Die Eskalationsstufen des Rechtsterrorismus
Die Historikerin Barbara Manthe legt eine Zwischenbilanz zur Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik vor. Seine Konturen verwischt die Darstellung jedoch bisweilen.
Nicht nur die AfD hat viel am Landesamt für Verfassungsschutz auszusetzen. Tatsächlich ist Bilanz von 75 Jahren gemischt. Die Behörde hat schwere Fehler gemacht, aber sie wird gebraucht: heute mehr denn je.
Die Historikerin Barbara Manthe legt eine Zwischenbilanz zur Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik vor. Seine Konturen verwischt die Darstellung jedoch bisweilen.
Nach zehn Jahren Haft ist der Unterstützer der rechten Terrorzelle um Beate Zschäpe entlassen worden. Die Linke warnt: Er könnte immer noch in der Neonazi-Szene sein.
Hauptstadt der Zerlegung: Der Bildhauer Olaf Metzel setzt dem Ungeist der Nürnberger NS-Kongresshalle seine humanistischen Werke entgegen.
Ist unser Rechtsstaat fit für die Zukunft? Das fragen wir Rechtsanwältin Roya Sangi und Alexander Seitz, Präsident des OLG Frankfurt, im Podcast mit Publikum auf der Juracon Frankfurt.
Fünfzehn Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU steht Beate Zschäpe wieder vor Gericht. Hilft sie diesmal bei der Aufklärung der Morde?
Spionage, Sabotage, Cyberangriffe: Die Sicherheitslage zwingt zum Umdenken. Doch wie weit darf Schwarz-Rot bei der Reform des Auslandsgeheimdienstes gehen?
Beate Zschäpe spricht jetzt über den NSU, als Zeugin. Doch sie liefert keine neuen Details, keine echte Aufklärung. Da hat sie einiges gemeinsam mit Tätern der RAF.
Im NSU-Prozess blieben viele Fragen an Beate Zschäpe offen. Nun sagt sie im Prozess gegen ihre Freundin Susann E. aus.
Susann E. soll den Rechtsterroristen dabei geholfen haben, im Untergrund zu leben – etwa indem sie ihre Krankenkassenkarte weitergab. Ein Prozess soll klären, was sie von den Morden wusste.
Als Kool Savas zählt Savaş Yurderi zu den erfolgreichsten und stilprägendsten Rappern Deutschlands. Im Interview spricht er über die AfD, den Fleischkonsum von Markus Söder und falsche Männlichkeitsbilder.
Der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter im April 2007 wird den Rechtsterroristen des „NSU“ zugeschrieben. Das Motiv ist bis heute unklar. Ein ARD-Fernsehfilm versucht, darauf eine Antwort zu geben.
Im Mai eröffnete Deutschlands erstes Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex. In Chemnitz, wo die Täter sich jahrelang verstecken und ihre Morde planen konnten. Ein Ortsbesuch.
Zerbröselt die Demokratie vor unseren Augen, fragt sich Michel Friedman in seinem neuen Buch „Mensch“. Ein Gespräch über Vertrauensverlust, dekadente Demokraten – und fehlende Solidarität mit Juden.
Die ehemalige Wehrbeauftragte Eva Högl soll neue Bremer Innensenatorin werden. Die Sozialdemokratin fiel schon in der Vergangenheit durch Hartnäckigkeit und Empathie auf.
In der Vergangenheit hatte die Rechtsterroristin erfolglos versucht, während ihrer Haft in ein Neonazi-Aussteigerprogramm aufgenommen zu werden. Nun nimmt sie laut ihrem Anwalt an einem teil.
Sie soll zwar nicht direkt an den NSU-Morden beteiligt gewesen sein, aber sie soll der rechtsextremistischen Zelle geholfen haben. In Dresden soll nun ein Prozess gegen Susann E. beginnen.
Geisteswissenschaften +++ Jonathan Wild +++ NSU +++ Bundeskanzler Merz
Das erste NSU-Dokumentationszentrum wird in Chemnitz eröffnet. Dort hatten sich die Rechtsterroristen nach ihrem Abtauchen versteckt.
Ermittler und Justiz zerschlagen die rechtsextreme Terrorzelle „Letzte Verteidigungswelle“. Erschreckend ist das jugendliche Alter der Tatverdächtigen.
