Radikale Fehleinschätzungen
Der Erste Weltkrieg wurde maßgeblich von Menschen begonnen, die von völlig falschen Annahmen ausgingen. Solche Staatsmänner gibt es auch heute noch, hundert Jahre später.
Der Erste Weltkrieg wurde maßgeblich von Menschen begonnen, die von völlig falschen Annahmen ausgingen. Solche Staatsmänner gibt es auch heute noch, hundert Jahre später.
Wie sieht die richtige Politik gegen Spekulationsblasen aus? Die Geschichte lehrt: Rasches Handeln ist notwendig, wobei sich Zinserhöhungen und Regulierungen ergänzen sollten. Ein Patentrezept gibt es allerdings nicht.
In Bonn diskutieren Kunsthistoriker den Fall Gurlitt. Zur Sprache kommt auch die Qualität der Lehre an den kunsthistorischen Instituten der Bundesrepublik.
McKinsey, die größte Unternehmensberatung der Welt, soll noch größer werden. Der neue Deutschlandchef Cornelius Baur über den Einzug der Psychologen, die Rückkehr der Mütter und die Nähe zu Burgerbratern.
Ist Abrüstung erforderlich, weil Waffen die Ursache für Kriege sind, oder trägt Atomrüstung zur Kriegsverhütung und Friedensbewahrung bei, indem sie zu Verhandlungen zwingt? Heute wissen wir: Wettrüsten war nicht die Ursache für den Kalten Krieg, sondern das Ergebnis von Differenzen.
In Robert Strombergs Dörnröschen-Verfilmung „Maleficent“ brilliert Angelina Jolie als dunkle Fee. Lustvoll zerstört die Interpretation des alten Märchens althergebrachte Klischees.
Nur noch Märkte, nur noch rationale Akteure, nur noch Neoklassik: Ein Bündnis aus Wirtschaftsstudenten aus 19 Ländern kritisiert eine angeblich „besorgniserregende Einseitigkeit“ der Lehre. Und erhält prominente Unterstützung.
Ministerpräsident Albig profiliert sich auf der Bühne Berlin – und an der Förde hält man zu ihm. In der Bundespolitik macht er sich vor allem als Kritiker der großen Koalition bemerkbar.
Am Vorrang der Realpolitik in der internationalen Politik hat Ruanda wenig geändert. Für die Entwicklung des Völkerstrafrechts war die Erfahrung des Genozids ein maßgeblicher Faktor. Die individuelle Verfolgung der Völkermörder aber verläuft fragwürdig.
Kaum ein Katholik folgt in Sexualfragen der Lehre seiner Kirche. Dadurch sei diese Lehre nicht automatisch falsch, sagt Rainer Maria Kardinal Woelki. Er sieht darin einen Auftrag an die Kirche: für ein Leben zu werben, das sich von dem unterscheidet, was heute üblich geworden ist.
Die Lehre der katholischen Kirche über Ehe und Familie wird auch von engagierten Katholiken als „welt- und beziehungsfremd“ angesehen. Das ist das Ergebnis tausender Antworten im Erzbistum Köln auf einen Fragebogen des Vatikans.
Im Grundsatz sind Union und SPD einig: Künftig soll das Grundgesetz dem Bund mehr Engagement an den Hochschulen erlauben. Jetzt stellen die Rektoren Forderungen.
Es kann keiner so recht erklären: Warum haben in diesem weniger junge Leute eine Lehre in Hessen angefangen als im vergangenen Jahr?
Die pompöse neue Bischofs-Residenz in Limburg hat eine breite Diskussion über die Kirchen ausgelöst. Georg Meck fordert, mit dem Kirchen-Bashing aufzuhören. Rainer Hank plädiert für das Ende der Kirchensteuer. Streiten Sie mit.
Kirchen, die freiwillig finanziert werden, geht es besser.
Das ist gut und spart Geld.
Die Kapitalanlagen der Nobelstiftung waren zuletzt wenig erfolgreich. Nun wird selbst am Festbankett gespart. Statt auf Hedgefonds hätte die Stiftung besser auf die Erkenntnisse des Nobelpreisträgers Gene Famas gesetzt.
Die Bahn zieht Lehren aus dem Stellwerk-Chaos in Mainz: 1.500 neue Fahrdienstleiter will sie einstellen. Und fordert außerdem mehr Geld, um kaputte Brücken und Schienen zu reparieren. Ihre Gewerkschaft ist skeptisch.
