Vier Minuten bis zur Entscheidung
Das Kabinett stimmt dem Gesetzentwurf zur längeren Laufzeit der drei AKW ohne Debatte zu. Die Grünen setzen darauf, dass die FDP den Atomausstieg im Frühjahr mitträgt.
Das Kabinett stimmt dem Gesetzentwurf zur längeren Laufzeit der drei AKW ohne Debatte zu. Die Grünen setzen darauf, dass die FDP den Atomausstieg im Frühjahr mitträgt.
Atomenergie in Frankreich +++ Parteitag der Grünen +++ Weiterbetrieb AKWs +++ Gestaltungsrahmen der Wirtschaft +++ Doppelwumms Titelbild
Die niedersächsischen Grünen müssen akzeptieren, dass mit der Kernkraft in ihrem Land doch nicht so schnell Schluss ist.
Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies ist für die Aufsicht über das AKW Emsland zuständig. Und er ist Atomkraftgegner. Wie geht er mit dem Streckbetrieb um?
Auch wenn nun drei Kernkraftwerke etwas länger laufen: Deutschland wird sich weiter auf Kohle verlassen müssen – und demnächst auch wieder auf Atomstrom aus Frankreich. Das ist aberwitzig.
Helmut Schmidt machte nie von ihr Gebrauch, Olaf Scholz hingegen recht früh. Die Fraktionen, die über die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken entscheiden, kann der Kanzler aber nicht anweisen.
Niedersachsens SPD-Umweltminister Olaf Lies nennt den Weiterbetrieb des AKW Emsland „nicht notwendig“ und spricht von einer „unsäglichen Debatte“. Auch die Grünen reagieren irritiert auf die Entscheidung des Bundeskanzlers.
Die Spitze der Grünen-Bundestagsfraktion will sich dem Machtwort des Bundeskanzlers beugen. Vor allem im linken Flügel ist die Verärgerung hingegen groß. Und es stellt sich die Frage: Wer wusste von der Entscheidung?
Wirtschaftsminister Robert Habeck wirbt dafür, der Entscheidung des Kanzlers im Atomstreit zu folgen. Die betroffene Landesregierung in Niedersachsen hingegen reagiert missmutig.
Olaf Scholz spricht im Streit über die Atomkraftwerke ein Machtwort und kippt damit einen zwei Tage alten Parteitagsbeschluss der Grünen. Droht nun neuer Krach in der Koalition?
Hochaktuell und doch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Der Autor wollte der Kernenergie ein Abschiedsbuch widmen, jetzt wird über den Wiedereinstieg diskutiert.
Seit Wochen währt der Streit um längere Laufzeiten der drei deutschen Atomkraftwerke. Alle drei sollen bis April 2023 am Netz bleiben, hat der Kanzler nun entschieden.
Scholz spricht ein Machtwort im Streit über die Atomkraft. Es ist kein gutes Zeichen, dass der Kanzler schon jetzt seine Richtlinienkompetenz bemühen muss.
Bundeskanzler Scholz trifft im AKW-Streit eine Entscheidung. Dabei verweist er auf seine Richtlinienkompetenz. Die FDP zeigt sich erfreut.
Die FDP fände es wohl hilfreich, wenn wenigstens das Atomkraftwerk Isar 2 bis 2024 weiterliefe. Technisch wäre das möglich, nun wartet die Koalition auf ein Machtwort des Kanzlers.
Grüne und FDP stehen auch nach dem Parteitagswochenende in der Atomfrage weiter gegeneinander. Bundeskanzler Olaf Scholz glaubt dennoch an eine „zeitnahe“ Einigung.
Georg Stamatelopoulos verantwortet für ENBW die Energieerzeugung. Im Interview spricht der Vorstand über Gasmangel und Stromausfälle. Von der Bundesregierung will er endlich Klarheit in Sachen Kernkraft.
