Haben wir verstanden?
Angela Merkel wird vom Jüdischen Weltkongress der Theodor-Herzl-Preis verliehen. Als Zeichen eines Vertrauens, das sich dieses Land erst wieder verdienen muss. Das wurde beim Festakt in München deutlich.
Angela Merkel wird vom Jüdischen Weltkongress der Theodor-Herzl-Preis verliehen. Als Zeichen eines Vertrauens, das sich dieses Land erst wieder verdienen muss. Das wurde beim Festakt in München deutlich.
Der Mississippi ist Sinnbild uramerikanischer Größe – und befindet sich im Griff des Zeitalters, in dem der Mensch größten Einfluss auf biologische, geologische und atmosphärische Prozesse ausübt. Ein Forschungsprojekt spürt diesem Anthropozän nun nach.
Man hat sie die „Marilyn des Punk“ genannt oder „Barbarella auf Speed“. Wie sich Blondie-Sängerin Debbie Harry selbst sieht, verrät sie im Gespräch und in ihrer Autobiographie.
Viele Mieter sind um die 40, wenn sie ein Eigenheim bauen oder kaufen. Doch wer erst spät mit der Vermögensbildung beginnt, muss auch länger arbeiten. Wie sich der Zielkonflikt zwischen Eigenheim und Altersrente lösen lässt.
Carsten Nicolai lässt Unsichtbares zu Hörbildern werden und blendet mit gleißendem Licht: Das Düsseldorfer K21 blinkt und fiepst nicht bloß, es eröffnet zurzeit auch den Blick auf eine ungeahnte Schönheit der Mathematik.
Musikwissenschaftler an Musikhochschulen haben es nicht leicht. Studenten glauben oft, dass allein die musikalische Fähigkeit zähle. In den neuen Ansprüchen des Arbeitsmarkts an den Musiker steckt aber auch eine Chance.
Die Toten Hosen haben ein neues Album veröffentlicht – und dabei einiges anders gemacht. Im Interview spricht Sänger Campino über Rassismus, Grönemeyer, Fridays For Future – und wann er sich auf der Bühne nackt vorkommt.
Für die zuletzt in Wahlen abgestrafte Linkspartei ist Bodo Ramelow Gold wert. Der Niedersachse macht die Linke als beliebter Ministerpräsident von Thüringen zum ersten Mal zur stärksten Kraft in einem Bundesland. Ein Porträt.
Siegfried Mauser verlässt die Bayerische Akademie und nimmt damit das Ergebnis einer Abstimmung über seinen Verbleib vorweg. Sein Anwalt hat derweil angekündigt, Verfassungsbeschwerde zum Bundesverfassungsgericht einzulegen.
Jörg Mühle zeichnet am liebsten Tiere, vor allem miesepetrige. Der Illustrator gestaltet am 3. November im Kronberger Opel-Zoo die nächste Sonntags-Lesung mit dem Kinderbuch „Viele Grüße, Deine Giraffe“.
Was geschieht, wenn alles egal ist? Wenn keine Unterscheidungen mehr gemacht werden zwischen Gattungen, Formaten, Eigenarten? Luk Percevals Adaption von Jon Fosses „Trilogie“ gibt Antwort auf diese Fragen.
Die Amerikanerin Deirdre McCloskey hat einen ungewöhnlichen Lebenslauf. Nicht nur deshalb lohnt es sich, ihr neues Buch zu lesen – eine kluge und freche Verteidigung des Kapitalismus.
Im Po-Delta und den Lagunen von Comacchio herrscht seit jeher idyllische Provinzialität. Doch Abertausende von Flamingos könnten das jetzt ändern.
Der Libanon ist in Aufruhr: Kulturelle Einrichtungen werden geschlossen, das Kunstfestival „Homeworks“ abgesagt. Vehement demonstriert die Bewegung gegen die korrupte Obrigkeit.
In Paris gibt es eine Hommage an den Superhelden der Moderne, Merce Cunningham. Das Londoner „Royal Ballet“, das Antwerpener „Opera Ballet Vlaanderen“ und das Ballett der Pariser Oper treten auf.
Peter Handke hat den Nobelpreis natürlich verdient – aber er hätte ihn niemals annehmen dürfen. Mit schmeichelnden Worten hat sich der Kritiker des Westens selbst besiegt. Ein Gastbeitrag.
