Wie man ein Monstrum nährt
Sie sagen Vielfalt und fördern Monopole: Der Reformplan zum Wissenschaftsurheberrecht zerstört den Mittelstand und macht den Weg frei für den großen Staatsverlag.
Sie sagen Vielfalt und fördern Monopole: Der Reformplan zum Wissenschaftsurheberrecht zerstört den Mittelstand und macht den Weg frei für den großen Staatsverlag.
Wird es einen Boom an Filmen geben, die ihr Material vor allem aus den Archiven holen? Die Aufarbeitung der riesigen Bewegtbildbestände könnte die Branche noch lange beschäftigen.
Die Deutsche Nationalbibliothek nimmt Abschied vom gedruckten Buch und sperrt es weg. Der mündige, analoge Leser stört in der „Wissensgesellschaft“ nur noch.
Open Access läuft auf ein Kontrollsystem hinaus, das jeden Schritt von Wissenschaftlern überwacht. Die Politik verschenkt die Arbeit der Forscher an private Investoren.
Am Elfenbeinturm der Experten klopft es: Open Science - eine Bewegung wider den Methodenzwang. Auf dem „State Festival“ in Berlin wird vom morgigen Freitag an der Dialog von Kunst, Gesellschaft und Wissenschaft forciert.
Blauäugigkeit 4.0: Mit seiner Open-Access-Strategie betreibt das Bildungsministerium Forschungspolitik nach Gutsherrenart. Grundrechtsverstöße interessieren nicht. Die Ministerin folgt blind ihren Mitarbeitern.
Wissenschaftler veröffentlichen ihre Ergebnisse für jeden zugänglich im Internet - Open Access nennt sich das Modell. So verlockend es klingt, ein paar Schwierigkeiten gibt es doch.
Produktpiraterie? Halb so schlimm. Das Bildungsministerium stützt sich im Urheberrecht auf ein dürftiges Gutachten. Und folgt damit dem blinden Urteil von Lobbyisten.
Die EU möchte wissenschaftliches Publizieren im Eiltempo auf Open Access umstellen. Kleinere Verlage werden leiden, kritische Bücher abseits des Mainstreams auch.
Wissenschaftliche Journale sind teuer. So teuer, dass viele Unis sich nicht mehr alle gewünschten Titel leisten können. Bietet das Internet den Ausweg?
Der Supreme Court hat entschieden: Google darf weiter Bücher digitalisieren. Ein Urteil zugunsten der Förderung der intellektuellen Produktivität.
Brüssel und Berlin planen, Urheberrechte weiter zu beschneiden: 32 Anmerkungen zur Wissenschaftsfreiheit und zur Gefahr einer strukturellen Zensur in der Publizistik.
Die WHO hat wieder mal den Notstand ausgerufen. Der Grund ist das grassierende Zika-Virus. Doch anders als bei Ebola besteht dieses Mal die berechtigte Hoffnung, dass bald ein Impfstoff gefunden wird.
Open Access macht alles kaputt – die Verlage, die Bücher, die Wissenschaft. Dahinter steckt auch ein schlimmer Denkfehler: Digitale Verbreitung ist kein Kavaliersdelikt wie das Kopieren von Seiten. Ein Gastbeitrag.
Der Open-Access-Wahnsinn geht weiter. Das Land Baden-Württemberg nötigt die Universitäten, ihre wissenschaftlichen Autoren zu knebeln. Konstanz geht mit schlechtem Beispiel voran.
Eine von Freibierphantasien benebelte Bibliothekslobby lässt alles digitalisieren und bringt es kostenlos in Umlauf. Und der Bundesgerichtshof gibt auch noch seinen Segen dazu. Es ist eine Schande. Ein Gastbeitrag.
An einem Ort verschwinden, an einem anderen Ort wieder auftauchen. Was nach Science-Fiction klingt, ist jetzt mit Magnetfeldern tatsächlich gelungen.
Früher maskierten sich Angestellte als Rebellen. Heute tarnt sich der Rebell als braver Funktionsträger. So kann man zugleich Systemkritiker sein und im System funktionieren, wie der Fall „Münkler-Watch“ zeigt.
