Es geht um die Substanz
Deutschland lebt schon seit Längerem von der Substanz. Die Stimmung in der Wirtschaft ist schlecht wie selten. Die neue Regierung muss ein rasches Signal an die Unternehmen senden. Dann ist einiges möglich.
Deutschland lebt schon seit Längerem von der Substanz. Die Stimmung in der Wirtschaft ist schlecht wie selten. Die neue Regierung muss ein rasches Signal an die Unternehmen senden. Dann ist einiges möglich.
CDU/CSU und SPD sollten von einem Ritual Abschied nehmen: dem kräfteraubenden Koalitionsvertrag, der dann ohnehin bald Makulatur ist. Die Zeiten verlangen klare Schwerpunkte. Dafür reichen drei DIN-A4-Blätter.
Ausgerechnet im traditionell roten Ruhrgebiet liegt die AfD vielerorts gleichauf mit den Sozialdemokraten. Die Vorsitzende der NRW-SPD will aus dem Tiefpunkt der Bundestagswahl einen Wendepunkt machen.
Die Wirtschaft stärken, aber wie? Steuern, Schuldenbremse, Soziales – Schwarz und Rot liegen bei vielem weit auseinander, aber erste Kompromisslinien zeichnen sich ab.
Was können Anleger aus der Bundestagswahl mitnehmen? Nicht viel – erst muss eine Regierung her. Doch europäische Aktien sind jetzt schon interessant.
Bei Louis Klamroth erörtern Politiker aus der zweiten Reihe, wie groß der bevorstehende Politikwechsel nun wirklich wird. Über weite Strecken fallen sie in die erprobte Wahlkampfrhetorik zurück, bis es plötzlich spannend wird.
Die Linke jubelt und strotzt nur so vor Kraft. Das Wahlergebnis stellt die Partei aber auch vor ein Dilemma.
Friedrich Merz will sich bis Ostern mit der SPD auf eine Koalition einigen. Wie ist sein Verhältnis zu Lars Klingbeil? Und was könnte einer raschen Verständigung im Weg stehen?
Im Duisburger Norden und in Gelsenkirchen verteidigt die SPD ihre Direktmandate. Doch die Wahlergebnisse zeigen: Die AfD gerät im Westen in eine neue Rolle.
Würde die Republik wählen wie Königstein, dann wäre die FDP drittstärkste Kraft im Bundestag. Aber auch im reichen Taunusstädtchen zeichnen sich Risse ab.
Was ostdeutsche und junge Wähler verbindet: Die Begeisterung für die politischen Extreme resultiert aus fehlender Zugehörigkeitserfahrung. Das bringt das bundesdeutsche Demokratiemodell in Gefahr.
Die AfD profitiert von linker Realitätsverweigerung und Frust im bürgerlichen Milieu. Hinzu kommt, dass die Union Versprechen womöglich nicht einhalten kann – obwohl es im Bundestag eine satte Mehrheit dafür gäbe.
Eine klare Quittung für die Ampel, doch die Union profitiert kaum. Was lässt sich aus dem Ergebnis der Bundestagswahl ablesen?
Die AfD punktet vor allem bei Wählern aus unteren und mittleren Einkommensschichten. Das liegt am Programm – aber nicht nur.
Unternehmensanleihen haben je nach Branche unterschiedlich auf die Bundestagswahl reagiert. Auto- und Energiewerte könnten profitieren. Auch dem Tiefbau werden offenbar gewisse Chancen zugeschrieben.
Die Bundestagswahl hat den Weg zu einer schwarz-roten Regierung geebnet, nächste Woche sollen die Verhandlungen beginnen. Mit Blick auf die internationale Krise ist Tempo gefragt.
Die Grünen haben eine Niederlage erlitten und regieren künftig wohl nicht mehr mit. Spitzenkandidat Robert Habeck tritt aus der ersten Reihe – macht sich aber keine großen Vorwürfe.
All-in zahlte sich für Friedrich Merz nicht aus. Aber auch die SPD muss sich gut überlegen, welche Schlüsse sie aus ihrem Wahlergebnis zieht. Davon hängt viel ab.
Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse rät seiner SPD zur Selbstkritik. Die Partei müsse sich auf alte Kernkompetenzen besinnen, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z.
Die Bundestagswahl zeigt die Spaltung zwischen Stadt und Land, Ost und West. Wieso die Grünen trotz schlechten Abschneidens zwölf Direktmandate holten – und wo in Deutschland die Ampel theoretisch noch eine Mehrheit hätte. Die Datenanalyse.
Mehr Beistand kann sich die AfD nicht wünschen: Musk und Vance trommeln für sie, russische Desinformation will die rechtsextreme Partei in Deutschland an die Macht bringen. Bei der Bundestagswahl machte sich das bemerkbar.
Armand Zorn scheitert in Frankfurt für die SPD knapp im Kampf um das Direktmandat. Über die Landesliste zieht er trotzdem in den Bundestag. Viele Parteigenossen trauen ihm Großes in Berlin zu.
Ursula Groden-Kranich siegt im Wahlkreis Mainz und kommt dennoch nicht in den Bundestag. SPD-Politiker Daniel Baldy zieht über die Landesliste ein.
Der Südschleswigsche Wählerverband ist mit einem Mandat im Bundestag vertreten. Stefan Seidler versteht sich als „Anwalt des Nordens“. Im Wahlkampf hat er sich deutlich gegen die CDU positioniert.
Trotz Rückschlägen bleiben die Frankfurter Grünen zuversichtlich und richten den Blick auf die Kommunalwahl 2026. Kämpferisch zeigt sich Bundestagsabgeordneter Omid Nouripour, auch wenn er das Direktmandat nicht hat verteidigen können.
Amtsinhaber Steffen Bonk hat die Bürgermeisterwahl in Steinbach klar gewonnen. Sein parteiloser Herausforderer Helmut Jiménez zeigt sich dankbar für die Erfahrung.
Bei der Bürgermeisterwahl in Steinbach im Taunus hat der CDU-Kandidat klar gewonnen. Aber auch der parteilose Herausforderer darf sich freuen.
Das Wahlergebnis der Grünen ist keine Folge unglücklicher Umstände, wie der noch amtierende Vizekanzler es darstellt. Robert Habeck selbst hat maßgeblich daran Anteil.
Die Frankfurter CDU feiert ihren Sieg bei der Bundestagswahl. Zufrieden kann sie mit dem Ergebnis aber nicht sein. Denn sie stellt künftig keinen Abgeordneten mehr.
In beiden Wahlkreisen des Main-Kinzig-Kreises setzen sich ihre Kandidaten durch. Ein Sozialdemokrat verliert sein Mandat und hadert mit dem Bundeskanzler.
Norbert Altenkamp verteidigt das CDU-Mandat im Main-Taunus-Kreis. Die Grünen bleiben stabil, und die Linke ist im Aufwind. Die AfD bleibt unter Bundesdurchschnitt.
Die AfD ist in den ostdeutschen Flächenländern mit Abstand stärkste Kraft geworden – sie hat auch 47 der 50 Wahlkreise gewonnen. Was könnten die Gründe dafür sein?
Viele CDU-Kandidaten haben gewonnen, ziehen aber nicht in den Bundestag ein – wegen des neuen Wahlrechts. Der Frankfurter Wahlkreissieger Yannick Schwander findet, das könne man den Leuten kaum erklären.
Welche Auswirkungen hätte eine schwarz-rote Koalition auf die Wirtschaftsbeziehungen zur Volksrepublik? In Shanghai meint man, es hätte schlimmer kommen können.
Einst hat sich der kometenhafte Aufstieg des BSW spiegelbildlich zum Niedergang der Linkspartei vollzogen. Doch nun ist die totgeglaubte Linke wieder da – und das BSW gerät ins Straucheln.
Die Union gewinnt die Wahl deutlich, Kanzlerkandidat Merz will bis Ostern eine Regierung bilden. Die AfD wird zweitstärkste Kraft vor der SPD, die ein historisch schlechtes Ergebnis holt.