in Wiesbaden zögern mehrere Unternehmen, Geld in ihre Fabriken zu stecken.
Knapp drei Monate vor der Bundestagswahl hat die Kanzlerin Kernelemente einer Reform der Förderung erneuerbarer Energien skizziert, die die nächste Bundesregierung schnell erledigen müsse. Die Erzeuger von Strom aus Wind, Sonne und Biomasse sollen stärker an den Kosten des Netzausbaus beteiligt werden.
Obwohl Strom aus Wind-, Sonne- und Biomasseanlagen so günstig wie nie zuvor ist, profitieren die Verbraucher nicht davon. Grund ist die Fördermechanik des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.
Die Grünen wollen eine neue Steuer auf Kohlendioxidemissionen einführen, wenn sie im Herbst an die Regierung gelangen. Diese träfe Unternehmen und - über noch höhere Strompreise - auch die Verbraucher.
Hessische Unternehmen klagen über hohe Belastungen durch die sogenannte EEG-Umlage. Sie plädieren für einen gleitenden Einstieg in ihre Entlastung und die Umverteilung von Kosten.
Der Handel mit CO2-Zertifikaten spaltet die EU. Wie funktioniert er, welche Zukunft hat das einstige Vorzeigeprojekt?
Dieses Jahr sind 2.245 Betriebe von der EEG-Umlage befreit - doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Sie sparen dadurch 4 Milliarden Euro. Mehr zahlen müssen deshalb unter anderem Privathaushalte. Unfassbar.
Auf 6,3 Cent je Kilowattstunde wird die EEG-Umlage mit Beginn des nächsten Jahres steigen, erwartet die Deutsche Energieagentur - wenn die Strompreisbremse wirklich nicht kommt.
Deutschland laufe Gefahr, wichtige Entwicklungen zu verpassen, warnt EU-Kommissar Günther Oettinger. Im F.A.Z.-Interview spricht er über Änderungen im EEG und über ein europäisches Gemeinschaftskonzept zum Ausbau erneuerbarer Energien.
Bund und Länder verhandeln an diesem Donnerstag im Kanzleramt über die „Strompreisbremse“. Wie weit liegen Schwarz-Gelb und Rot-Grün auseinander? Thüringens Wirtschaftsminister Machnig sagt der F.A.Z.: Eine Verständigung ist möglich.
Der Netzbetreiber 50 Hertz hält einen Anstieg der EEG-Umlage auf 6 Cent je Kilowattstunde für möglich. Grund für die Zusatzkosten seien sinkende Preise an der Strombörse.
Die von der Bundesregierung geplante „Strompreisbremse“ trifft auch die Bahn. Fahrgäste müssen daher mit erheblichen Preiserhöhungen rechnen. Denn nach dem Willen der Bundesregierung soll der Schienenverkehr künftig nicht mehr von der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz befreit sein.
Frankfurt wirbt gern damit, dass die Stadt ein Knoten der Datenautobahnen ist. Doch die Betreiber sind unzufrieden: Kunden wenden sich wegen hoher Strompreise ab.
Die Annahme, Stromkosten würden nur aufgrund der Energiewende steigen, ist falsch. Denn ohne die Umstellung auf erneuerbare Energieträger wäre der Strom kurzfristig kaum billiger und langfristig viel teurer.
Mit Kürzungen und Umschichtungen von mehr als 3 Milliarden Euro will die SPD den Anstieg der EEG-Umlage verhindern. Sie positioniert sich damit zwischen Koalition und Grünen.
Der Erfolg der Energiewende wird unheimlich. Überall werden Solar- und Windanlagen gebaut. Weil das Stromnetz an sonnigen und windigen Tagen die Last nicht tragen kann, bekommen die Betreiber Geld vom Staat fürs Nichtstun, für das Abklemmen vom Netz. Subvention folgt auf Subvention. Wo soll das enden?
Erstmals spricht Umweltminister Peter Altmaier öffentlich über die Gesamtkosten der Energiewende: 1000 Milliarden Euro. Grund genug für den CDU-Politiker, die „Strompreisbremse“ zu ziehen.
Die Energiewende ist für Peter Altmaier die größte Herausforderung „überhaupt“ - also ungefähr seit Bismarck.
Die Grünen haben eigene Vorschläge zur Entlastung der Stromkunden vorgelegt. Am Donnerstag wollen sie darüber mit Umweltminister Altmaier reden, der kürzlich sein Konzept für eine Strompreisbremse vorgestellt hatte. Die Chancen für eine Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes steigen.
Finanzausgleich mal umgekehrt: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sorgt dafür, dass Bayern Fördergelder gewinnt und NRW verliert. Schon will NRW-Minister Duin die Ökostromförderung in die Debatte über Ungerechtigkeiten zwischen Bundesländern einbeziehen.
Preiswert wie lange nicht mehr: Doch trotz Überangebot an Ökostrom und billiger Kohle sorgen die Kosten für Vertrieb, Netzausbau und Steuern für steigende Konsumentenpreise.
Die Energiewende wird für Angela Merkel nur zum Gewinnerthema, wenn der Strompreis nicht endlos steigt. Das weiß Peter Altmaier genau. Seine Hoffnung stützt er auf die Sozialdemokraten.
Auf den Vorschlag von Umweltminister Altmaier, eine „Preisbremse“ für die Ökostromumlage einzuführen, reagieren Politiker von SPD und Grünen unterschiedlich - und nervös. Rot-Grüne Koalitionen stehen vor einer Belastungsprobe.
Kein Wunder, dass die Welt der Erneuerbaren aufheult. Wer sich mit dem EEG anlegt, hat es mit der Heiligen Schrift der Energiewende zu tun.
Sollte der Vorstoß des Umweltministers zum „Einfrieren“ der Öko-Umlage auf die Zustimmung im Bundesrat angewiesen sein, bliebe Peter Altmaier nichts anderes übrig, als auf die Forderungen von SPD, Grünen und Linkspartei einzugehen.
Umweltminister Altmaier will die Umlage für die Förderung des Ökostroms gesetzlich begrenzen. Mit seinem Vorstoß hat er den Koalitionspartner FDP zwar überrascht, doch auch Wirtschaftsminister Rösler lobt den Vorschlag nun als Schritt in die richtige Richtung. Eine kleine Stichelei konnte sich Rösler aber nicht verkneifen.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein absurdes Relikt aus den Tagen der Öko-Nische. Altmaier hat jetzt die Notbremse gezogen. Sonst wäre das Gesetz zum Grab der Energiewende geworden.
Umweltminister Altmaier will zur Begrenzung der Stromkosten die Ökostrom-Umlage für zwei Jahre einfrieren. Dazu sollen die Regeln für neue Wind- und Solarparks notfalls beschnitten werden. Wirtschaftsminister Rösler ist von Altmaiers Vorstoß überrascht.