Ein Europa von Lissabon bis Wladiwostok
Der französische Präsident Macron will Russland stärker einbinden – und gemeinsam eine neue Sicherheitsarchitektur schaffen. Dazu beendet er seine diplomatische Eiszeit mit Wladimir Putin.
Der französische Präsident Macron will Russland stärker einbinden – und gemeinsam eine neue Sicherheitsarchitektur schaffen. Dazu beendet er seine diplomatische Eiszeit mit Wladimir Putin.
Fünf Tage vor dem G7-Gipfel in Frankreich ist Staatschef Emmanuel Macron mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengekommen. Macron schlug dem Kreml-Chef auf Fort Brégançon an der französischen Mittelmeerküste einen neuen Ukraine-Gipfel "in den kommenden Wochen" vor.
Mit einem Tweet geht Donald Trump auf einen Verdacht amerikanischer Fachleute ein: Mutmaßlich explodierte bei einem Test im Norden Russlands der Marschflugkörper „Skyfall“ – und damit Putins ganzer Stolz.
Beide Bündnisse entstammen einer Welt, die vor dreißig Jahren versunken ist. Wer sich an sie klammert, verweigert sich der Gegenwart. Ein Gastbeitrag.
Am 9. August 1999 wurde Putin Ministerpräsident, wenige Monate später Präsident – und ist es mit einer Unterbrechung bis heute geblieben. Ein Rückblick in Bildern.
In zwei Jahrzehnten an der Macht hat Wladimir Putin sein System auf Geheimdienst und Günstlinge zugeschnitten. Die eigene Bevölkerung erscheint als diffuse Bedrohung – eine einheitliche Protestbewegung bleibt aus.
Seit fast einer Generation bestimmt Wladimir Putin die Geschicke Russlands. Der einstige KGB-Offizier startet als Liberaler, fühlt sich aber zunehmend vom Westen enttäuscht. Heute kennen viele junge Russen schlichtweg keinen anderen Landesvater mehr.
Vor 20 Jahren wurde Wladimir Putin erstmals Ministerpräsident von Russland. Seitdem dominiert er die Politik des Landes. Die „besondere Beziehung“ Moskaus zu Rom pflegt er weiter. Doch sie reicht weit in die Zeiten des Kalten Krieges zurück.
Der Kreml hat panische Angst, in der Hauptstadt sein Machtmonopol zu verlieren. Deshalb schlagen den Oppositionellen, die bei der Wahl zur Stadtduma nicht kandidieren dürfen, blanker Hass und brutale Gewalt entgegen.
Der türkische Staatspräsident verliert langsam die Geduld mit der kurdischen Selbstverwaltungszone. Doch trotz der Provokationen ist es im Norden Syriens noch ruhig – warum?
Viel lernen über Russland kann man zum Beispiel wenn man die Nachbarländer besucht. Geschichte einer langen Reise.
Machthaber wie Putin kleiden sich gerne mit dem Deckmantel der Legalität. Aber im Bedarfsfall ist das Gesetz Mittel zum Zweck. Der Repressions- und Propagandaapparat funktioniert.
In Moskau gehen Menschen wegen der Regionalwahlen auf die Straße. Doch auf große Demonstrationen in Russland folgt nie ein Einlenken.
In der russischen Hauptstadt haben abermals zahlreiche Menschen für freie Wahlen demonstriert, nachdem oppositionelle Politiker von der Wahl ausgeschlossen wurden. Auch prominente Kritiker des Präsidenten Wladimir Putin wurden festgenommen
Der INF-Vertrag ist gescheitert. Dennoch überlässt Moskau die formelle Auflösung des Kontrakts Washington. Was steckt dahinter?
Der russische Präsident Wladimir Putin wertet das Angebot, bei den seit Tagen wütenden Waldbränden in Sibirien zu helfen, positiv. Es sei ein Zeichen, dass es gelingen werde, die Beziehungen wieder komplett zu normalisieren.
Lange klammerten sich traditionelle Republikaner an die Vorstellung, dass die „Erwachsenen“ im Kabinett Trump schon im Zaum halten würden. Dass sich diese Theorie längst erledigt hat, zeigt der Abgang des Geheimdienstdirektors.