Der Uluru, das Heiligtum der Aborigines, darf von Samstag an nicht mehr bestiegen werden. Für die Rangers und die Aborigines kommt das Verbot einer Erlösung gleich.
Er trägt stets einen Maßanzug, mag die Flippers, wie er sagt, und auch die Scorpions: Der Sänger Dagobert tritt in der Brotfabrik in Frankfurt auf und singt vertonte Liebesbriefe.
In der Komödie „Bingo im Kopf“ mimt Pasquale Aleardi einen Schnulzensänger in der Midlife-Krise. Das zielt derart dreist aufs Gemüt, dass man schon fast wieder mitschunkeln will.
Dieudonné Niangouna ist einer der bekanntesten afrikanischen Theaterkünstler. Nun kommt er wieder an den Mousonturm in Frankfurt.
Seit fünfzig Jahren ist Sotheby’s in Deutschland anwesend: Ein Blick in die Geschichte – und nach vorne.
In London wurde die bislang teuerste Flasche Malt verkauft. Die Preise sind in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Da kann keine Geldanlage der Welt mithalten.
Auf dem jährlich stattfindenden Sandskulpturenfestival im dänischen Søndervig haben 40 Künstler Roboter aus Sand erschaffen.
In der bislang umfangreichsten deutschen Ausstellung zu van Gogh fragt das Frankfurter Städel nach den Gründen der hiesigen Begeisterung für ihn. Und zeigt fünfzig der faszinierendsten Gemälde des großen Unverstandenen.
Der Louvre zeigt nach Jahrhunderten der Verehrung einen überraschenden Leonardo. Plötzlich sehen wir dem Künstler bei der Arbeit zu. Für ihn war ein Bild nie vollendet.
Diese Pappeln lodern, erinnern an Flammen, die hochschießen. Unschuldige Natur jedenfalls ist das nicht, was van Gogh 1889, ein Jahr vor seinem Tod, mit Ölfarben auf die Leinwand setzte.
Teenager wollen meist nicht mehr mit der Familie verreisen. Aber wenn sie trotzdem mitmüssen – womit kann man sie noch begeistern? Ein Versuch in Berlin.
Der Marienturm soll die Arbeitswelt „kultivieren“ – mit allerhand Annehmlichkeiten und einem durchgängigen Design. Kann dieser Plan aufgehen?
Der Sänger und lyrische Kopf von Element of Crime spricht über Minimalismus, das Aushalten von Pausen und die besondere Konzertatmosphäre, die nun auf dem Album „Live im Tempodrom“ eingefangen wurde.
Lange Zeit stand er im Schatten Vermeers, jetzt können wir seine meisterhaften Stadtbilder und Innenräume neu entdecken: Das Museum Prinsenhof in Delft zeigt das Lebenswerk des niederländischen Barockmalers Pieter de Hooch.
Der Konsum von Mode muss bewusster werden, findet Inan Batman. Der Wahlberliner erfindet Sneaker, entwirft Mode – und hat eine Plattform eingerichtet, auf der man Getragenes tauschen kann.
Das frisch renovierte Pariser Museum für moderne Kunst zeigt die bislang größte Retrospektive von Hans Hartung. Wie ausschlaggebend das Licht für den 1904 geborenen Maler gewesen ist, wird in dieser Ausstellung bewusst.
Die Opernball-Grande-Dame und Burgschauspielerin Lotte Tobisch ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Die beliebte Wienerin leitete 15 Jahre Jahre den Wiener Opernball – Österreich verneigt sich.
Ein katholisches Gotteshaus in München brauchte neue Glasfenster. Zum Zug kam ein Künstler, der ein Stück Medizinalltag in ein Symbol für Leben und Vergänglichkeit verwandelte.
Kunstliebhaberin wird Managerin: Vitalie Taittinger übernimmt von ihrem Vater die Führung des gleichnamigen Champagnerhauses. Die Herausforderungen sind groß.
Das umgestaltete MoMA erzählt lieber viele verschiedene Kurzgeschichten statt seiner eigenen Erfolgsgeschichte. Das macht das Museum nach dem millionenschweren Umbau auch inhaltlich vielfältiger.