Andreas Mühe sucht mit präzise konstruierten Fotografien nach den Spuren deutscher Geschichte, die bis heute fortleben. Jetzt zeigt der bekannte Künstler nicht nur Fotoarbeiten, sondern auch seine Installation mit Kuschelbunkern in der DZ Bank Kunststiftung.
Neues Jahr, neuer Rückblick: Was kam damals auf den Markt, und was hat Deutschland und die Welt bewegt? Die wichtigsten Neuheiten für Europa aus dem Jahr 1975.
Auf das Stück „NSU 2.0“ folgt „Leaks“: Theaterregisseur Nuran David Calis geht im Frankfurter Schauspiel mit einer Clownssatire den Ursachen für rechte Attentate nach. Doch das Format ist zu klein für die großen Fragen.
Kann Kunst anders ermitteln als Polizei und Justiz? Anhand eines Filmwochenendes in Hanau, Frankfurt und Offenbach kann das Publikum das Prinzip selbst nachvollziehen. Im Fokus stehen Rassismus und rechtsextreme Gewalt.
Nahaufnahme mit verstörender Wirkung: Andreas Mühes meisterhafte Fotoinszenierungen zu RAF und NSU verleiht dem Terror ein zweites Gesicht.
Kriminologen haben alte Gewalttaten in Nordrhein-Westfalen noch einmal untersucht. Vier weitere Fälle von Mord oder Totschlag bewerteten sie nachträglich als rechtsextrem. Anlass war ein grausamer Dreifachmord.
Einst standen sie in fast jeder Familiengarage, inzwischen haben jüngere Wettbewerber den Kinderrädern von Puky den Rang abgelaufen. Jetzt soll ein Aufräumer die Wende bringen.
Heute fast vergessen: Fiat hat von 1929 bis 1973 in und um Heilbronn mehr als 400.000 Autos gebaut. Allein 170.000 davon entfielen auf den NSU-Fiat 500 Jagst. Ein kurzer Blick auf die deutsche Geschichte von Fiat.
Vor dem Thüringer Landtag ist ein Denkmal für die Opfer des NSU eröffnet worden. Nach Worten Bodo Ramelows nicht nur für die Hinterbliebenen der Mordopfer und die Geschädigten der Sprengstoffanschläge des NSU, sondern für alle Bürger.
Zwanzig Jahre nach dem verheerenden Nagelbombenanschlag des NSU in der Kölner Keupstraße kommen der Bundespräsident und Ministerpräsident Wüst zum Gedenken. Sie finden deutliche Worte.
Kassel, Hanau, Wolfhagen – durch die jüngere hessische Geschichte zieht sich eine Spur des rechtsextremen Terrors. Auch, weil Polizei, Verfassungsschutz und Justiz zu lange weggeschaut haben.
2004 wurden in Köln 22 Menschen von einer Nagelbombe des NSU verletzt. Wüst bittet jene, die als Opfer fälschlicherweise in den Blick der Ermittler gerieten, um Entschuldigung – auch in der türkischen Zeitung „Hürriyet“.
Zum fünften Jahrestag des Mordes an Walter Lübcke wird an den früheren Kasseler Regierungspräsidenten erinnert. Der Bundespräsident ruft zur Geschlossenheit im Kampf gegen Rechtsextremismus auf.
Auch böse Menschen haben Lieder: Über die Sylter Vorkommnisse braucht man sich nicht zu wundern. Es ist nicht das erste Mal, dass sich hässliche Gesinnung hinter gepflegter Fassade verbirgt.
Mit der Performance „Innere Sicherheit“ bringt Marie Schwesinger den Prozess um die NSU-2.0-Drohschreiben auf die Bühne – und gibt ungeklärten Fragen Raum.
Der Hass auf Politiker und auf Andersdenkende ist in Ostdeutschland groß. Elly aus Zwickau, Anfang 50, verfolgt mit Sorge, wie sich der Ton ihrer Mitmenschen verschärft. Woher kommt diese permanente Pampigkeit?
Claudia Roths Entwurf zur Erinnerungspolitik verwechselt Staat und Gesellschaft: Migrantische Erfahrungen sind kein Gegenstand nationaler Gedenkkultur. Kolonialverbrechen dagegen schon.