Der Löwe bekommt den Blitz
Vereinbarung zur Opel-Übernahme erwartet. Neuer Anlauf zum Trump-Einreisestopp. Prozess gegen Ex-Drogeriemarkt-König Anton Schlecker beginnt.
Vereinbarung zur Opel-Übernahme erwartet. Neuer Anlauf zum Trump-Einreisestopp. Prozess gegen Ex-Drogeriemarkt-König Anton Schlecker beginnt.
Der Autohersteller PSA hat nun offiziell verkündet, dass er Opel übernimmt. Die F.A.Z. hat erfahren, was die Franzosen für den Kaufpreis erhalten. Und um welches wichtige Thema sich General Motors kümmern wird.
Die Übernahme des deutschen Autoherstellers Opel durch den französischen PSA-Konzern ist wohl unter Dach und Fach. Nun kommt die offizielle Einladung.
Fällt Opel nach fast 90 Jahren GM in die Hände des PSA-Konzerns? Die Franzosen würden auch ein großes Stück deutscher Automobilgeschichte übernehmen.
Opel wird Teil von Peugeot – und damit wieder ein Familienunternehmen. Auch hinter Volkswagen, BMW, Fiat und Toyota stecken starke Familien. Doch ihre Geschichten unterscheiden sich.
Opel-Kenner sehen mehr Gemeinsamkeiten mit Peugeot als mit General Motors. Schon bald bringt Opel zwei Modelle auf den Markt, die zusammen mit den Franzosen entwickelt worden sind.
Wirtschaftsministerin Zypries und ihr französischer Kollege Sapin können einer Opel-Übernahme durch PSA viel abgewinnen. Mögliche Vorteile für die Autobauer gibt es einige.
Hessens Ministerpräsident Bouffier steht einer Übernahme von Opel durch PSA aufgeschlossen gegenüber. Er verweist auf die Zuversicht in Unternehmensführung und Belegschaft.
Diesen Donnerstag ist Wirtschaftsministerin Zypries in Paris, um über die mögliche Opel-Übernahme durch PSA zu sprechen. Deren Chef hält Opel für einen Sanierungsfall, hat aber große Pläne.
Unter dem Strich gut 1,7 Milliarden Euro hat der französische Autohersteller PSA im vergangenen Jahr verdient. Und profitabler ist er auch geworden.
Die Jobgarantie gilt, die Betriebsräte haben die Zusammenarbeit angekündigt: Jetzt soll auch der Verkauf schnell über die Bühne gehen – und das noch vor dem Autosalon in Genf.
Für viele hessische Minister und Abgeordnete sind Autos aus Rüsselsheim die erste, aber nicht die letzte Liebe. Die meisten Dienstwagen stammen von anderen Herstellern.
In Berlin überbieten sie sich als „Retter“ von Arbeitsplätzen bei Opel. Die Aufregung wirkt künstlich – und passt so gar nicht zum Desinteresse an der viel wichtigeren Börsenfusion.
Der Peugeot-Chef hat Angela Merkel zugesichert, die laufenden Garantien für Opel-Standorte und Arbeitsplätze zu akzeptieren. Derweil schaut sich Peugeot offenbar auch in Malaysia um.
Betriebsräte von Opel und Vauxhall haben sich mit Vorständen der Peugeot-Mutter getroffen. Die Rede ist von einem „europäischen Automobil-Champion mit deutsch-französischen Wurzeln“. Und Opel-Chef Neumann twittert wieder.
Am 1. März 2017 diskutiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit Karl-Thomas Neumann (Vorstandsvorsitzender Opel AG), Klaus Oesterling (Verkehrsdezernent Frankfurt) und Heiner Monheim (alternativer Verkehrsplaner) über die Verkehrsplanung der Zukunft.
Seit fünf Jahren führt Wolfgang Schäfer-Klug den Gesamtbetriebsrat von Opel. Ohne Frage steht er nun vor der größten Herausforderung in seiner an anspruchsvollen Aufgaben nicht armen Amtszeit.
