Atomkraft? Nein danke
Die Mehrheit der Deutschen sieht in der Atomenergie keine nachhaltige Geldanlage. Um die Frage streiten sich in Brüssel Deutschland und Frankreich. Im Herbst wird darüber entschieden.
Die Mehrheit der Deutschen sieht in der Atomenergie keine nachhaltige Geldanlage. Um die Frage streiten sich in Brüssel Deutschland und Frankreich. Im Herbst wird darüber entschieden.
Berry Blue war Apotheker und ist Musiker aus Leidenschaft. Nach seiner Zeit als Deutschrocker macht er heute Blues und Jazz. In einem Buch blickt er zurück auf die bewegten Anfänge in Offenbach.
Die klimapolitische Instrumentalisierung der Katastrophe hat schon begonnen: Es soll alles viel, viel schneller gehen. Eine auf Schnelligkeit getrimmte Klimaschutzpolitik hat aber nicht zu pragmatischen Lösungen geführt.
In einer geplante EU-Richtlinie für grüne Finanzinvestments soll Atomkraft als nachhaltige Energiequelle bezeichnet werden. Dem stellt sich eine Staatenallianz um Deutschland entgegen.
Der Weg zur Klimaneutralität ist steinig – zumal Deutschland energiepolitisch gern den zweiten vor dem ersten Schritt macht.
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach einem „technischen Fehler“ abgeschaltet worden. Eine genauere Beschreibung des Problems gab es zunächst nicht.
Deutsche Kernphysiker wollen mit ihrem Start-up die Atomkraft revolutionieren. Investoren machen dafür Millionen locker.
Kam es in einem Atomkraftwerk in der Nähe des Südchinesischen Meeres zu einem Störfall? Der französische Mitbetreiber EdF dringt auf eine Untersuchung.
Das französische Atomunternehmen Framatome hat offenbar Störungen in einem chinesischen Atomkraftwerk gemeldet. Framatome spreche von einer „bevorstehenden radiologischen Bedrohung“, meldet CNN.
Frankreich hat keine einzige Off-Shore-Windkraftanlage, der Anteil der erneuerbaren Energien ist gering. Und doch stößt das Land viel weniger CO2 aus, die Kernenergie macht es möglich. Warum plant Macron dann einen Teilausstieg?
Das neue britische Atomkraftwerk Sizewell C soll eine CO2-Entnahmeanlage erhalten. Doch die hohen Kosten der Technik sind problematisch.
Der britische Industriekonzern legt neue Entwürfe zum Bau von kleinen Nuklearanlagen vor. Auch international wächst das Interesse.
Kampagnen zum Wohle des Klimas stecken voller Widersprüche und Kurzsichtigkeit. Das gilt für den Atomausstieg, den Kohleausstieg und auch für den „Hambi“.
In der Sperrzone rund um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine können sich zwar für viele Jahre keine Menschen niederlassen, dafür gedeiht die Tierwelt umso besser. Bald könnten hier auch wieder Wisente durch die Wälder streifen.
Der Generaldirektor der globalen Kernenergie-Behörde bedauert den deutschen Atomausstieg. Global gesehen sei die einzige Frage, welche Art von Reaktoren künftig gebaut werden.
EU-Kommission legt Kriterien für nachhaltige Finanzprodukte vor und will damit „Greenwashing“ vermeiden. Umstrittene Techniken wie der Atom- und Gaskraftwerke sollen durch diesen Schritt ausgeklammert werden.
Frankreich und mehrere osteuropäische Staaten fordern in einem Brief an die EU-Kommission, die Nutzung von Nuklearenergie als „nachhaltige Investition“ einzustufen.
In der Tschechischen Republik soll eine neues Atomkraftwerk gebaut werden. Doch die Parteien sind drüber zerstritten, wer zum Bau zugelassen werden soll. China macht schon Stress.
Die deutsche Energiewende hat einen Makel: Eine nüchterne Abwägung zwischen der atomaren und der fossilen Brückentechnologie hat niemals stattgefunden.
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert auf dem F.A.Z.-Kongress dringend Reformen in der Energiepolitik. Eine Renaissance der Atomkraft in Deutschland schließt sie aber aus.
„Mit dem Abschalten der letzten deutschen Atomkraftwerke erreichen wir nächstes Jahr ein historisches Ziel“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze zum zehnten Jahrestag der Fukushima-Katastrophe.
Der Atomausstieg im eigenen Land ist Svenja Schulze nicht genug: Sie will der Technik in der ganzen Welt den Garaus machen.
Nach der Atomkatastrophe in Japan stieg Deutschland Hals über Kopf aus der Atomenergie aus. Seither organisieren die Kraftwerksbetreiber den Rückbau – noch heute läuft mancher mit der Faust in der Tasche herum.
Der deutsche Atomausstieg ist praktisch unumkehrbar. Befürworter sind rar geworden. In vielen Ländern auf der Welt ist das Bild ein anderes.
Hessen tut sich schwer damit, sein Energieziel, das kurz nach dem GAU in Japan verabschiedet wurde, umzusetzen. Das zeigt, wie kurzlebig die Erinnerung selbst an eine Katastrophe wie die von Fukushima ist.
Vor zehn Jahren havariert ein Atomkraftwerk in Japan. Manuela Rottmann, damals Umweltstadträtin in Frankfurt, erinnert sich und zieht Bilanz. Sie sagt: Ohne Windkraft glückt die Energiewende nicht.
Vor zehn Jahren überrollte ein Tsunami den Nordosten Japans, zerstörte Küstenstädte und führte im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zur Kernschmelze. Fast 19.000 Menschen sind damals gestorben.
Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima hat das Land umgedacht. Anders als Deutschland beschloss Japan aber nie den Atomausstieg – und setzt auch weiterhin auf die Kernenergie.
Zehn Jahre nach Fukushima erschwert der deutsche Atomausstieg den Klimaschutz. Denn: Die Bilanz der Kernkraft ist viel besser ist als bei den fossilen Brennstoffen. Manches Land nennt die Atomkraft deswegen sogar „grün“.
Zehn Jahre nach dem Tsunami und der Kernschmelze in Fukushima sind viele Umgesiedelte in ihre Städte zurückgekehrt. Die Katastrophe gehört aber noch immer zu ihrem Alltag.
Zehn Jahre nach der Fukushima-Katastrophe hat das Land die nuklearen Sicherheitsstandards und die Aufsicht verschärft. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist keine Pflicht.
Seit Jahrzehnten prägen die Kühltürme des Atomkraftwerks die Silhouette des bayrischen Dörfchens Gundremmingen. So stolz war man hier auf die Anlage, dass sie sogar Eingang in das Wappen der Gemeinde fand. Der Atomausstieg trifft Gundremmingen hart.
Die langwierigen Rechtsstreitigkeiten um Entschädigungszahlungen wegen eines schnelleren Atomausstiegs waren zwar unnötig, sind aber nun hoffentlich zu Ende.
Berlin zahlt 2,4 Milliarden Euro an die Energie-Unternehmen. Die Bundesregierung ist zufrieden – andere weniger.
Kurz vor dem zehnten Jahrestag von Fukushima lässt Deutschland den Ausstieg aus der Kernkraft auch finanziell hinter sich. Damit wird ein Nachtragshaushalt fällig.
Die Katastrophe in Fukushima besiegelte das Ende der Kernkraft in Deutschland. Nur vier Tage brauchte Angela Merkel, um den endgültigen Ausstieg einzuleiten. Unüberlegt, verstolpert. Eine Rekonstruktion der Ereignisse vor zehn Jahren.