Der Energiewendepunkt
In Deutschland wird heftig über die Förderung von Ökostrom gestritten. Die wirkliche Bedrohung aber kommt aus Brüssel. Mancher EU-Partner steht der Energiewende sehr kritisch gegenüber.
In Deutschland wird heftig über die Förderung von Ökostrom gestritten. Die wirkliche Bedrohung aber kommt aus Brüssel. Mancher EU-Partner steht der Energiewende sehr kritisch gegenüber.
Brüssel will Deutschland verbieten, energieintensive Unternehmen von der EEG-Umlage zu befreien. Schleswig-Holsteins Regierungschef fordert in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die Eckpunkte zur Energiewende zu überarbeiten.
Die Belastungen für die gesamte Wirtschaft werden bei den von der Regierung geplanten Kosten von einem Cent je Kilowattstunde auf 500 Millionen Euro im Jahr geschätzt.
Zum Abschluss der Klausurtagung in Meseberg erläutern Kanzlerin Merkel und Umweltminister Gabriel die nächsten Schritte in der Energiewende. Die bisher bekannten Eckpunkte lassen wichtige Fragen offen.
Das Bild von der sauberen, sicheren und preiswerten Windenergie hat ein paar hässliche Macken bekommen. Wirtschaftsminister Gabriel will dem Laissez-faire in der Ökostromerzeugung nun Einhalt gebieten - gut so.
Viele Unternehmen wurden von der EEG-Umlage bisher ausgenommen. Bald könnten diese Ausnahmeregelungen aber Geschichte sein. In diesem Fall droht die Bahn mit 10 Prozent höheren Ticketpreisen.
Die Deutsche Bahn ist von der EEG-Umlage fast vollständig befreit. Die Europäische Kommission hat dagegen ein Verfahren eingeleitet. Jetzt droht Bahnchef Rüdiger Grube mit Preiserhöhungen um zehn Prozent.
General Motors zahlt wieder eine Dividende an die Aktionäre, Volkswagen startet die Produktion des Golf 7 in Mexiko und bei Daimler ist ein Rechtsstreit um Menschenrechtsverletzungen vom Tisch.
Ilse Aigner bäumt sich gegen Horst Seehofer auf. Wozu? Fürchtet sie ihre Nebenbuhler? Mit ihrem Vorschlag zur Energiewende tut sie das zurecht.
Auf Ilse Aigners Aufbegehren hat CSU-Chef Horst Seehofer mit Härte geantwortet. In der Partei wird von einer „Beerdigung dritter Klasse“ gesprochen.
Das Bundesverfassungsgericht hat den nordrhein-westfälischen Braunkohletagebau Garzweiler II gebilligt – manch einer in der Landesregierung atmet auf. Doch aus Brüssel droht weiteres Ungemach.
Die künftige deutsche Regierung will die Ökostrom-Förderung ändern. Das reicht aber nach Ansicht der EU längst nicht. Noch vor Weihnachten droht ein Verfahren.
Europa will mehr große Meereswindparks bauen. Wie die dafür benötigten Milliarden fließen sollen, darüber diskutiert die Windindustriebranche derzeit. Für Investoren ist das Risiko nicht kalkulierbar.
Widerstand gegen die geplante Energiereform von Union und SPD kommt nicht nur von Konzernen und Ökonomen - auch aus den Parteien selbst wird Kritik laut.
Die Brüsseler Beschwichtigung durch Kraft und Altmaier wird nicht der letzte Besuch beim Wettbewerbskommissar in Sachen Energiewende gewesen sein. Denn das EEG besteht nur aus Beihilfen. Und es werden immer mehr.
Zur bevorstehenden Koalitionsverhandlung mit der Union kommt die SPD mit einem Forderungspaket für eine Reform der Energiepolitik. Damit wollen die Sozialdemokraten nicht nur weiter an der EEG-Umlage festhalten.
Es geht auch ohne EEG: Weil sie sich nicht auf Subventionen und die Politik verlassen wollen, entstehen neue Geschäftsmodelle mit Ökostrom. Ein paar Beispiele.
EEG-Umlagen und Lärmschutzauflagen machen es immer teurer, Waren mit Güterzügen zu transportieren. Die Bahn schreibt hier schon Verluste. Die Speditionen profitieren.
Die EU will die Einspeisevergütungen in einem Beihilfeverfahren verbieten. Die Förderung des Ökostroms soll sich am Markt orientieren. Eine Analyse.
24 Milliarden Euro für die Ökostromförderung, das sind rechnerisch 300 Euro für jeden Bürger. Die Stromkunden werden die EEG-Kosten noch über Jahre abzahlen müssen.
Weil der Strompreis weiter steigt, erzeugen Unternehmen wie BMW zunehmend ihren eigenen Strom. Doch das schafft neue Probleme für Verbraucher und Energieversorger. Unter Umständen könnte der Strom für einige teurer werden.
Die Strompreise steigen weiter: Die Ökostrom-Umlage wird einen durchschnittlichen Haushalt künftig rund 35 Euro im Jahr mehr kosten. 2014 erhöht sich die EEG-Umlage um 18 Prozent.
Der Wirtschaftsflügel der Unionsfraktion will die Ökostromförderung bald beenden. Michael Fuchs von der CDU will die durch die EEG-Umlage sinkende Kaufkraft der Bürger nicht mehr hinnehmen.
Der deutsche Leitindex ist am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Versorgeraktien legten besonders zu, vor allem die Titel von Eon und RWE.
Der Anstieg der EEG-Umlage wird wohl niedriger ausfallen als zuletzt erwartet. Teurer wird es dennoch: Bislang zahlen Verbraucher 5,3 Cent je Kilowattstunde für die Förderung für Ökostrom - bald könnten es bis zu 6,3 Cent sein.
Die deutsche Wirtschaft fordert bezahlbaren Strom trotz Energiewende. Der Ökostrom soll sich im Wettbewerb bewähren. Die wichtigsten Fragen im Überblick.
Die EU-Kommissare Almunia und Oettinger wollen die Förderung des Ökostroms in Deutschland grundlegend umkrempeln. Das geht aus internen Papieren der EU-Behörde hervor, die der F.A.Z. vorliegen.
Die Energiewirtschaft nutzt das politische Vakuum. Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Energie- und Wasserwirtschaft, Hildegard Müller, stellt ein neues Modell für den Strommarkt vor.
Dax-Vorstände wie Mittelständler fordern, endlich die Milliarden-Subventionen der Erneuerbaren Energieträger zu stoppen. Für einige große Stromverbraucher bedrohen sie längst die Existenz.
Die Wirtschaft macht Front gegen die Umweltpolitik: Die Entwicklung im Energiesektor habe dramatische Folgen, so Arbeitgeberpräsident Hundt.
Eine grundlegende Reform der Energiewende wird es nach der Bundestagswahl wohl nicht geben. Zu groß ist der Kreis der EEG-Nutznießer.
In Deutschland engagierte amerikanische Unternehmen machen gute Geschäfte. Die Energiewende halten sie für reformbedürftig - und haben das Gefühl, dass sich Deutschland zu sehr zurücklehnt.
Die Sonne scheint und an der Börse kostet Strom immer weniger: Verbraucher werden im kommenden Jahr deutlich mehr Ökostrom-Umlage zahlen. Experten fordern dringend eine Reform.
Die Ökostrom-Förderung hat eine große Koalition von Profiteuren geschaffen. Das Geld machte aus einem Projekt der Ökos eines der Besitzstandswahrer - und aus Investoren Überzeugte.