In eine ehemalige Schule des Ost-Berliner Plattenbauviertels Hellersdorf sollen Asylbewerber einziehen. Doch die Anwohner wehren sich, Rechtsextreme machen mobil. Wohnt der Hass in der Platte? Eine Rückkehr.
Der Verteidigungsausschuss soll in Zukunft besser über bedeutende Rüstungsvorhaben informiert werden - darüber sind sich Regierung und Opposition einig. Über die Rolle von Verteidigungsminister de Maizière im Drohnen-Debakel hingegen nicht.
Das Lebensgefühl der westlichen Moderne und die Lehre der katholischen Kirche klaffen bei der Homosexualität weit auseinander. Nichts deutet darauf hin, dass sich das in naher Zukunft ändern könnte.
Der Bundesverfassungsschutz will aus den fatalen Fehlern im Fall NSU lernen: Im Umgang mit V-Leuten und Akten gibt es klarere Regeln, „Querdenker“ sollen die Arbeit kritisch begleiten.
Unterfinanziert, überverwaltet, mit unlösbaren Aufgaben konfrontiert: Die Zukunft der Universität als Ort besonderer Intelligenz ist bedroht. Ein Gastbeitrag.
Die weltbesten Tänzer werden an der Ballettschule der Pariser Oper ausgebildet. Eine TV-Dokumentation nähert sich dem legendären Institut - frei von Schönfärberei.
Das Expertengremium „Aktionsrat Bildung“ schlägt vor, dass Hochschulen künftig die Qualität ihrer Lehre selbst prüfen sollen. Bislang machen das externe Agenturen. Die sind allerdings sehr teuer.
Irland kam mit einem harten Reformkurs aus der Krise. Die irische Europaministerin Lucinda Creighton spricht im F.A.Z.-Interview über Lehren für Zypern und Licht am Ende des Tunnels.
Kurse auf akademischem Niveau, zugänglich für jeden: Manche halten Massive Open Online Courses für das Ende, andere für die Befreiung der klassischen Präsenz-Universität. Jetzt bieten die ersten deutschen Hochschulen Kurse beim Stanford-Start-up Coursera an.
Immer mehr Lehrlinge brechen vorzeitig ihre Ausbildung ab. 2011 stieg die Abbrecherquote auf 24,4 Prozent. Besonders betroffen ist die Gastronomie und das Umzugsgewerbe. Besser sieht es in der Elektro- und Bankenbranche aus.
Der Bundestag bereitet sich auf ein Mali-Mandat vor. Dabei sollen Lehren aus dem vor elf Jahren mit viel Idealismus begonnenen Afghanistan-Einsatz gezogen werden.
Die Metallbranche will mit einem Fördertarifvertrag noch nicht ausbildungsreife Jugendliche für eine Lehre fit machen. Eine ähnliche Idee verfolgt Provadis mit einem eigenen Projekt. Manche Firma schult Lehrlinge selbst nach.
Die Lehre an den deutschen Hochschulen gilt als mittelmäßig. Fachleute fordern weniger Frontalunterricht und mehr Interaktion zwischen Dozenten und Studenten.
Der Schutz für die Privatdozenten ist anachronistisch. Aber es ist genauso anachronistisch, Massenuniversitäten einzurichten, die keinen professionalisierten Unterricht garantieren.
Gehört das etwa alles dem Papst? Für manche Schätze aus dem Vatikanischen Geheimarchiv, die nun erstmals öffentlich zu sehen sind, drückt man sich die Nase gern platt. Aber viel subtiler als bei Dan Brown ist es am Ende nicht.
Viele Wahrheiten, schizophrene Anleger und Realität als Ansichtssache. IWF-Volkswirt Olivier Blanchard macht nicht unbedingt Mut fürs neue Börsenjahr.
Die Parsen Bombays treten schlicht auf, steuern aber weite Teile der indischen Unternehmenslandschaft. Ihr Glaube an die Lehren des Propheten Zarathustra („Gute Gedanken - gute Worte - gute Taten“) hilft ihnen dabei.
Ein Mathematik-Professor der Frankfurter Goethe-Universität lehrt auch als Pensionär weiter. So bewältigt die Hochschule die wachsenden Studentenzahlen.