Der neue ukrainische Präsident wird zunehmend als Gegenentwurf zum Kremlherrscher gehandelt. Dadurch sehen immer weniger Russen in der Ukraine ein Feindbild – für Putin kann das zum Problem werden.
Der russische Oppositionspolitiker ist nach der Behandlung eines mutmaßlichen Allergieschocks wieder im Gefängnis – seine Ärztin fordert eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.
In Moskau protestieren Tausende gegen den Ausschluss von Oppositionskandidaten von der Regionalwahl. Auch für den Kreml wird das inzwischen zum Problem.
Bei Demonstrationen für faire Wahlen in Moskau schreitet die Polizei kompromisslos ein und nimmt nach eigenen Angaben mehr als 1000 Menschen fest. Auch Passanten geraten ins Visier der Ordnungshüter.
Europäische Sanktionen werden oft für Russlands Wirtschaftsprobleme verantwortlich gemacht. Die Chefin der russischen Zentralbank sieht das anders – und kritisiert die landesinterne Wirtschaftspolitik.
Angriff vom linken Flügel: Eishockey-Star Artemij Panarin positioniert sich mit drastischen Worten gegen den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin und dessen System. Es ist ein wohl einmaliger Bruch.
Wo früher die Sowjetunion war, herrschen heute oft Diktatoren, alte Seilschaften und Korruption. Immer mehr junge Leute, denen die eingeimpfte, angstvolle Einordnung ins Kollektiv fremd ist, wollen einen anderen Weg gehen.
In Jekaterinburg am Ural formiert sich eine immer stärkere Bürgerbewegung gegen die Umweltzerstörung sowie die unheilige Allianz zwischen Kapital und Kirche.
Sie rufen „Putin ist ein Dieb“ oder „Wir sind hier die Macht“: In Moskau demonstrieren am Sonntag einige tausend Menschen dafür, oppositionelle Kandidaten zur Wahl zum Moskauer Stadtparlament zuzulassen.
Bisher hatte Kremlchef Wladimir Putin dem ukrainischen Präsidenten noch nicht einmal zur Wahl gratuliert. Jetzt griff Wolodymyr Selenskyj zum Hörer, um den russischen Präsidenten anzurufen – eine kleine Sensation.
Die AfD fordert ein „kampfstarkes Militär“ mit „unerbittlichen“ Soldaten und einer Führungsrolle in Europa. Ihre Pläne für die Bundeswehr erinnern an alte Zeiten. Es würde ein Staat im Staate entstehen. Eine Analyse.
Seit letztem Jahr denkt man an Skins, wenn man an Chemnitz denkt. Doch was geschieht da jetzt? Eine Region versucht mit autonom fahrenden Autos, gutem Rap und pragmatischen Demokraten die Lasten der Vergangenheit abzuschütteln.
Wladimir Putin hat das Ende der liberalen Idee verkündet und erscheint als Trendsetter einer Bewegung, die sich vor allem an Migration und „Multikulti“ stört. Er vergisst dabei aber, dass Russland selbst ein Vielvölkerstaat ist.
Kurz vor den Gesprächen hat Selenskyj dem russischen Staatschef Wladimir Putin in einer Videobotschaft einen Austausch über die Krim und den Konflikt in der Ostukraine angeboten. Die EU unterstützt derweil die Souveränität der Ukraine.
Ein georgischer Journalist beleidigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Fernsehen. Jetzt droht das ganze Land durch Sanktionen in Sippenhaft genommen zu werden. Dabei hatten sich die verfeindeten Länder wirtschaftlich zuletzt wieder angenähert.
Einen Tag nach dem Besuch des russischen Präsidenten spricht Franziskus vor ukrainischen Bischöfen von hybrider Kriegsführung und „propagandistischen Fälschungen“ in der Ukraine. Den Kreml erwähnt er nicht.
Putin und der Pontifex sind um gute Beziehungen bemüht. Aus gutem Grund. Denn in gewissen Fragen sind sie aufeinander angewiesen.
Der G-20-Gipfel und das anschließende Opec-Treffen zeigen, wie Russlands Einfluss auf die Ölpreise wächst. Putin weiß das zu nutzen.
Nach Trockenheit und Waldbränden erlebt die Region um den Baikalsee eine weitere Katastrophe: Ortschaften versinken bei Hochwasser in den Fluten, Menschen sterben. Nun steht das russische Militär bereit.