Worüber die Nerds gerade nachdenken
Hannes Federrath ist Präsident der größten deutschen Informatiker-Vereinigung. Er spricht über mangelhafte digitale Bildung, fehlendes Sicherheitsbewusstsein, Facebook – und was die nächste Regierung tun sollte.
Hannes Federrath ist Präsident der größten deutschen Informatiker-Vereinigung. Er spricht über mangelhafte digitale Bildung, fehlendes Sicherheitsbewusstsein, Facebook – und was die nächste Regierung tun sollte.
Die letzte bedeutende wissenschaftliche BWL-Zeitschrift aus Deutschland stellt ihre Printversion ein. Künftig erscheinen nur noch englische Texte im Open-Access-Verfahren. Das wird in der Wissenschaft immer wichtiger.
Die großen Verlage haben ein neues Geschäftsfeld entdeckt: die Überwachung von Wissenschaftlern und den Verkauf ihrer Daten. Die Europäische Union muss dringend eingreifen. Ein Gastbeitrag.
Trotz oder wegen der Umstellung auf Open Access wird das wissenschaftliche Publizieren teurer und exklusiver. Wie ließe sich das ändern? Ein Gastbeitrag.
Die Debatte um den offenen Brief „Zur Verteidigung der Präsenzlehre“ hat sich in Nebensächlichkeiten verhakt. Aus studentischer Sicht drücken sich die Beteiligten um Kernfragen ihrer Disziplin im digitalen Zeitalter.
Der Großverlag Springer Nature macht sich mit Chinas Zensur gemein. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen sieht darin kein Problem – und macht weiter mit ihm Geschäfte. Ein Gastbeitrag.
Die Wissenschaft muss besser werden: Wenn die Pandemie abebbt, wird es darauf ankommen, nicht zur gewohnten Praxis zurückzukehren.
Seit 20 Jahren betreibt ein Frankfurter Ehepaar eine Online-Bibliothek zu Osteuropa. Jetzt gibt es mehr Besucher.
In der „Zeitschrift für Kunstgeschichte“ führt derzeit niemand die Feder. Ein Streit über Open Access führte zum Bruch zwischen der wissenschaftlichen Leitung und dem Verlag.
Beobachten, hinterfragen, überprüfen und die richtigen Schlüsse ziehen: Was einzelne Ärzte zu Anfang der Epidemie getan haben, ist das Motto für alle, und die internationale Wissenschaft spielt jetzt in einem Team.
21 Millionen Aufsätze warten auf ihre Leser: Wo der offene Zugang keine Utopie mehr ist, bekommt man vielleicht die reine Digitalität zu fassen. Zu Besuch in der Welt von Academia.edu.
Neues Jahr, neues Glück: An den Unibibliotheken heißt es jetzt wieder für Studenten, kluge Buchkäufe anzuregen. Denn die Bestände etwa in Leipzig sind lückenhaft, Kriterien für Neuerwerbungen ein Rätsel.
Der Präsident und der Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz antworten auf die Kritik am Deal-Projekt, das bessere Preiskonditionen für wissenschaftliche Publikationen aushandeln soll. Ein Gastbeitrag.
Das Projekt „Deal“ soll die Macht der Großverlage brechen. Stattdessen perfektioniert es ihr Geschäftsmodell – zum Nachteil der Wissenschaftler.
Da prallen Welten zusammen: Gesundheitsdaten sind intime persönliche Informationen. Aber das Speichern und Analysieren von möglichst vielen solcher Daten hilft, Krankheiten besser verstehen und heilen zu können. Ein Dilemma. Aber lösbar, sagen ein Forscher und eine Datenschützerin.
Künstliche Intelligenzen schießen wie Pilze aus dem Boden, sind aber Spezialisten. Die Forschung lässt der Gedanke nicht los, sie in einer allgemeinen KI zusammenzuführen.
Auf über 3800 Seiten bringt die Görres-Gesellschaft die achte Auflage des Staatslexikons heraus. Was 1889 als exklusives Projekt katholischer Intellektueller begann ist heute komplett kostenfrei im Internet abrufbar.
Open Access soll den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen vorantreiben. Fördert es dabei ungewollt die Verlagsmonopole? Nein, sagt EU-Forschungskommissar Carlos Moedas. Ein Gastbeitrag.