„Derzeit muss man sich um den Wettbewerb im Automobilsektor weniger Sorgen machen“, sagt der Chef der Monopolkommission. Und nennt gleich mehrere Gründe.
General Motors-Konzern will Opel nicht mehr haben, umgekehrt dürfte es ähnlich sein. Eine wirklich gute Zukunft für die Rüsselsheimer ist damit nicht gesichert.
„Ziel ist es, alle Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten.“ Mit diesen klaren Worten positioniert sich Matthias Machnig als neuer Opel-Verhandler der Bundesregierung. Auf kurze Sicht könnte das sogar klappen.
Niemand weiß, was aus Opel bei einer Übernahme durch Peugeot wird. Aber alle reden mit und überbieten sich in Pessimismus. Nur einer macht nicht mit.
Die Bundesregierung hat keine Zweifel: Opel wird vom französischen Autohersteller PSA übernommen. Sie und die IG Metall pochen auf den Erhalt aller Arbeitsplätze in Deutschland.
Wie viel Unterschied bei den Löhnen darf sein? Der Berater und frühere Opel- Manager Manfred Becker warnt davor, den Bogen zu überspannen. Denn sonst gedeiht das Duckmäusertum.
Opel soll ein eigenes Unternehmen bleiben - auch wenn die künftigen Eigentümer in Frankreich sitzen. Darauf deuten nicht nur Aussagen der amtierenden Konzernchefin hin.
700 Mitarbeiter beschäftigt Opel im Ersatzteilzentrum in Bochum. Das werde auch so bleiben, wenn PSA den Hersteller übernimmt, sagt der Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen.
PSA-Chef Carlos Tavares setzt mit dem Griff nach Opel zu seinem größten Coup an. Am nötigen Selbstvertrauen fehlt es ihm nicht. Das hat er häufiger bewiesen.
Der SPD-Politiker Matthias Machnig soll bei der wahrscheinlichen Übernahme von Opel die Verhandlungen zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern koordinieren. Es geht auch um den Erhalt der Standorte.
Wusste Opel-Chef Neumann frühzeitig von den Verkaufsgesprächen, wurde aber von der Mutter in Detroit zum Schweigen verdonnert? Falls nicht, nährte dies die hässliche These, Opel sei wieder einmal nur Spielball.
Schon der Alltag in der Auto-Entwicklung und im Motorentestzentrum in Rüsselsheim zeigt: In den Gesprächen über Opel geht es um mehr als den Verkauf eines Autobauers.
Der Opel-Verkauf bewegt die Gemüter. Auch auf Facebook wird über das Geschehen rund um die Marke mit dem Blitz diskutiert. Unter anderem warum Opel nicht einfach wieder unabhängig wird.
Warum hat es Opel in den vergangenen Jahren nicht geschafft, wieder Gewinne zu erwirtschaften? Wettbewerber Ford macht schließlich vor, wie es besser geht.
General Motors will sich von Opel trennen. Dabei schien die deutsche Marke gerade auf dem Weg der Besserung. Doch in Amerika warten neue Herausforderungen.
Blitz aus heiterem Himmel im aufziehenden Wahlkampf: Die Pläne von General Motors zum Verkauf von Opel an Peugeot haben deutsche Politiker beunruhigt. Es geht auch um die Rolle des französischen Staates.
„Zu europäisch, ohne Partner, langweilige Modelle“: Vor vier Jahren war das französische Unternehmen noch so gut wie bankrott. Jetzt will PSA in Europa expandieren – und hat sich nicht nur Opel vorgenommen.
Mary Barra hat sich als Vorstandschefin von General Motors einst leidenschaftlich zu Opel bekannt. Jetzt ist sie offenbar doch zur Kapitulation bereit. Ein Portrait.
Was Wolfsburg für Volkswagen ist, das ist Rüsselsheim für Opel: Stadt und Betrieb sind quasi eins. Jetzt steht die Zukunft des Werkes auf dem Spiel.