Nicht nur die Grünen mauern sich in ihrer eigenen Rechthaberei ein. Alle Parteien der Ampel sind beschädigt.
Der Beschluss der Grünen auf ihrem Parteitag, sich eindeutig gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken zu positionieren, löst scharfe Kritik bei der FDP und der Opposition aus.
Ausgerechnet Jürgen Trittin wirbt dafür, dass zwei Atomkraftwerke noch bis zum Frühjahr in Betrieb bleiben sollen. Das kommt bei den Delegierten an, die Mehrheit steht. Aber was heißt das für die Ampel in Berlin?
Aus Frankreich wird erstmals Gas nach Deutschland geliefert. Aber in Paris verzweifelt man wieder an der deutschen Energiepolitik – und Rücksichtslosigkeit.
Bloß keine Reaktoren zwischen Windrädern? Anna Veronika Wendland plädiert für eine Kombination aus Erneuerbaren und Kernenergie.
Energieknappheit und steigende Stromnachfrage verändern die Diskussion über die Kernenergie. Doch deren Probleme bleiben ungelöst.
Ob Atomstreckbetrieb, Kohle-Booster oder LNG-Terminals: Wäre Robert Habeck nicht für all das verantwortlich, die Grünen hätten den Fortbestand der Ampelkoalition wohl schon längst infrage gestellt.
Das Interview mit Greta Thunberg sorgte schon vor der Ausstrahlung für Wirbel. Da saß dann aber gar keine Atomkraftbefürworterin – sondern eine gelöste junge Frau, die darüber staunt, wie sie zur Ikone wurde.
Seit den jüngsten Raketenangriffen muss die Ukraine Strom rationieren. Russische Hardliner wollen die gesamte Energieinfrastruktur zerstören. Doch dazu gehören auch mehrere Atomkraftwerke.
Länger laufen lassen, alte Atomkraftwerke reaktivieren, Brennstäbe bestellen? Diese Fragen belasten mehr und mehr die Koalition. Was FDP und Grüne wollen, passt nicht zusammen.
Was für jede andere Technologie gilt, sollte auch für die Kernkraft gelten: Sie ist eine Brücke. Wer sie auch in der Not nicht betritt, muss die Folgen tragen.
Solarpanels für deutsche Lärmschutzwände und wenig Hoffnung für Atomkraft: Die UN drängen Regierungen zur globalen Energiewende bis 2030.
Greta Thunberg würde auf Atomkraft statt Kohle setzen, um die Stromerzeugung aus Gas zu reduzieren. Auch zu einem Ende der AKW in Deutschland nach der aktuellen Krisenphase äußert sich die Klimaaktivistin.
Zwei Kernkraftwerke seien nicht genug, um die Stromversorgung in Deutschland im Winter sicherzustellen, sagt FDP-Chef Lindner. Darum will er dem Weiterbetrieb vorerst nicht zustimmen.
Um eine Einstufung von Atomkraft und Gas als nachhaltig zu verhindern, zieht Österreich vor den EuGH – und warnt vor „unkalkulierbaren Risiken“ der Nuklearenergie.
Die Ampelkoalition kann sich beim Weiterbetrieb der beiden Reserve-Atomkraftwerke nicht einigen. Wirtschaftsminister Robert Habeck warnt nun, dass das zu Problemen in der Stromproduktion führen könnte.
Die Monopolkommission favorisiert monatliche Pauschalzahlungen an bedürftige Haushalte – und fordert zudem, laufende Atomkraftwerke am Netz zu halten.
Die Gaspreiskommission hat ihren mit Spannung erwarteten Zwischenbericht vorgestellt. Für diesen Winter soll es eine Einmalzahlung geben. Es gibt schon jetzt die ersten Zweifel an der Sinnhaftigkeit.
Wie schlimm sind die Aussichten für den Winter? Ganz ausgeschlossen ist ein Stromausfall nicht. Aber es müsste viel zusammenkommen.