Die europäische Forschungskommission will Wissenschaftler mit Sanktionsdrohungen zur Publikation in Open Access zwingen. Ein kopfloser Vorstoß, der den internationalen Verlagesmonopolen in die Hände spielt.
Provenienz und Restitution sind die Themen der Museumspolitik. Die Expertin der Stunde ist die Berliner Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy. Welchen Erkenntnissen gilt ihr Interesse?
Die Raubverlage bringen die Wissenschaft nicht in Einsturzgefahr. Aber wenn sich im Internet Wahrheit und Lüge vermischen, muss sie reagieren.
Eine Recherche zeigt, wie „Raubverlage“ das Wissenschaftssystem missbrauchen. Sie publizieren wie wild. Ist das jetzt ein Skandal, oder ist es keiner?
Immer mehr seriöse Forscher lassen sich von „Raubverlagen“ das Geld aus der Tasche ziehen. Ihr Ziel: der schnelle Ruhm. Nun sind Zahlen über das Ausmaß auf dem Tisch, Gegenmaßnahmen werden gefordert.
Das kann gar nicht sein. Die musikwissenschaftliche Editionspraxis ist bestens auf die digitale Quellenforschung vorbereitet.
„Springer Nature“ ist ein Wissenschaftsverlag mit großer Tradition. Jetzt geht er an die Börse und will Milliarden einsammeln.
Vodafone will durch eine Übernahme von Unitymedia ein bundesweites Kabelnetz für schnelles Internet und Fernsehen aufbauen. Verbraucher könnten davon profitieren, doch die Konkurrenz läuft Sturm.
Daniel Ropers ist seit November Chef des Wissenschaftsverlags Springer Nature. Ein Gespräch über den Segen der Wissenschaft, Manager mit Rollkoffern und warum Geld nicht glücklich macht.
Während die designierte CSU-Staatsministerin Dorothee Bär schon von Flugtaxis träumt, sind viele Regionen in Deutschland weiterhin vom schnellen Internet abgeschnitten. Europäische Nachbarn sind deutlich weiter. Was kann Deutschland von diesen Ländern lernen?
Was qualifiziert eine Bildungsministerin? Die Hotelkauffrau Anja Karliczek kommt beruflich weder aus dem Schul- noch aus dem Hochschulbereich. Darin könnte ein Vorzug liegen.
177 Seiten für die kommenden dreieinhalb Jahre. „Ein neuer Aufbruch für Europa, eine neue Dynamik für Deutschland, ein neuer Zusammenhalt für unser Land“, lautet der Titel des Koalitionsvertrages. Das steht drin.
Wem gehört die Kunst der Kolonialzeit? Den Erben der Kolonialherren – oder den Völkern, die sich um ihr Kulturerbe betrogen fühlen? So würde eine faire Lösung aussehen.
In Jussi Valtonens Roman „Zwei Kontinente“ kollidiert der Amerikaner Joe Chayefsk mit Europas Trägheit. Als Forscher wird er von Tierrechtsaktivisten bekämpft, dann legt er sich mit einem Medienkonzern an. Das gibt Kollateralschäden.
James Lindsay hat einen vermeintlichen Fachartikel zu Gender Studies verfasst. Er enthält viele Fremdwörter und noch mehr Unsinn – und wurde tatsächlich publiziert. Ein Interview.
Kann das Internet für mehr Transparenz sorgen, mehr Ehrlichkeit? In den Regierungen, Parteien und Staatsapparaten wird über mehr direkte Demokratie diskutiert, aber auch E-Aktivisten versprechen sich vom „Next Generation Internet“ einiges. Teil 2 der Bürgerbefragung.
Auch Akademiker müssen mal abschalten. Zur Hilfe kommt ihnen das Web mit Seiten wie „Shit Academics Say“ oder „Lego Grad Student“. Doch wer denkt, hier gehe es nur um Zeitvertreib, liegt falsch.
Wundert es uns, dass die CIA digital spioniert? Nicht wirklich. Das ist die Kehrseite von Big Data. Die Risiken werden leider verdrängt. Daran wird auch der Wikileaks-Hack nichts ändern.