Sahnen Wissenschaftsverlage ab, sind die öffentlichen Haushalte Verschwender? Eine Max-Planck-Studie fordert den „flächendeckenden Umbau“ der Branche und rechnet vor: Das rentiert sich, und zwar sofort.
Antwort auf erpresserische Preispolitik: Die Universität Leipzig lässt die Verhandlungen mit dem Großverlag Elsevier scheitern. Ihr Direktor Ulrich Johannes Schneider erklärt im Interview die Gründe.
Open ohne Ende: Open Access, Open Data, Open Notebook, Open Review. Das wissenschaftliche Publizieren ist im Umbruch. Offenbar gibt es eine moralische Pflicht zur Öffnung. Einer muss aber wohl die Kontrolle behalten, oder?
Viele Medien sind voll von fehlerhaften Meldungen aus der Wissenschaft. Gleichzeitig informieren Wissenschaftler heute selbst über aktuelle Forschung. Wird der Wissenschaftsjournalismus überflüssig gemacht?
Das Urheberrecht gibt dem Autor die Kontrolle über sein Werk. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Die Historikerin Monika Dommann beschreibt, wie das Prinzip der Autorschaft unter wachsenden Druck der Technik geriet.
Elf Nieten und ein Haufen Manipulationen: Das Spektakel um Stammzellen aus dem Säurebad wird immer kurioser. Und die großen Namen schweigen. Rudolf Jaenisch vom MIT redet im F.A.Z.-Interview Klartext und hat eine klare Forderung an die Verantwortlichen.
Offene Daten, offene Begutachtung, offene Experimente - ein Transparenzvirus geht um. Löst das die Probleme mit Geheimniskrämerei, schlechter Forschung und trägen Publikationen? Wie viel Zeit zum Nachdenken bleibt noch?
Zitieren dürfen sie die Wikipedia nicht. Nun sollen Studenten in Berkeley an der Enzyklopädie mitschreiben. Anlass zur Frage: Wie steht es um das Verhältnis von Wissenschaft und Wikipedia?
Open Access, Open Science, Science 2.0 - die Titel, unter denen vom Internet eine Beschleunigung des Erkenntnisgewinns erwartet wird, sind vielfältig. Doch wem nützen die entsprechenden Techniken? Hat die Forschung überhaupt Probleme, die sich so lösen lassen?
Baden-Württembergs grün-rote Regierung will Wissenschaftler dazu zwingen, Aufsätze in Open-Access-Datenbanken zu veröffentlichen. Das ist ein gravierender Angriff auf die Freiheit der Forschung.
Eine abenteuerliche Satire zum Streit zwischen analoger und digitaler Kultur: Am 3. März erscheint der Roman „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ von Robin Sloan. Lesen Sie den Beginn des Romans als FAZ.NET-Lesezeichen.
Der Gesetzentwurf für Baden-Württembergs Hochschulen will die Wissenschaftler zu Open Access zwingen. Das wirft aber nicht nur neue grundrechtliche Fragen auf.
Elektronisches Gerät an, gesunder Menschenverstand aus? Evgeny Morozov wirft den Technikenthusiasten in seinem Buch „Smarte neue Welt“ vor, die soziale Urteilskraft allzu leicht über Bord zu werfen.
Ein Zug, von dem in den Vereinigten Staaten die Ersten schon wieder abspringen, soll hierzulande erst noch Fahrt aufnehmen: Die universitäre Lehre im Internet. Eine Warnung.
Ein Aushängeschild für Deutschland? Wohl kaum. Gleich zweimal hat die Max-Planck-Gesellschaft den Spitzenforscher wieder weg geschickt.
Kein Smartphone, keine E-Mails, kein Facebook. Es ist nicht ganz leicht, sich der Kontrolle zu entziehen, und wer sich wehrt, hat Repressalien zu befürchten. Eine Begegnung mit dem Aktivisten Jacob Appelbaum.
Der Ruf nach Transparenz wirkt in der Politik derzeit wie ein Befreiungsakt, Undurchsichtigkeit lässt sich öffentlich gut skandalisieren.
Es geht nicht um „Freibier für alle“: Die deutschen Wissenschaftsorganisationen haben eine klare Strategie des offenen Zugangs zu Ergebnissen, die der Forschung und den Autoren dient. Verlage, die dagegen sind, behindern eine basisgetriebene Entwicklung.